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Kommentare zu:
HIV-Infektion ist ein Kündigungsgrund


#1 EastXAnonym
  • 13.01.2012, 15:19h
  • irgendwie hatte ich ein anderes Urteil erwartet - ein GANZ anderes. Aber so kann man sich in der Berliner Justiz täuschen.
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#2 Avalon84Profil
  • 13.01.2012, 15:27hberlin
  • ich find das urteil in ordnung, in der pharma-industrie sollte kein positiver arbeiten. zumindest nicht in den sterilen bereich, hiv is zwar nicht über tröpfcheninfektion ansteckend aber bei medizin sollte man eher übervorsichtig sein, aber man hätte ihn lieber in ne andere abteilung versetzen sollen. und hiv ist keine behinderung sondern eine krankheit bzw ein virus. ausserdem geschah alles in der probezeit
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#3 koklAnonym
  • 13.01.2012, 15:44h
  • Krass ...
    Und wie erfährt der Arbeitgeber überhaupt davon? Auch der Betriebsarzt hat Schweigepflicht und darf nur gegenüber dem Arbeitgeber die Tauglichkeit einstufen ... Aus eigener Erfahrung weiß ich leider, dass da auch viel Mist passiert.
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#4 AndiAnonym
  • 13.01.2012, 15:46h
  • Antwort auf #1 von EastX
  • Auch ich bin äußerst entsetzt über dieses Urteil.
    Gerade unter klinisch sterilen Bedingungen ist eine Infektion erst recht nicht möglich.
    Die Argumentation läuft folglich komplett ins Leere. Aber da die Revision zugelassen wird, hoffe ich auf ein höchstrichterliches (vernünftiges) Urteil.

    Manchmal kann man echt nur den Kopf schütteln. Wahrscheinlich hat der/die Richter/in es nur wieder gut gemeint und damit leider den falschen geschützt.
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#5 Mink Anonym
#6 goddamn liberalAnonym
  • 13.01.2012, 16:41h
  • Antwort auf #4 von Andi
  • "Wahrscheinlich hat der/die Richter/in es nur wieder gut gemeint und damit leider den falschen geschützt."

    Mit uns hat es die deutsche Justiz über ihre ganze Geschichte hinweg leider zumeist alles andere als gut gemeint...

    Dessen sollte man sich schon bewußt sein...
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#7 beobachter-2Anonym
  • 13.01.2012, 16:57h
  • HIV ist keine Erkrankung. Es bestätigt sich wieder: Am besten nie testen lassen. Nur wenn man Rente haben will obwohl man gesund ist.
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#8 FeendracheProfil
  • 13.01.2012, 17:06hLeipzig
  • Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich für den Kommi ein gaanz mieses voting erhalte, aber ich finde das Urteil gut. Vor allem was den medizinischen Bereich angeht ist es zu riskant mit einer HIV-Infektion zu arbeiten. Es ist nach wie vor eine Erkrankung, ebenso wie Tuberculose oder ähnliches. In der Hinsicht MUSS man ja auch an die Sicherheit denken und wenn man es aus Sicht des Arbeitgebers betrachtet, dann ist es durchaus richtig das so entschieden wurde. Stellt euch vor ihr leitet z.B. eine eigene Therapiepraxis und einer eurer Mitarbeiter infiziert sich. wie würdet ihr verfahren um vor allem die Patienten nicht zu gefährden? Wie gesagt: ich finde es gut, auch wenn es für viele bitter sein wird
    Gruß
    Fee
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#9 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 13.01.2012, 17:33h
  • Ein HIV+ hat da nichts zu suchen. Die Kündigung ist vollkommen richtig; nicht auszudenken, wenn man wegen so eines Menschens angesteckt werden würde. Vielleicht sollte man ihn gleich wegen fahrlässiger Körperverletzung anklagen ...
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#10 Avalon84Profil
  • 13.01.2012, 17:46hberlin
  • Antwort auf #9 von eMANcipation
  • genau das mein ich ja, man kann auch keine alten leute als bodyguard einsetzen oder blinde als taxifahrer. die pharmaindustrie ist nun mal sensibel was gesundheit und hygiene angeht. zudem war der typ in der probezeit, man hätt ich auch wegen respektlosigkeit etc kündigen können. aber in der probezeit muss man sich beweisen
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#11 BurgerBerlinProfil
  • 13.01.2012, 18:50hBerlin
  • Man wundert sich über die zum Teil unsachlichen Kommentare. Der entscheidende Satz ist - "Da auf das Arbeitsverhältnis in der Probezeit das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung finde, komme es auf die soziale Rechtfertigung der Kündigung nicht an".
    In der Probezeit ist eine Nennung von Gründen nicht notwendig - sowohl auf der Arbeitnehmerseite, als auch auf der Arbeitgeberseite.
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#12 vingtans
  • 13.01.2012, 19:02h
  • ich finde das urteil auch in ordnung.

