Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?15573

Lesbische und schwule Christen werden nicht in allen Landeskirchen willkommen geheißen

53 Pfarrer aus der Region Leipzig haben einen Offenen Brief an ihre Landeskirche unterschrieben, in dem sie die innerkirchliche Gleich­behandlung von Schwulen und Lesben fordern.

Die Geistlichen verlangen unter der Überschrift "Auch unter Christen - Liebe zum gleichen Geschlecht", dass die Kirche Schwule und Lesben nicht mehr benachteiligt und insbesondere homo­sexuellen Pfarrern erlaubt, mit ihren Partner im Pfarrhaus zu leben. "Wir stellen fest: Homosexualität ist keine Krankheit und von einer homo­sexuell gelebten Partnerschaft geht für niemanden eine Gefahr aus", heißt es in dem Brief. Homo­sexuelle Menschen seien "von Gott als schwul oder lesbisch geschaffen" und sehnten sich wie andere Menschen auch nach "Liebe, Treue und Verlässlichkeit".

- Werbung -

Streit innerhalb der evangelischen Kirche

Die Unterzeichner loben das Institut der eingetragenen Lebenspartnerschaft und äußern den Wunsch, dass die Segnung von Homo-Paaren und eine offene gleichgeschlechtliche Beziehung für Pfarrer auch in Sachsen möglich wird. In diesen Fragen ist die evangelische Kirche in Deutschland derzeit jedoch heillos zerstritten. So haben etwa die Kirchen in Mitteldeutschland und Bayern erst vor rund einem Jahr homosexuellen Pfarrern erlaubt, mit ihrem Partner im Pfarrhaus zu wohnen. In anderem Regionen müssen Pfarrer dagegen ihre Homosexualität geheim halten oder die Entlassung fürchten. So musste vor wenigen Monaten ein evangelischer Pfarrer seine Gemeinde in der württembergischen Landeskirche aufgeben, weil er mit seinem Partner zusammenleben wollte - die liberalere Landeskirche Hessen-Nassau gewährte ihm schließlich Asyl (queer.de berichtete).

Teilweise ist die Debatte um Homosexualität unter den Protestanten äußerst schrill: So erklärte Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Günther Beckstein in seiner Funktion als Mitglied des EKD-Präsidiums, dass Homosexualität "ohne Ausnahme" zu verurteilen sei (queer.de berichtete). Die evangelische Bekenntnisbewegung behauptete sogar, dass Gottesdienste für Schwule und Lesben während des CSDs zur "Schändung von Menschen" beitrügen (queer.de berichtete).

Auch auf der Website des Kirchenbezirks Leipziger Land, auf der der offene Brief zu lesen ist, hagelt es in Kommentaren Kritik: So erklärte ein User, dass sich Homosexuelle "effektvoll und theatralisch in eine vermeintliche Opferrolle" hineinsteigerten und eine "innerkirchliche Gesinnungsdiktatur" oder "Homokratur" anstrebten. Ein anderer warf den Autoren des Offenen Briefes vor, Sünde zu unterstützen. (dk)

-w-

-w-

-w-

#1 Geert
  • 16.12.2011, 17:17h
  • Solche hasserfüllten Leserbriefe gibt es erstaunlicherweise überall: in katholischen und evangelischen Medien, aber auch in nicht-religiösen Zeitungen und Internetforen.
    Offensichtlich ist Homosexualität deshalb ein Reizthema, weil mehr Menschen als man denkt auf homosexuelle Reize reagieren.
    Zu den evangelikalen Medien ist zu sagen, dass sie bei vielen rechtgerichteten Menschen eine Alternative zur Mitgliedschaft in rechten Parteien sind. In die NPD einzutreten traut man sich nicht, weil der Verfassungsschutz diese Partei -zurecht- beobachtet. In Internetforen wie kreuz.net oder kreuzgang.org aber darf man hemmungslos seine rechte Gesinnung kundtun.
  • Direktlink »
#2 am randeAnonym
  • 16.12.2011, 17:26h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • Die teilen sich die Einflußsphären auf.

    In besseren Kreisen

    Recherchen zum früheren Umfeld der Terrorclique NSU in Jena (Thüringen) enthüllen Verbindungen in Teile des bundesdeutschen Establishments. So wird der mutmaßliche NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben von einer Anwältin verteidigt, die vor rund zehn Jahren seine Stellvertreterin im Jenaer Kreisverband der NPD gewesen sein soll. Ein Kollege aus ihrer Kanzlei ist gemeinsam mit renommierten Politikern aus Baden-Württemberg, darunter ein ehemaliger Landesminister, für eine angesehene Kulturstiftung tätig, ein anderer war Frontmann einer Rechtsrock-Band, deren Songs der NSU als Hintergrundmusik für ein Terrorvideo benutzte. Die Neonaziszene in Jena unterhielt Ende der 1990er Jahre, als der NSU in den Untergrund ging, auch Kontakte zu studentischen Burschenschaften. Dies galt insbesondere für die Burschenschaft Normannia Jena, die eine Zeitlang das von Wohlleben gepachtete "Braune Haus" nutzte. Sie war mehrere Jahre lang in einem burschenschaftlichen Verband organisiert, dem CDU-Politiker, aber auch in Italien verurteilte Südtirol-Terroristen angehören.
    Mehr:

    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58225?PHPSESSID=1e
    igoocppc5t5qf9mjrjni8760
  • Direktlink »
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.12.2011, 19:06h
  • Die evangelischen Pfarrer haben wenigstens Eier in der Hose, die katholischen nicht. Denen würde das im Traum nicht einfallen!
  • Direktlink »