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US-Wahlkampf
Republikaner machen Stimmung gegen Schwule
- 12. Dezember 2011 4 Min.

Newt Gingrich gilt derzeit als aussichtsreichster Kandidat im Feld der Repulikaner
Drei Wochen vor dem Start der Vorwahlen in den USA versuchen die republikanischen Kandidaten, mit verbalen Attacken auf Homo-Rechte konservative Stimmen zu sammeln.
Von Dennis Klein
Am 3. Januar 2012 findet im ländlichen Iowa die erste Vorwahl für die republikanische Präsidentschaftskandidatur statt, in den Wochen darauf folgen New Hampshire, South Carolina und Florida. Traditionell positionieren sich die Kandidaten konservativer als in der im November stattfindenden Präsidentschaftswahl, bei der sie Barack Obama ablösen wollen.
Als Favoriten für die Nominierung gelten augenblicklich der frühere Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Newt Gingrich, und der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Beide verweisen darauf, dass sie seit Jahren gegen Homo-Rechte mobil machten. Zwar musste Romney als Gouverneur mitansehen, wie die Ehe für Schwule und Lesben in Massachusetts nach einer Entscheidung des obersten Gerichtshofes geöffnet werden musste. Er kämpfte aber bis zum Ende gegen die gleichgeschlechtliche Ehe - indem er sich etwa auf ein längst vergessenes Gesetz aus dem Jahr 1913 berief, dass ursprünglich interrassische Ehen erschweren sollte (queer.de berichtete).
Gingrich hat in seinem Wahlkampf immer wieder darauf hingewiesen, dass er Schwulen und Lesben keine "Sonderrechte" gewähren wolle. Mit Blick auf die Ehe-Öffnung im Bundesstaat New York sagte er etwa auf einer Wahlkampfveranstaltung, dass das Land von "furchtbarer Verwirrung" befallen sei. Der zweifach geschiedene Politiker betont stets "Family values", die von Homosexuellen bedroht werden würden. Dass Gingrichs eigene Halbschwester lesbisch ist, scheint den 68-Jährigen nicht weiter zu stören. Candace Gingrich-Jones spricht sich deshalb öffentlich gegen ihren Bruder aus. In einer Fernsehsendung im Nachrichtensender MSNBC empfahl sie, Barack Obama wiederzuwählen.
Perry klagt: Schwule im Militär, aber kein Gebet in Schulen

Rick Perry will sich als der christlichste Kandidat etablieren - Homo-Rechte sind für ihn unchristlich (Bild: Wiki Commons / Robert Scoble / CC-BY-2.0)
Als besonders homofeindlich hat sich der ehemalige Favorit Rick Perry etabliert. Der Gouverneur von Texas hat nach mehreren misslungenen Auftritten an Popularität verloren, will nun aber mit besonders religiösen und konservativen Themen die ländlichen Primary-Staaten erobern. In einem neuen Wahlkampfvideo kritisiert er deshalb das Ende des Homo-Verbots im US-Militär als unchristlich: "Ich schäme mich nicht dafür zuzugeben, dass ich ein Christ bin", beginnt er den 30-Sekünder. "Aber man muss nicht jeden Sonntag in der Kirche sein, um zu sehen, dass etwas in unserem Land falsch läuft: Schwule können offen im Militär dienen, aber unsere Kinder können nicht offen Weihnachten feiern oder in der Schule beten."
Nur noch Außenseiterchancen werden den anderen Kandidaten eingeräumt - von denen manche selbst unter Konservativen als zu populistisch in der Homo-Frage gelten: Die schrille Tea-Party-Ikone Michele Bachmann hat Homosexualität als "Teil Satans" bezeichnet (queer.de berichtete). Der tiefkatholische Kandidat Rick Satorum weist ohne Unterlass auf den moralischen Verfall hin, den Homosexuelle verursachen würden.

Mitt Romney liegt unter Republikanern derzeit knapp hinter Gingrich auf Rang zwei
Als etwas schrulliger Kandidat ist der Radikalliberale Ron Paul im Rennen - ihm werden je nach Umfrage zehn bis 15 Prozent zugetraut, allerdings gilt es als so gut wie ausgeschlossen, dass sich der Kongressabgeordnete im Feld der Konservativen durchsetzt. In der Homo-Frage ist Paul zwiespältig: So unterstützte er den "Defense of Marriage Act", der die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehe durch Washington verbietet. Später erklärte er in Interviews, dass der Staat sich nicht in private Beziehungen einmischen sollte. Er äußerte aber auch Bedenken, dass bei einer Ehe-Öffnung Homosexuelle ihre Lebensweise anderen "aufdrängen" könnten. In manchen Fragen votierte er jedoch mit den Demokraten für Homo-Rechte: So war er einer der wenigen Republikaner im Repräsentantenhaus, der 2010 für das Ende von "Don't ask, don't tell" im US-Militär stimmte.
Laut Umfragen ist Mitt Romney für Obama der gefährlichste Gegner. Romney gilt als gemäßigt und hat sich in der Vergangenheit als sehr wandlungsfähig erwiesen. Er könnte demnach besser nicht parteigebundene Wähler erreichen als Newt Gingrich, der viel mehr als Hassobjekt taugen würde. Allerdings sind die amerikanischen Wähler traditionell sehr sprunghaft. Die Wiederwahl von Obama dürfte daher besonders abhängen von der wirtschaftlichen Entwicklung und von der Frage, ob es der Präsident schafft, seine enttäuschten Kernwähler von 2008 wieder zu aktivieren.














Es gibt ja Weine für die man -mehr oder weniger treffend - sagen könnte, "..aus mehreren Ländern der [heutigen] Europäischen Gemeinschaft".
Und Staaten, deren Population sich aus Menschen zusammensetzt, deren Vorfahren einst aus diesen Ländern kamen.
Nun leerte Gingrich so eine Flasche wohl auf Ex:
Palästinenser sind ein "erfundnes Volk".
www.haaretz.com/news/international/gingrich-defends-assertio
n-that-palestinians-are-an-invented-people-1.400764
www.ftd.de/politik/international/:us-wahlkampf-gingrich-nenn
t-palaestinenser-erfundenes-volk/60141248.html
Die sind da krass am "spin"nen, die doctors.
Der Hintergrund:
Die Erfindung des jüdischen Volkes - Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand
www.fr-online.de/literatur/historiker-shlomo-sand-es-gibt-ke
in-juedisches-volk,1472266,2750060.html
www.youtube.com/watch?v=J2NPNRWq2x8