    in einigen beruflichen feldern ist eine solche viruserkrankung eben gefährlich für andere.
    nicht nur der ansteckung wegen.
    ein geschwächtes imunsystem fördert ja andere erkrankungen.
    auch wenn bei der heutigen medikamentenversorgung die gefahr weit eingedemmt ist, ein restrisiko bleibt.

    bei sachen, wo es um die eigene gesundheit geht, will man so wenig restrisiken wie möglich.

    ich hätte ungern einen chirurg mit hiv.
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#13 alexander
  • 13.01.2012, 19:29h
  • eine merkwürdig, verworrene geschichte ?

    erstens kann jeder arbeitgeber während der probezeit,"ohne angabe von gründen", kündigen !
    was also von vornherein jeden anspruch, 'auf was auch immer', ausschliesst ! und gegen keinerlei gesetz verstösst.

    [HLV ist und bleibt nun mal eine infektion, also auch eine krankheit, dass es inzwischen sehr gute möglichkeiten gibt, damit umzugehen, ist eine andere angelegenheit und hat "gottseidank" fortschritte gemacht, nach den verteufelungsaktionen in der anfangszeit !]

    und natürlich ist gerade unter laborbedingungen, kein risiko zu befürchten !

    es ist kaum vorstellbar, dass sebastian f., mit dieser begründung gekündigt wurde ? (so blöd ist keine firma, schon gar kein pharmaunternehmen !)

    vermutlich wurde seine infektion erst im rahmen der betriebsärztlichen untersuchung festgestellt und ihm als böse "überraschung" mitgeteilt. der schock ist nachvollziehbar.
    aber daraus entsteht für ihn kein rechtsanspruch, der firma gegenüber.
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#14 FoXXXynessEhemaliges Profil
#15 finkAnonym
  • 13.01.2012, 20:45h
  • Antwort auf #8 von Feendrache
  • "Stellt euch vor ihr leitet z.B. eine eigene Therapiepraxis und einer eurer Mitarbeiter infiziert sich. wie würdet ihr verfahren um vor allem die Patienten nicht zu gefährden?"

    ich würde vertrauensvoll davon ausgehen, dass er in meiner praxis keine patienten ungeschützt fickt oder mit ihnen blutsbrüderschaft feiert. alles andere wäre reine paranoia.

    mann mann mann, habt ihr wirklich ÜBERHAUPT keine ahnung davon, wie hiv übertragen wird?
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#16 finkAnonym
#17 üpöolikujzhtgrfAnonym
  • 13.01.2012, 22:12h
  • Ich schätze mal, dass das Bundesarbeitsgericht in Erfurt den Fall noch bekommt, denn das stellt das AGG und das GG auf den Kopf...
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#18 FeendracheProfil
  • 13.01.2012, 22:53hLeipzig
  • Antwort auf #15 von fink
  • Nun, ich will dir ja nicht auf den Schlipps treten Kollege, aber da ich ausgebildete Ergotherapeutin bin und darum auch einiges von medizin verstehe, kann ich dir mit sicherheit sagen das es sehr leicht ist sich über andere wege mit HIV zu infizieren.
    oder anderes beispiel: Was macht der Leiter eines Restaurants wenn er feststellt das sein Chefkoch positiv ist?
    Gruß
    Fee
    PS: ich denke es kommt auf die Branche drauf an (damit spiele ich nun NICHT auf die Porno-Industrie an! wobei es da natürlich auch ein Problem wäre mit dieser Erkranung)
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#19 JadugharProfil
  • 13.01.2012, 23:30hHamburg
  • HIV wird doch nur über sexuellem Wege über offene Wunden übertragen. Bezüglich des HIV-Virus kann der Gekündigte die pharmazeutische Firma nicht schädigen, außer er verbreitet wegen erhöhter Anfälligkeit andere Krankheitserreger. Doch auch dieses ist heute nicht mehr aktuell, da HIV-Positive schon so behandelt werden, daß sie kaum anfälliger sind als der Durchschnitt. Somit ist der Kündigungsgrund und die richterliche Entscheidung absurd. Offenbar fehlen jenen Leuten die entsprechenden medizinischen Kenntnisse, die man sich hätte einholen können.
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#20 finkAnonym
#21 axelsProfil
  • 14.01.2012, 08:50h-
  • Antwort auf #10 von Avalon84
  • hey, avalon84, lies nochmal eMANcipation#9, dann denk drüber nach, solange, bis du eMANcipation wirklich begriffen hast...

    lies mal #15

    was hier für HIV-phobe positionen vertreten werden, ist ganz schwer erträglich, da es im kern nur zeigt, wie riesig hoch das moment der entsolidarisierung der gay-community längst ist. denn die frage von solidarität ist eine, die sich ganz schnell auch auf andere themen anwenden lässt.
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#22 stromboliProfil
  • 14.01.2012, 09:29hberlin
  • Antwort auf #15 von fink
  • ich sehe jetzt die schwerpunktspraxen und das avk schließen, wo ebenfalls positive mitarbeiter die volksgesundheit zu unterminieren suchen..

