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Kommentare zu:
Tiziano Ferro: Coming-out war "bester Schritt meines Lebens"


#1 Geert
  • 11.12.2011, 13:14h
  • Italien ist DAS westeuropäische Land, in denen es den Schwulen auch noch im Jahre 2011 dreckig geht. Wie homophob diese Gesellschaft ist, kann man selbst als schwules Paar erleben, wenn man bestimmte italienische Restaurants in Deutschland besucht, wo man dann die Abneigung deutlich zu spüren bekommt. Italien ist weiterhin eine Machogesellschaft, wo die Männer immer noch meinen, ständig die Frauen anbalzen zu müssen. Werden Schwule in Italien oder in deutschen italienischen Restaurant dennoch mal freundlich behandelt, will man nur an ihr Geld. Ausnahmen bestätigen natürlich wie überall die Regel.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.12.2011, 13:48h
  • Hoffentlich macht Tiziano bald wieder Musik, denn sein Song "Perdono" ist schon einige Zeit her.
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#3 seb1983
  • 11.12.2011, 13:56h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Also tatsächlich siehts für Schwule in Italien für europäische Verhältnisse schlecht aus.
    Um in einem italienischen Restaurant hier oder dort unfreundliche bedient zu werden muss man aber nicht unbedingt schwul sein, das können die auch so ganz gut und wollen trotzdem dein Geld
    Schlimmer noch: Auch der Besitzer der deutschen Currywurst-Bude um die Ecke ist selten wirklich menschlich an dir interessiert sondern will in aller Regel auch nur dein Geld
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#4 Geert
#5 seb1983
  • 11.12.2011, 14:15h
  • Antwort auf #4 von Geert
  • Das ist eben ein Mentalitätsunterschied, ich kenne Italien recht gut und spreche die Sprache auch. Gefühlsausbrüche sind da an der Tagesordnung und werden auch so gezeigt.
    Der Asiate würde noch freundlich und neutral lächeln während du ihm die Hand abhackst.
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#6 NichiAnonym
  • 11.12.2011, 14:32h
  • "...."Ich bin gläubiger Katholik. Und ich wuchs in einem Land auf, wo Kleriker und Politiker täglich im TV behaupten, dass Homosexualität böse sei", sagte der Sänger in Richtung Vatikan. ..."

    Hier eine Variante:

    Kommunist, Katholik und ein Lieblingsfeind Berlusconis

    Nichi Vendola ist einer der ersten italienischen Politiker, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekannten. Dennoch brachte er es im traditionell katholisch dominierten Süditalien zu großer Popularität.

    1972 trat Vendola dem Jugendverband der KPI bei, dessen Sekretariat er von 1985 bis 1988 angehörte. 1990 wurde er Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Italiens (KPI). 1991 beteiligte er sich an der Gründung der Rifondazione Comunista. Als Parlamentsabgeordneter arbeitete Vendola in der Kommission zur Bekämpfung der Mafia. Bekannt wurde er überdies durch sein Engagement in der Liga gegen Aids und im schwul-lesbischen Kulturverband ARCIgay. Als gläubiger Katholik ist Vendola seit langem mit der christlichen Friedensbewegung verbunden. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört weiterhin der Einsatz für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Behinderten, psychisch Kranken und Gefangenen.

    de.wikipedia.org/wiki/Nichi_Vendola
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#7 Geert
#8 queer archivAnonym
  • 11.12.2011, 15:11h
  • Antwort auf #6 von Nichi
  • Italien: Homo gewinnt Vorwahlen

    www.queer.de/detail.php?article_id=2324

    Damit gelangte durch das Votum der Basis erstmals ein Kommunist an die Spitze eines Mitte-links-Bündnisses. Aus der Regionalwahl vom 3./4. April 2005 ging Vendola siegreich als neuer Präsident von Apulien hervor. Am 28./29. März 2010 wurde er im Amt bestätigt.

    Besonders die jungen Italiener verbinden viele Hoffnungen mit ihm. Sie mögen Vendola, weil er unkonventionell auftritt und genauso unkonventionell lebt. Er ist gläubiger Katholik und Homosexueller, er ist links, aber nicht von gestern. Apulien steht, seitdem Vendola regiert, deutlich besser da als andere Regionen des Südens: Umweltschutz und Mülltrennung sind keine Fremdwörter, ebenso wie nachhaltiger Tourismus. Und die Mafia ist nicht so mächtig wie in Kalabrien oder Kampanien. Lokale Traditionen werden gepflegt, gleichzeitig bieten selbst in den abgelegensten Dörfern die Kommunen den Bürgern freies Internet.

    Die taz zitierte Vendola im Oktober 2011 mit den Worten:

    „In Italien nennt man die politische Klasse eine "Kaste", das ist falsch.

    Die Politik ist nur der Wachposten des internationalen Finanzbusiness.

    Die alte radikale Linke hat sich genauso überlebt wie die reformistische.

