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Kommentare zu:
Wieder Selbstmord eines schwulen Teenagers


#11 Neue alte WeltAnonym
  • 13.01.2012, 17:55h
  • Antwort auf #6 von seb1983
  • Es mir schon klar das Mobbing ein gesamtgesellschaftliches Problem ist.

    Ändert aber nichts daran das man eine bis zu 4 mal höhere Suizidrate bei homosexuellen Jugendlichen vermutet.

    Ich bezog mich in diesem Fall auf Mobbing gegen Schwule weil es in dem Artikel nun mal um einen schwulen, jungen Mann geht der aller Voraussicht nach wegen seines homophoben, konservativen Umfeldes Suizid begangend hat.
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#12 EnyyoAnonym
  • 13.01.2012, 18:54h
  • Ich kann fast allen oben stehenden Kommentatoren zustimmen und finde, man sollte die Zahl derer, die die Katholen aktuell auf dem Kerbholz haben, stärker in die Öffentlichkeit bringen.

    Gerade was die Familie Erics sich erlaubte, grenzt für mich an Totschlag - jetzt ist sicher das Geheule groß. Das sei ihnen gegönnt, vielleicht öffnen sie jetzt mal die Augen, denken selbständig und erkennen, was die Gehirnwäsche bei ihnen angerichtet hat.

    Trotzdem frage ich mich auch, weshalb Eric, der ja schon selbstbewußt mit anderen Schwulen Kontakt hatte, die Problematik kannte und bei den Eltern raus geflogen ist, keine Freunde gefunden hat, bei denen er unterkommen konnte, um als junger Erwachsener ein selbständiges Leben führen zu können. Klar, ist schwer - Selbstmord aber auch.

    Auf alle Fälle fürchterlich traurig um den süßen Kerl. Alles Gute für Dich, Eric.
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#13 SchokiAnonym
  • 13.01.2012, 19:42h

  • Und dabei hat er mit seinem Werk noch so vielen anderen schwulen Jugendlichen geholfen. Ein starker Mensch mit einer guten Seele, der aufgrund der Intoleranz auf dieser Welt sterben musste... Ich glaube jeder von uns wäre ihm so gerne beigestanden, damit er jetzt noch leben würde. Es ist einfach schrecklich grauenhaft und löst einen so tiefen Hass gegen die verdammten Faschisten aus. R.I.P
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#14 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.01.2012, 19:58h
  • Es ist schon traurig, daß James Borges als Ausweg nur noch eines gesehen hat: seinen Freitod! Seine Eltern haben ihn auf dem Gewissen, weil sie sein Schwulsein ablehnten und der Meinung waren, sie könnten ihn zum Hetero "bekehren"! Ich wünsche den Eltern, daß sie nachts nie wieder schlafen und auch sonst keine ruhige Minute mehr haben, weil das schlechte Gewissen sie auffrißt!
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#16 finkAnonym
  • 13.01.2012, 20:37h
  • "Ich konnte nirgendwohin, wo ich mich sicher fühlte"

    es bricht mir das herz, das zu lesen. und es macht mich wütend auf die familie, deren verdammte pflicht es gewesen wäre, diesem jungen mann die sicherheit zu geben, die jeder mensch verdient.

    ein weiteres trauriges beispiel dafür, dass homophobie nicht nur durch direkte gewalt tötet, sondern dass schon verbale homophobie immer wieder menschenleben kostet.

    ein hinweis an die redaktion: das wort "selbstmord" finde ich unangemessen. auch wenn alle alternativen hierzu ein wenig sperrig klingen mögen, sollten wir darauf achten, diesen tod nicht implizit dem opfer selbst anzulasten.
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#17 jadochAnonym
#18 PierreAnonym
  • 13.01.2012, 20:44h
  • Einerseits sind es sicherlich die Unterdrückung Schwuler seitens der Religionen und die Zwänge der Gesellschaft und im Elternhaus, die (nicht nur junge) Homosexuelle in den Selbstmord treiben.
    Andererseits ist es aber auch oft das Verhalten der Gay-Community selbst, die durch ihr oberflächliche, egoitsische und sexbezogene Einstellung Menschen in Ängste und Depressionen treibt.
    Wir sollten an beidem arbeiten.
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#19 EtiennexAnonym
  • 13.01.2012, 21:46h
  • Du fragst Dich, warum er - obwohl er doch auf dem Weg war, weg vom Hass hin zu Freunden, die ihn unterstützten - trotzdem den Weg des Freitods gewählt hat.
    Aus Erfahrung in der eigenen Familie kann ich nur vermuten: die Depression war schon so stark, das er das, was er in seinem Video allen anderen in vergleichbarer Situation empfiehlt im Moment wo die Depression zuschlägt, nicht mehr selbst leben konnte.
    Wenn die Depression dich in den Tunnel führt, ist alles andere drum herum wie ausgelöscht und es gibt kein zurück mehr ... in diesem Moment ist der Suizid nicht mehr schwer. Ich wollte es auch nicht glauben, habe aber von mehreren - unter anderem von meiner Mutter, die ihrem Leben vor kurzem ein Ende gesetzt hat - immer wieder diese Antwort auf die Frage bekommen, warum in diesem Moment kein anderer Weg mehr möglich ist. Er existiert einfach nicht mehr - es gibt nur noch diesen einen Tunnel.

    Umso wichtiger ist es Menschen, die depressiv sind, alle nur erdenkliche Hilfe zu geben und zu versuchen, Unverständnis, Hass, "Gehirnwäsche" und was auch alles da sein mag, von ihnen fernzuhalten.

    Es ist so traurig, dass der Weg aus dem Tunnel für Eric noch zu weit war, und er ihn nicht mehr geschafft hat.

    R.I.P.
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#20 carolo
  • 13.01.2012, 21:54h
  • "Ich konnte nirgendwohin, wo ich mich sicher fühlte""

    Scheiße, verdammte. :-(

    Wie sieht das eigentlich in Deutschland aus, wenn ein junger Schwuler oder eine Lesbe ohne eigenes Einkommen von den Eltern aus dem Haus geworfen wird? Volle Hartz-4-Leistungen mit eigener Wohnung gibt es doch erst ab 25 oder wie war das?

    In Frankreich spende ich schon länger regelmäßig für "Le Refuge"*, eine Organisation, die sich genau um diese Leute kümmert, sie erst einmal unterbringt und ihnen auf die Beine hilft. Gibt es sowas in Deutschland auch?

    Carolo

    *)
    www.le-refuge.org/
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