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  • 13. Januar 2012 58 2 Min.

Eric James Borges

Vor einem Jahr hatte Eric James Borges sein Coming-out und veröffentlichte vor einem Monat ein "It Gets Better"-Video - am Mittwoch hat sich der 19-Jährige aus dem kalifornischen Visalia das Leben genommen.

Wie US-Medien melden, haben die Behörden noch keinen Angaben zu den Hintergründen des Selbstmordes gemacht. Auf Blogs gehen Freunde des angehenden Filmemachers aber davon aus, dass Borges wegen seines schwierigen Coming-out-Prozesses an Depressionen litt, da seine Homosexualität von seiner Familie verurteilt wurde. Er selbst hat sein Coming-out als "traumatisches Erlebnis" beschrieben. In den letzten Monaten seines Lebens arbeitete er als Praktikant für die schwul-lesbische Organisation Trevor Project, die schwulen, lesbischen oder trans­sexuellen Jugendlichen Mut machen will.

In seinem Video für die "It Gets Better"-Kampagne erzählt Borges in wenigen Minuten, wie er Zeit seines Lebens wegen seiner Andersartigkeit gemobbt worden sei. So berichtet er über tätliche Übergriffe in der Schule. "Mein Name war nicht Eric, sondern Schwuchtel", erklärte er. "Ich habe meine Grenzen erreicht, als ich im voll besetzten Klassenzimmer angegriffen wurde, als sogar ein Lehrer anwesend war."

Youtube | Vor einem Monat stellte Borges das "It Gets Better"-Video online

Mutter wollte Homosexualität aus Sohn rausexorzieren

Auch in seiner christlichen Familie fand er keinen Halt: "Meine Mutter wusste, dass ich schwul bin und hat einen Exorzismus durchgeführt, in einem Versuch, mich zu heilen." Diese Versuche hätten ihn noch weiter in die Depression getrieben. "Ich konnte nirgendwohin, wo ich mich sicher fühlte", so Borges. "Meine Eltern haben mir unter anderem gesagt, dass ich widerlich bin, dass ich ein unnatürlicher Perverser bin und in der Hölle enden werde. Vor zwei Monaten haben sich mich dann rausgeschmissen."

Am Ende seines Videos versicherte er, dass verzweifelten Jugendlichen ein besseres Leben bevorstünde: "Gebt nie auf und denkt nicht einmal eine Sekunde, dass ihr nicht ein wertvoller und wunderschöner Teil dieser Welt seid." (dk)

Youtube | Kurzfilm von Eric James Borges
-w-

#1 LorenEhemaliges Profil
  • 13.01.2012, 16:25h
  • "So berichtet er über tätliche Übergriffe in der Schule. 'Mein Name war nicht Eric, sondern Schwuchtel"' erklärte er. 'Ich habe meine Grenzen erreicht, als ich im voll besetzten Klassenzimmer angegriffen wurde, als sogar ein Lehrer anwesend war.'"

    "Auch in seiner christlichen Familie fand er keinen Halt: 'Meine Mutter wusste, dass ich schwul bin und hat einen Exorzismus durchgeführt, in einem Versuch, mich zu heilen.'Diese Versuche hätten ihn noch weiter in die Depression getrieben. 'Ich konnte nirgendwohin, wo ich mich sicher fühlte', so Borges. 'Meine Eltern haben mir unter anderem gesagt, dass ich widerlich bin, dass ich ein unnatürlicher Perverser bin und in der Hölle enden werde. Vor zwei Monaten haben sich mich dann rausgeschmissen.'"

    Da ich mir (und den Mitlesenden) einen schweren Wutausbruch ersparen möchte, belasse ich es bei einem hilflosen R.I.P. Eric.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 13.01.2012, 16:38h
  • Exorzismus? Spanisch klingender Nachname?

    Dieses menschliche Desaster hat wohl einen ideologischen Hauptverursacher:

    Prof. Dr. Joseph Ratzinger

    "Die Evolution hat die Geschlechtlichkeit zum Zweck der Reproduktion der Art hervorgebracht. Das gilt auch theologisch gesehen. "

    "Aber das bedeutet nicht, dass Homosexualität dadurch moralisch richtig wird, sondern sie bleibt etwas, das gegen das Wesen dessen steht, was Gott ursprünglich gewollt hat. "

    Unmenschliche Auslöschungsideologie, verbreitet von Peter Seewald in einem deutschen Großverlag.

    An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.
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#3 panzernashorn
  • 13.01.2012, 16:39h
  • Antwort auf #1 von Loren
  • Der arme Junge - wieder ein unschuldiges Opfer fanatischer Intoleranz und Dummheit.
    Wird dieser Schwachsinn niemals enden?

    Ein absolutes Armutszeugnis für Eltern und Lehrer!
    Möge das Gewissen sie über die ganze Zeit ihres Lebens nicht mehr in Ruhe lassen.

    Selbst wenn sie ihre Fehler jetzt noch erkennen sollten: es ist zu spät, der Junge wird nicht mehr lebendig..................
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