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Kommentare zu:
Philipp Lahm warnt erneut vor Coming-out


#1 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 14.01.2012, 13:35h

  • Warum thematisiert er das immer, oder will er nur ausdrücken, warum er sich nicht outen kann/will?
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#2 MassenanzeigeAnonym
  • 14.01.2012, 13:37h
  • Der Druck muss weiter erhöht werden.

    Heterosexistische Hegemonie und sexuelle Apartheid über alles.

    Besonders pervers, dann ein Coming-out in die Ursache für einen möglichen Selbstmord zu verkehren, und nicht etwa die gesellschaftlichen Verhältnisse, an denen ein Herr Lahm selbst kräftig mitbastelt.

    Und so genannte Homo-Organisationen tun eben im Sinne ihrer Funktion der Anbiederung, Unterwerfung und Zementierung des Status quo weiterhin NICHTS, anstatt solche verantwortungslosen und menschenverachtenden Aussagen vollumfänglich bloßzustellen!

    Für den Mann sind schon längst massenweise Anzeigen wegen übelster Diskriminierung fällig.

    Man überlege sich mal, welcher Aufschrei völlig zu Recht durch die verlogenen Massenmedien ginge, wenn er Menschen mit anderer Hautfarbe aufforderte, wegen zu befürchtender Gewalt und Diskriminierung nur noch umgefärbt Fußball-Profi zu werden.
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#3 Geert
  • 14.01.2012, 14:11h
  • Antwort auf #1 von eMANcipation
  • Hier sehen wir wieder, was in den Köpfen von vielen Huschen vorgeht: Jeder Mann, der gut aussieht, ist schwul! Wenn er das Gegenteil behauptet, ist er nur noch nicht so weit, offen dazu zu stehen! -

    Es spricht doch nichts, aber auch gar nichts dafür, dass Philipp Lahm schwul ist.

    Warum also wieder so einen dummer Kommentar?
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#4 Eddy PirouettiAnonym
#5 ClaudiaAnonym
  • 14.01.2012, 15:02h
  • Philipp Lahm soll sein blödes Maul halten! Sein homophobes Gequatsche ist nicht mehr zum Aushalten und seine Pseudo-"Toleranz" kann er sich irgendwo anders hinstecken.
    Und dann ständig sein krampfhaftes Betonen, dass er Hetero sei...gähn! Wenn ihm das sooo egal ist, wenn Leute ihn für schwul halten, warum betont er das ständig?
    Blöde Arschkrampe!
    Fußball bleibt für mich eine Sportart, die offenbar nur von hirnloses Prolls ausgeübt wird
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#6 David77Anonym
  • 14.01.2012, 16:23h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • Dann sag das mal denjenigen, die davon ausgehen, das JEDER Mann "selbstverständlich" heterosexuell orientiert sind, und dann noch wehement behaupten, es gebe ja keine Schwulen (bei Ihnen), und das noch in Anwesenheit eines offen schwulen Ex-Fussballers!
    DAS sind dumme Kommentare!
    MUSS Lahm schwul sein? Muss er nicht. Aber DÜRFTE er es denn?! DARUM geht es!
    Warum äußert er sich denn überhaupt dann zu dem Thema? Offenbar weiß er wohl über andere Bescheid...
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#7 PierreAnonym
  • 14.01.2012, 16:41h
  • Philipp Lahm hat als Heterosexueller eine absolut gesunde Einstellung zur Homosexualtät und zu Schwulen.
    Seine Einstellung und jedes seiner Worte so zu drehen, dass er damit "indirekt" eine eigene Homosexualität einräumt, ist der absolute Blödsinn und kann nur von wirklich vernebelten Schwulen kommen, bei denen der Wunsch Vater des Gedankens ist.
    Ich hoffe, dass Phlipp Lahm seine ehrliche, offene und realistische Einstellung behält.
    Und er hat recht: Ein offen schwuler Profi-Fußballspieler wäre der psychischen Belastung nicht gewachsen, insbesondere dann, wenn er mal schlecht spielt.
    Da müssten sich schon reihenweise mehrere Profi-Fußballer verschiedener Vereine zur gleiche Zeit outen, was ja wohl eher unwahrscheinlich ist.
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.01.2012, 17:44h
  • Wir leben mittlerweile im 21. Jahrhundert und da sollte es ja doch verdammt nochmal möglich sein, daß ein Fußballprofi sein Coming Out hat! Warum bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten?
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#9 JoonasAnonym
  • 14.01.2012, 17:45h
  • Jemand, der selbst hetero ist und offenbar auch keine Ahnung von Homosexualität hat, sollte keine Ratschläge in dem Bereich geben.

    Was befähigt ihn dazu?

    Die Gefahren durch Unterdrückung sind weit größer als solche durch Outing. Aber das merkt man leider erst danach. Und dann bereut man, es nicht eher getan zu haben.

