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- 23. Dezember 2011 2 Min.

Ein Taufbecken (Bild: Wiki Commons / Uwe Barghaan / CC-BY-3.0)
In der spanischen Provinz Jaén hat sich ein Priester geweigert, eine Taufe durchzuführen, weil einer der von den Eltern vorgesehen Paten schwul ist und in einer Partnerschaft lebt. Der Vorfall aus der Stadt Huelma vom letzten Wochenende schlägt jetzt in Spanien hohe Wellen.
Zu dem Vorfall kam es, als das Paar Details der Taufe mit dem Priester Manuel Garcia absprach. Der Priester fragte das Paar, ob der vorgesehene Taufpate Francisco Jimenez getauft und konformiert ist und fragte auch nach seinem Ehestatus. Das Paar überreichte dem Priester daraufhin sogar die Eheurkunde von Jimenez - aus der ersichtlich wurde, dass er mit einem Mann verheiratet ist.
Der Priester lehnte daraufhin die Patenschaft ab, das Kind wurde schließlich mit zwei Fremden als Paten getauft. Die Eltern wollen das nicht verstehen: Jimenez ist gläubiger Katholik und war gar in der Caritas und als Katechist aktiv. Das Paar wünscht sich auch, dass Jimenez sich um das Kind kümmert, sollte ihnen etwas zustoßen - wie es früher fürs Patenamt vorgesehen war.
Der Priester verteidigte sich, er habe nicht anders handeln können, da der geplante Pate "strikt unmoralisch und entgegen dem Naturgesetz" lebe. Würde er seine sexuelle Orientierung nicht ausleben, hätte es kein Problem gegeben.
Im kanonischen Recht der katholischen Kirche heißt es, ein Pate müsse "katholisch und gefirmt sein sowie das heiligste Sakrament der Eucharistie bereits empfangen haben. Auch muß er ein Leben führen, das dem Glauben und dem zu übernehmenden Dienst entspricht." Das Patenamt, das in der Bibel noch unbekannt ist, umfasst unter anderem eine Begleitung und Bezeugung der Taufe.
Die katholische Kirche kämpft in Spanien seit Jahren besonders stark gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben, mit kräftiger Unterstützung des Papstes. Es gibt Befürchtungen, die neue konservative Regierung könnte die Ehe-Öffnung wieder abschaffen (queer.de berichtete). Ansonsten sorgen immer wieder kleine Fälle von Diskriminierungen für Schlagzeilen, so wurde kürzlich einer Lesbe in Valencia die Kommunion verweigert. (nb)















andereseits fänd ichs auch konsequenter, wenn Schwule ihrerseits die Kirche und ihre Sakramente boykottieren.... also austreten.
Ehen werden im Standesamt geschlossen, Kinder werden dort registriert.... die kirchliche Folklore dazu braucht man nicht.