    Was ich will, ist eine neue postideologische, pluralistische, populäre Linke, die sich vor allem auf das Neue, auf die Jungen und ihre Sprache einlässt."
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#9 EnyyoAnonym
  • 11.12.2011, 15:39h
  • Antwort auf #6 von Nichi
  • Das betrifft nicht nur Vendola sondern auch Ferro (bzw. alle katholischen Schwulen): schliessen sich "gläubiger Katholik" und "selbstbewußter Homosexueller" nicht per se aus?

    Christ sein ist grundsätzlich gut und schön aber ausgerechnet die vom Selbsthass und alten Ideologien bestimmte Variante aus Rom?
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#10 VoyagerAnonym
#11 remixbeb
#13 LuxuriaAnonym
  • 11.12.2011, 17:53h
  • Antwort auf #9 von Enyyo
  • Er ist Christ in Italien!

    Vladimir Luxuria (* 24. Juni 1965 in Foggia, Italien als Wladimiro Guadagno) ist eine italienische Schriftstellerin, Schauspielerin, Fernsehdarstellerin und ehemalige Politikerin.
    Sie war vom 21. April 2006 bis zum 28. April 2008 für den Partito della Rifondazione Comunista Abgeordnete des italienischen Parlaments.[1] Sie war das erste bekannte Mitglied eines europäischen Parlamentes, das öffentlich als Transgender auftrat.

    de.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Luxuria

    Vladimir schreibt:

    Doch wir dürfen uns dabei auf keinen Fall dazu verleiten lassen, die religiöse Frage abstrakt, idealistisch, „von Vernunft wegen“, außerhalb des Klassenkampfes zu stellen, wie das radikale Demokraten aus der Bourgeoisie häufig tun. Es wäre unsinnig, zu glauben, man könne in einer Gesellschaft, die auf schrankenloser Unterdrückung und Verrohung der Arbeitermassen aufgebaut ist, die religiösen Vorurteile auf rein propagandistischem Wege zerstreuen.

    Es wäre bürgerliche Beschränktheit, zu vergessen, dass der auf der Menschheit lastende Druck der Religion nur Produkt und Spiegelbild des ökonomischen Drucks innerhalb der Gesellschaft ist. Durch keine Broschüren, durch keine Propaganda kann man das Proletariat aufklären, wenn es nicht durch seinen eigenen Kampf gegen die finsteren Mächte des Kapitalismus aufgeklärt wird. Die Einheit dieses wirklich revolutionären Kampfes der unterdrückten Klasse für ein Paradies auf Erden ist uns wichtiger als die Einheit der Meinungen der Proletarier über das Paradies im Himmel.

    Das ist der Grund, warum wir in unserem Programm von unserem Atheismus nicht sprechen und nicht sprechen dürfen; das ist der Grund, warum wir den Proletariern, die noch diese oder jene Überreste der alten Vorurteile bewahrt haben, die Annäherung an unsere Partei nicht verwehren und nicht verwehren dürfen.

    Die wissenschaftliche Weltanschauung werden wir immer propagieren, und die Inkonsequenz irgendwelcher „Christen“ müssen wir bekämpfen; das bedeutet aber durchaus nicht, dass man die religiöse Frage an die erste Stelle rücken soll, die ihr keineswegs zukommt, dass man eine Zersplitterung der Kräfte des wirklich revolutionären, des ökonomischen und politischen Kampfes um drittrangiger Meinungen oder Hirngespinste willen zulassen soll, die rasch Jede politische Bedeutung verlieren und durch den ganzen Gang der ökonomischen Entwicklung bald in die Rumpelkammer geworfen werden.

    www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1905/12/religion.html
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#14 PopiAnonym
#15 pisaAnonym
#16 DaveAnonym
  • 12.12.2011, 05:45h

  • Das ist mal wieder der übliche Schwachsinn von foxxy. Das kennen wir doch alle schon.
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#17 DagmerAnonym
#18 FoXXXynessEhemaliges Profil
#19 Geert
  • 12.12.2011, 19:55h
  • Antwort auf #14 von Popi
  • Italien ist von den Alpen bis Rom ein westeuropäisches Land, in denen sich das schwule Leben so gut wie nicht von dem in Paris, Berlin und Zürich unterscheidet. Bologna ist extrem liberal und kann mit deutschen und niederländischen Großstädten verglichen werden. Rom ist das Zentrum des Schwulseins mit einem eigenen Schwulenviertel. Südlich von Rom beginnt der Süden (einige sagen: Afrika!). Dort gibt es noch die Blutrache, die Mafia, dort gehen die "Hetero"männer, die eigentlich bi sind, zu Transvestiten, die dort massenweise herum laufen und lassen sich einen blasen und reden sich dabei ein, sie hätten Sex mit einer Frau. Weiter gibt es südlich von Rom schwulen Sex überwiegend nur für Geld und noch weiter im Süden, in Sizilien, haben die Männer seit Jahrhunderten aufgrund des arabischen Einflusses pädophile Neigungen. Die italienischen Schwulenorganiationen veröffentlichen Listen von Städten, die entweder liberal oder total homophob sind. Am homophobsten geht es zu in Kalabrien und Sizilien. Von dort kommen oft die Macho-Kellner in den italienischen Restaurants in Deutschland mit ihren dumpfen Vorurteilen.
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#21 JohnnyAnonym

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