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  • 03. Januar 2012 31 2 Min.

Die Mädels im Schminkkampf...

Eine Fernsehwerbung für Tampons sorgt in Neuseeland für Aufregung, weil sie nach Ansicht von Aktivisten Trans­sexuelle beleidigt – die verantwortliche Firma hat die Ausstrahlung des Spots inzwischen gestoppt.

Der 30-sekündige Film zeigt, wie eine weibliche Transperson und eine biologische Frau in der Damen-Toilette vor einem Spiegel Make-up auftragen. Das Schminken entwickelt sich schnell zu einem Konkurrenzkampf, bis die biologische Frau Tampons der Marke "Libra" aus ihrer Tasche zieht – was bei ihrem Gegenüber zu Missfallen führt.

Manche Aktivisten bezeichnen diese Werbung als Angriff auf Transpersonen, die in der Gesellschaft bereits mit Vorurteilen zu kämpfen hätten: "Der Spot ist beleidigend, weil er im Prinzip aussagt, dass nur Frauen, die eine Regelblutung haben, echte Frauen sind", erklärte Cherise Witehira von der Transgruppe Agender NZ gegenüber dem "New Zealand Herald". "Natürlich können wir nicht menstruieren. Aber wir fühlen uns trotzdem als Frauen." In der Werbung werde außerdem der Unterschied zwischen Mann-zu-Frau-Trans­sexuellen und Drag Queens verwischt. Das verstärke das Vorurteil, dass trans­sexuelle Frauen in Wirklichkeit Drag Queens seien – also mehrheitlich Schwule, die das Verhalten von Frauen in einem künstlerischen Umfeld imitieren.

Auf der Facebook-Seite des Tampon-Unternehmens haben bereits mehrere Frauen einen Boykott der Marke angedroht. Der Werbespot, schreiben manche, sei auch beleidigend für Frauen, die aufgrund von Krankheiten keine Regelblutung haben könnten.

Youtube | Der kritisierte Werbespot

- Werbung -

Libra entschuldigt sich

Die produzierende Firma hat die Ausstrahlung des Spots nach der heftigen Kritik am Dienstag eingestellt und sich in einer Pressemitteilung bei jenen Menschen entschuldigt, die sich angegriffen fühlten: "Diese Werbung sollte nicht anecken. Wir haben sie vorher durch unabhängige Agenturen testen lassen und positive Feedbacks erhalten", schreibt Libra. Man werde die Reaktionen in künftigen Werbekampagnen berücksichtigen.

In angloamerikanischen Ländern haben Trans-Aktivisten immer wieder die Darstellung von Transpersonen kritisiert. So läuft in den USA die Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) gegen eine neue Comedy-Serie Sturm, in der sich zwei Männer als Frauen verkleiden, um an einen Job zu kommen (queer.de berichtete). Die erste Folge von "Work It" soll trotz der Kritik am Dienstagabend im Network ABC ausgestrahlt werden. Kritiker haben die Sitcom jedoch im Vorfeld fast ausnahmslos negativ bewertet und erwarten eine schnelle Absetzung. So schreibt die Tageszeitung "USA Today", "Work It" sei "geschmacklos mit schlechten Schauspielern, schlechten Drehbüchern, schlechten Regisseuren, schlechter Beleuchtung und schlechter Kostümierung". (dk)

-w-

#1 VorurteileAnonym
  • 03.01.2012, 13:42h
  • "Drag Queens seien - also Schwule"

    Diese Tussi von der Aktivistengruppe hat doch selber Vorurteile. Wer Transvestiten ( die sie verallgemeinernd Drag Queens nennt) pauschal mit Schwulen gleichsetzt hat doch keine Ahnung.

    Es gibt genauso Bisexuelle und Heterosexuelle die Transvestismus betreiben. Manche weil sie auf Frauen stehen und das auf sich projizieren
    ( spielerisch als Frau wahrgenommen zu werden) und sic entsprechend verkleiden, manche als Fetsich. Z.B. die bisexuellen DWT Träger.

    "Transvestitismus ist unabhängig von der sexuellen Orientierung und kommt sowohl unter Heterosexuellen als auch unter Homosexuellen vor."

    de.wikipedia.org/wiki/Transvestitismus

    Sich über Transphobie aufregen, aber selber homophob sein, toll Frau Witheria.
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#2 AndreasAnonym
  • 03.01.2012, 14:20h
  • Antwort auf #1 von Vorurteile
  • "Transvestitismus ist unabhängig von der sexuellen Orientierung und kommt sowohl unter Heterosexuellen als auch unter Homosexuellen vor"

    Auch DAS sollte die Presse in ihren Artikeln erwähnen wenn sie über CSD`s berichten.
    Sonst wird üblicherweise von Schwulenparaden geschrieben und direkt darunter ein Bild von einem Transvestiten, Drag Queen oder Transgender gezeigt.

    Sie decken zwar medial das Thema Trans ab ( im Rahmen ihrer Fotoserien), aber nennen es "Schwulenparade",
    anstatt den Lesern zu erklären das der CSD für alle Menschen ist jenseits der Heteronorm. Also auch für Lesben und Transpersonen.

    So wird seitens der Medien männliche Homosexualität zwar benannt, aber praktisch negiert in dem den Lesern impliziert wird das Schwule insgeheim angeblich Frau sein, Brüste haben wollen usw...

    Die Art der Berichterstattung über CSD`s wie sie in Deutschland stattfindet ist für alle beteiligten CSD Gruppen schlecht und zeugt von Unwisseheit, schlechter Recherche, willentlicher Beeinflussung der Leser, Homophobie und Transphobie.
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#3 CarstenFfm
  • 03.01.2012, 14:39h
  • Wenn man will, kann man sich auch über alles aufregen.

    Kürzlich hab ich im TV eine Transfrau gesehen, die das ganz praktisch fand, dass sie keinen Stress mit Menstruation hat.
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