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  • 23. November 2011 17 2 Min.

Gegen Diskriminierung von Homosexualität: Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier (Bild: DWEKD / DW Baden)

In einem Schreiben an den grünen Bundestags­abgeordneten Volker Beck hat das Diakonische Werk klärende Gespräche mit den selbsternannten Homoheilern der "Offensive Junge Christen e.V." und des "Weißen Kreuz e.V." angekündigt. Dabei soll u.a. geklärt werden, ob die Tätigkeit beider Organisationen den Vorschriften der Diakonie genügen.

In dem Brief an Beck verweist Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier explizit auf die Möglichkeit des Ausschlusses der Organisationen hin - auch wenn das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland laut Satzung nicht befugt sei, Weisungen zu geben oder in die Arbeit der Mitglieder einzugreifen. Ein Ausschluss könne aber erfolgen, wenn Mitgliedsorganisationen "nicht mehr in Verbindung zur diakonischen oder volksmissionarischen Arbeit ihrer Kirche stehen". In dem Schreiben von Oberkirchenrat Stockmeier heißt es weiter: "Ich kann Ihnen versichern, dass ich auch weiterhin dafür eintreten werde, dass es keine Diskriminierung von Homo­sexuellen in Kirche und Diakonie geben darf."

Beck: Homoheiler sind höchstgradig gefährlich

In einer Presseerkläriung begrüßte der grüne Bundestagabgeordnete die "große Ernsthaftigkeit, mit der die Diakonie sich mit der Homosexuellenfeindlichkeit und fragwürdigen Angeboten einer kleinen Zahl ihrer Mitgliedsorganisationen auseinandersetzt". Dies verdiene Respekt.

Homophobe Therapien dürften unter dem Dach der Diakonie und der Evangelischen Kirche Deutschland keinen Platz finden, forderte Volker Beck. "Die unter anderem von der Organisation Offensive Junger Christen und dem Weißen Kreuz propagierten Therapien zur vermeintlichen Heilung von Schwulen und Lesben sind höchstgradig gefährlich", erklärte der grüne Politiker. "Schwere Depressionen, zentrale Selbstwertprobleme bis hin zum Suizid sind häufig die Folge."

Mit Seelsorge habe dies nichts zu tun, so Beck. Die Diakonie dürfe derartige Praktiken unter ihrem Dach nicht dulden, "sonst steht der gute Ruf ihrer fachlich-herausragenden Arbeit auf dem Spiel". (cw)

-w-

#1 gniwerj
#2 FinnAnonym
  • 23.11.2011, 17:42h
  • Nebelkerzen...

    Die geben sich immer angeblich gesprächsbereit, um erst mal die positiven Meldungen zu bekommen. Und wenn das dann aus den Medien raus ist, passiert nichts. Oder man hört, dass es zwar angeblich "ernsthaft geprüft wurde", aber aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen nicht machbar ist.

    Die lügen, wenn sie nur den Mund aufmachen.
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#3 Tobi CologneAnonym
  • 23.11.2011, 17:48h
  • "Kirche ist das Asyl der Dummen!"
    (Spinoza)

    Die machen nichts ohne Hintergedanken und auch dieser Schritt dient nur dem weiteren Erhalt ihrer Macht und ihrer Einkünfte.
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