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"Die Zeiten ändern sich. Twingo auch." Dieser Slogan ist die zentrale Botschaft eines neuen, netten Werbespots des französischen Automobilherstellers Renault für den erneut aufgepeppten Twingo II. In dem 30-Sekunden-Clip, Teil einer Serie von insgesamt drei Werbefilmen, fährt ein Vater mit seiner erwachsenen Tochter zu seiner eigenen Hochzeit – der mit einem anderen Mann:

Entwickelt wurde die Kampagne von der Pariser Agentur Publicis conseil. Doch bereits 2008 warb Renault in Frankreich schon einmal mit einem queeren Spot für den Twingo: Damals war ein junger Autofahrer zu sehen, der seinen Papi zufällig in Drag vor einem Nachtclub entdeckt. "Gut in seiner Zeit, gut in seinem Twingo", lautete damals der ebenfalls positive Slogan:

In Italien wiederum wurde Ende 2010 ein Twingo-Spot gleich von mehreren TV-Sendern zensiert, nur weil darin zwei halbnackte Frauen beim Knutschen zu sehen waren (queer.de berichtete):

-w-

#1 benzAnonym
  • 09.01.2012, 19:15h

  • Passt in unsere Gesellschaft und wie Männer und Frauen unterschiedlich wahrgenommen werden. Das männliche Pärchen alt und keusch im Anzug und das weibliche Pärchen jung und halbnackt in Softporno Pose. Und das nennt sich fortschrittliche Werbung...lächerlich.
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#2 SebiAnonym
  • 09.01.2012, 20:14h
  • Antwort auf #1 von benz
  • Naja, genauso werden ja auch Männer in Werbung oft halbnackt gezeigt.

    Aber zu einer Hochzeit (egal ob Homo oder Hetero) passen Hochzeitsklamotten nun mal besser als halbnackte Körper.

    Man kann nicht alles in einen einzigen Spot reinzwängen und ich danke Renault für die tollen GLBT-Spots.
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#3 finkAnonym
  • 09.01.2012, 20:18h
  • Antwort auf #1 von benz
  • und wenn das schwule pärchen jung und betont sexy dargestellt worden wäre - dann hätte sich hier jemand aufgeregt, weil das klischee der sexbesessenen schwulen gefördert werde.

    an sich gebe ich dir aber recht. ich würde sogar weitergehen und behaupten, dass eine traditionelle ehezeremonie an sich nicht gerade eine wirklich funktionierende metapher für "moderne zeiten" darstellt. zielgruppe dieser werbung sind offenbar nicht WIRKLICH leute, die ihrer zeit voraus sind, sondern solche, die es sich selber gern einreden würden (und damit natürlich genau im mainstream schwimmen).

    wenn sich hier eine im weitesten sinne emanzipatorische sub-botschaft verbirgt, dann heißt sie "liebe heteros. ihr habt bemerkt, dass schwule lebensentwürfe manchmal genauso einfallslos sind wie eure eigenen. dafür dürft ihr euch jetzt gegenseitig ganz doll auf die schultern klopfen und euch einreden, das sei toleranz."

    mir ist es trotzdem noch lieber, wenn autos mit einer pseudo-toleranz-botschaft verkauft werden als mit der macho-manie, die man sonst ja ganz gern im autohandel einsetzt.
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