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Sexualhygiene
Abspritzen, Ausruhen, Abwaschen
- 17. Dezember 2011 2 Min.

Bücken ist erlaubt, Einseifen ein Muss: Unter der Vorhaut fühlen sich Bakterien besonders wohl (Bild: Jerry7171 / flickr / by-sa 2.0)
Es fängt mit der Hygiene an: Einige Tipps zur Intimpflege für schwule Männer.
Von Carsten Weidemann
Die tägliche Reinigung deiner Geschlechtsorgane mit warmem Wasser und das Entfernen des Smegmas unter der Vorhaut mit einer ph-neutralen Seife, das solltest du dir angewöhnen. Auch wenn man noch so sehr auf Dirtysex mit "Stinknillen" steht. Gerade wenn man unbeschnitten ist, gilt diese erste Hygieneregel. Mediziner vermuten ein höheres Risiko für Peniskrebs, wenn man sein bestes Stück vernachlässigt. Unter der Vorhaut fühlen sich die Bakterien nämlich besonders wohl. Das heißt aber nicht, dass Beschnittene darauf verzichten können. Die Reinigung ist auch hier wichtig. Gut abtrocknen nach dem Duschen, besonders in den Falten, damit die Feuchtigkeit keinen neuen Nährboden für Bakterien bietet.
Manche Reinheitsfanatiker springen ja, nachdem sie abgespritzt haben, sofort auf, um sich mit der Küchenpapierrolle zu reinigen. Als sei Sperma etwas Ätzendes. Das ist mitunter sehr unromantisch und zerstört die kuschelige Stimmung. Wir plädieren stets für ein relaxtes Ausklingen nach dem Sex. Aber wir wollen nicht verschweigen, dass sich Sperma unter der Vorhaut sehr schnell zersetzt und dann einen sehr eigenen, müffelnden Geruch entwickelt. Nach mehreren Stunden stinkt es ordentlich nach Fisch. Also die folgende Reihenfolge beachten: Abspritzen, Ausruhen, Abwaschen.
Intimdeos und besondere Waschlotionen sind unnötig
In manchen Drogeriemärkten findet man spezielle Waschlotionen für "untenrum". Die sind aber in der Regel nicht notwendig, da sie nicht besser oder schlechter reinigen wie übliche Reinigungslotionen oder Duschgele. Basische Seifen mit einem hohen ph-Wert können die empfindliche Haut der Eichel reizen. Intimdeos sind ebenfalls unnötig. Vor allem, wenn man ein Date hat. Viele Männer fahren gerade auf den männlichen Schweißgeruch mit seinem ganz eigenen Aroma im Schritt ab und wollen ihre Nase nicht in einen Parfümflakon stecken.
Und was zieht man an? Trockene und lockere Kleidung ist sinnvoll. Sehr enge Jeans bieten zwar einen knackigen Anblick, doch sie erzeugen auch einen Wärmestau in den Hoden und sorgen im Sommer, wenn man viel schwitzt, für ideale Lebensbedingungen von Hautpilzen.
Hat man mal einen Hautpilz erwischt, der sich gern in der Leistengegend einnistet, kann man ihn mit einem Antimykotikum, das es frei in der Apotheke zu kaufen gibt, innerhalb einer Woche beseitigen. Teebaumöl hilft als natürliches Mittel. Ebenfalls unterstützend wirkt Calendulasalbe und eine Ernährung mit wenig Eiweiß. Damit der Pilz nicht vom Körper ins Handtuch und wieder zurück auf die Haut wandert, sollten Handtücher nur einmal genutzt und bei 60 Grad gewaschen werden.















Das bildet sich doch nur wenn man Tage lang nicht geduscht hat..