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  • 23. November 2011 11 1 Min.



Aufregung in amerikanischen Homo-Blogs: Sollte Barbie etwa lesbisch sein? Auf einem neuen Buchcover sieht ihr Freund Ken, früher oft für schwul gehalten, jedenfalls aus wie ein Doppelgänger von Ellen DeGeneres. Zwar trägt die lesbische Moderatorin die Haare in die andere Richtung, aber Stil und Aussehen sind bemerkenswert ähnlich.

Das Stickerbuch "A Fairy Secret" begleitet eine neue DVD, ein Ausschnitt daraus mit einer computergenerierten Barbie samt Ellen/Ken macht nun ebenfalls die Runde. Auch hier schlägt der Gaydar an, aber eher der männliche.

-w-

#1 JochennAnonym
  • 23.11.2011, 14:05h
  • Heute sollen die Mädels anscheinend zu dummen Blondchen erzogen werden die außer sich zu schminken und schön zu machen nicht viel lernen müssen.
    Ein bischen Geschlechtsstereotypie mag ja angeboren sein, aber so extrem wie es die Gegenwart vorlebt ist vieles auch anerzogen.

    Bin ich froh einer Generation anzugehören in der man als Kind noch Kind sein durfte.
    Spannende, kindgerechte Serien und Filme wie Timm Thaler, Momo und Abenteuerfilme gibt es kaum noch.
    Verblödungs TV alá Kika, RTL2 und VIVA ist angesagt
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.11.2011, 18:49h
  • Ob Barbie lesbisch oder hetero ist - who cares???
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#3 julian21
  • 24.11.2011, 00:44h
  • Antwort auf #1 von Jochenn
  • "Ein bischen Geschlechtsstereotyp ie mag ja angeboren sein, aber so extrem wie es die Gegenwart vorlebt ist vieles auch anerzogen."

    Alles ist anerzogen. "Männliche" und "weibliche" Gehirne unterscheiden sich bei der Geburt in der Funktion überhaupt nicht. Durch die Evolution wurden unsere Gehirne so geschaltet, dass sie sich immer den jeweiligen Begebenheiten in unserer Umwelt anpassen (Plastizität).

    So lassen sich z.B. Dinge wie, die angeblich unterschiedliche Nutzungsweise des Gehirns bzgl. Sprache ("Männer benutzen nur die eine, Frauen beide Gehirnhälften") oder bzgl. Orientierung ("Frauen haben den schlechteren Orientierungssinn") bei Studien mit großer Probandenzahl nicht bestätigen.

    Aber auch Annahmen wie der exklusiv jagende Mann und die exklusiv Beeren-sammelnde Frau sind Schnee von gestern und gehören längst ins Reich der Mythen.

    Leider wird sich ja immer noch lieber an den winzigen Unterschieden aufgehangen - die im Endeffekt gar keine sind bzw. durch Sozialisation hervorgerufen wurden - als die Gleichheit zu akzeptieren. Das betrifft sowohl die Alltagspsychologen oder -biologen mit ihrem König names Mario Barth, als viel mehr die Wissenschaften (Neurologie, Biologie etc.), die ja mit ihrem stark normativen Einfluss diese Situation erst ermöglichen. Dabei hinterfragen diese viel zu wenig ihre eigene Vorgeschichte, die ja auch nur eingebettet war in eine Gesellschaft voller Stereotypen.

    Eine der Vorreiterinnen in der Kritik an den modernen (Neuro-)Wissenschaften ist Sigrid Schmitz, Professorin für Gender Studies an der Uni Wien (sie habilitierte in Biologie).

    "Es gibt nicht das Männer- oder das Frauengehirn, jedes Gehirn ist einzigartig. Da in unserer Kultur geschlechterspezifische Unterschiede in der Sozialisation aber immer noch zum Alltag gehören, kann sich auch im Gehirn ein 'messbares Gender' etablieren."
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