    Manchmal kommt einem das frühstück wieder hoch, bei soviel ignoranter dummheit und selbstgerechtigkeit!
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#23 Fred i BKKAnonym
  • 14.01.2012, 14:12h
  • ....wenn die Firma sich wirklich Sorgen macht in der Produktion /Sterilbereich ...warum haben sie dem Mann keine andre Beschaeftigung im medikamentenferne Bereich angeboten....
    das haette ich als fair angesehen ..ab nicht ne Kuendigung.
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#24 stompinalexAnonym
  • 14.01.2012, 22:19h
  • Das Problem ist doch grundsätzlich, daß der gestzliche Kündigungsschutz in der Probezeit nicht greift. Der Arbeitgeber kann ohne Angabe von Gründen kündigen.
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#25 marioAnonym
  • 15.01.2012, 15:09h
  • Antwort auf #18 von Feendrache
  • "kann ich dir mit sicherheit sagen das es sehr leicht ist sich über andere wege mit HIV zu infizieren."

    dann könnte sich ja kaum noch ein pfleger, arzt oder therapeut trauen mit hiv positiven patienten zu arbeiten, wenn er wüsste das er dirket entlassen wird falls er sich bei ihm anstecken sollte ( was deiner meinung nach leicht passieren kann und wenn deiner meinung nach keiner der hiv+ ist in medizinischen berufen arbeiten darf.)

    man steckt sich im beruflichen kontakt allerdings nicht leicht an, die absolute mehrheit von den relativ wenigen hiv positiven in deutschland hat sich über sexualkontakte angesteckt. die restlichen übertragungswege sind über drogengebrauch und blutkonserven.

    aktuelle zahlen habe ich nicht gefunden, aber bis 2001 haben sich 44 menschen im rahmen ihrer beruflichen tätigkeit mit hiv angesteckt.

    also nicht jährlich 44, sondern insgesamt seit es hiv gibt.
    die gefahr einer ansteckung hiv+ patient - medizinisches personal ist also sehr, sehr gering.
    der umgekehrte fall, also hiv+ medizinisches personal- patient, entsprechend noch geringer.
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#26 marioAnonym
  • 15.01.2012, 15:20h
  • zu medizinischen berufsgruppen habe ich noch folgendes gefunden: in der regel darf man als hiv-patient nahezu alle berufe ausüben. einschränkungen gibt es nur in 2,3 berufsgruppen,

    - bei chirurgen und piloten.

    - indirekt in manchen reiseberufen, die einen aufenthalt in ländern erforderlich machen in denen die einreise für hiv+ patienten untersagt ist.
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#27 KängururuAnonym
#28 finkAnonym
  • 16.01.2012, 11:25h
  • es ist ernüchternd. offenbar haben sogar viele ärzte nicht die geringste ahnung, über welche infektionswege hiv übertragen wird:

    www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,807987,00.html

    für die meisten betroffenen selbst ist hiv inzwischen eine relativ "normale" chronische krankheit geworden. aber in den köpfen der anderen spuken immer noch die alten horrorgespenster.

    rational ist das nicht zu erklären. für erklärungsansätze wäre ich dankbar. was meint ihr?
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#29 Michael BirkAnonym
  • 16.01.2012, 13:52h
  • Diese Entscheidigung muss doch zum EU- Menschenrechtsgericht in den Haag geführt werden. Man hat den Verdacht, dass das Berliner Landesarbeitsgericht schwulenfeindlich sei.
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#30 matzeProfil
  • 16.01.2012, 22:14hZwickau
  • Es ist erschreckend, wie wenig die meisten hier über HIV zu wissen scheinen. Eine Übertragung ist in den allermeisten Berufen ausgeschlossen, wenn nur die wichtigsten Regeln beachtet werden, auch in Küchen, Labors, Krankenhäusern und Büros.
    Kommt von Euren hohen Rössern!

    Die Probezeit ist also ein vorgeschobener, allerdings sehr wirksamer Grund.
    Die Schweigepflichtverletzung des Betriebsarztes sollte eine Klage nach sich ziehen.
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#31 Fiete_Jansen

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