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- 23. November 2011 2 Min.

Gegen Diskriminierung von Homosexualität: Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier (Bild: DWEKD / DW Baden)
In einem Schreiben an den grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck hat das Diakonische Werk klärende Gespräche mit den selbsternannten Homoheilern der "Offensive Junge Christen e.V." und des "Weißen Kreuz e.V." angekündigt. Dabei soll u.a. geklärt werden, ob die Tätigkeit beider Organisationen den Vorschriften der Diakonie genügen.
In dem Brief an Beck verweist Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier explizit auf die Möglichkeit des Ausschlusses der Organisationen hin - auch wenn das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland laut Satzung nicht befugt sei, Weisungen zu geben oder in die Arbeit der Mitglieder einzugreifen. Ein Ausschluss könne aber erfolgen, wenn Mitgliedsorganisationen "nicht mehr in Verbindung zur diakonischen oder volksmissionarischen Arbeit ihrer Kirche stehen". In dem Schreiben von Oberkirchenrat Stockmeier heißt es weiter: "Ich kann Ihnen versichern, dass ich auch weiterhin dafür eintreten werde, dass es keine Diskriminierung von Homosexuellen in Kirche und Diakonie geben darf."
Beck: Homoheiler sind höchstgradig gefährlich
In einer Presseerkläriung begrüßte der grüne Bundestagabgeordnete die "große Ernsthaftigkeit, mit der die Diakonie sich mit der Homosexuellenfeindlichkeit und fragwürdigen Angeboten einer kleinen Zahl ihrer Mitgliedsorganisationen auseinandersetzt". Dies verdiene Respekt.
Homophobe Therapien dürften unter dem Dach der Diakonie und der Evangelischen Kirche Deutschland keinen Platz finden, forderte Volker Beck. "Die unter anderem von der Organisation Offensive Junger Christen und dem Weißen Kreuz propagierten Therapien zur vermeintlichen Heilung von Schwulen und Lesben sind höchstgradig gefährlich", erklärte der grüne Politiker. "Schwere Depressionen, zentrale Selbstwertprobleme bis hin zum Suizid sind häufig die Folge."
Mit Seelsorge habe dies nichts zu tun, so Beck. Die Diakonie dürfe derartige Praktiken unter ihrem Dach nicht dulden, "sonst steht der gute Ruf ihrer fachlich-herausragenden Arbeit auf dem Spiel". (cw)
Links zum Thema:
» Der Brief der Diakonie an Beck als PDF