    Im übrigen wundere ich mich, dass Philipp Lahm offenbar empfiehlt, man solle sich selbst verstecken statt zu sich zu stehen. Entspricht das dem Geist des Sports, sich feige zu ducken, statt ein echtes Vorbild für die Fans zu sein?
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#10 TadzioScot
  • 14.01.2012, 17:46h
  • Dann bin ich echt froh das sich letztes Jahr ein Fussballer geoutet hat, obwohl so ein Lahm davor warnt... Für mich klingt er immer so nach Schrankschwester.. Aber seis drum

    www.queer.de/detail.php?article_id=15345

    Im prinzip finde ja toll das ein Profifussballer sich outet
    oder wie viele sagen "zu seiner Homosexualität" bekennt.

    Aber bekennt hört sich so negativ an...
    So wie ich bekenne mich Schuldig...

    Jedenfalls sollten sich viel mehr Fussballer, in der Welt, aber auch in Deutschland outen, denn dann hätten viele Jugendliche endlich Schwule Identifikationsfiguren. Das gleiche gillt für Schauspieler,Sänger etc.pp... Alle sollten sich outen, denn dann würde die Welt schon viel Freundlicher aussehen. Wenn es aber nur immer wieder vereinzelt einige ganz wenige machen, dann werden diese, wenn sie pech haben, von den negativ Reaktionen geschlachtet.

    So`n einzelnes outing muss nämlich auch verkraftet werden...

    Aber es gibt einen riesigen unterschied zwischen diesen Herren und uns Normal-Bürger.

    Je Reicher man ist um so leichter kann (muss aber nicht) es für so jemanden sein, sich zu outen... Denn Reiche können sich dann einfach
    irgendwo hin zurückziehen, wo einen keiner kennt. Bist du aber arm und outest dich in deiner näheren Umgebung läufst du gefahr eines auf die Fresse zu kriegen. Und du kannst nicht so einfach Flüchten, wo dich keinre kennt, denn du trägst dann nämlich noch den ballast deiner Materiellen Existenz mit dir rum...

    So unterschiedlich können Realitäten sein. Damit spreche ich nicht ab, das es auch z.B solche Profi-Fussballer schwer haben können, weil sie von Fans gemobbt werden, aber mit Geld im hintergrund lässt so manches in dieser Welt sicher ein wenig leichter verarbeiten....

    Was mich fasziniert ist ja, das ein Lahm z.B sich immer wieder äußert zum Thema Schwul, aber er darauf besteht nicht schwul zu sein. Wäre ja auch nicht schlimm ;-) *lol*, aber was mich daran fasziniert ist folgendes: Ich kenne nicht einen Hetero der sich immer wieder sorgen um Schwule macht, wie es Lahm tut, denn die meisten Normalos haben ganz andere sorgen.

    Aber ob ich rede oder Peng, ob einer sich outet oder Peng, Schwule Nachrichten gibt es so gut wie nie in der Tagesschau oder RTL-Aktuell und konsorten. Nein dieses Themen findet man lediglich im Internet, auf Schwulen-Seiten, wie queer.de ! Letztendlich ist so gut wie das ganze Fernsehen Heterosexuell, mit ihrem Hetero-Diktat für Schwule & Lesbische Jugendliche.

    Und die Sprache der Gesselschaft wird auch immer Homofeindlicher. "Bist du Schwul oda was ?", "Hey der Fussballer spielt ja voll Schwul!"
    usw... Das solche aussagen überhaupt nicht bestraft werden ist meines erachtens ein Verbrechen, denn Kinder hören diese Sprüche und lernen sie und wieder andere Kids hören diese Sprüche und bringen sich schlimmstfalls daraufhin um.. Die 4-fach höhere Selbsmordrate bei jugendlichen Schwulen sagt dazu alles.

    So kann abschließend zu meiner textlichen rundreise sagen: Es muss mehr, aktiver und vorallem vereint gegen Faschismus gekämpft werden, das Problem dabei ist leider nur das selbst in den eigenen Reihen der Faschismus blüht, denn viele suchen sich immer wieder einen der unter ihnen ist, halt einen der das letzte ist. Denn wie heißt es so schön: "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen !" Also sollte man sich den satz ernst nehmen und nicht alles vorschnell verallgemeinern. Es gibt hier in unseren Landen noch viele Minderheiten, die auch noch diskriminiert werden. Vereinter wäre ein Kampf viel besser zu gewinnen, wenn es überhaupt möglich sein sollte...

    Andere zu kritisieren ist immer leicht aber selten Kritisiert man sich selbst mit seiner eigenen ansicht... Darum peldiere ich immer für obektivität und nicht für blinde Hysterie...

    Vorwärts mit Schwulzialismus !
    Hasta la Vic(oder auch Fick)toria Siempre ! ;-) (durchaus ernst gemeint !)
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#11 BurgerBerlinProfil
  • 14.01.2012, 18:19hBerlin
  • Als erster Punkt bleibt festzuhalten - Lahm hat nicht gesagt "Schwule sollen im Schrank bleiben" - dies ist eine Auslegung des Autors dieses Artikels. Anhand einiger Kommentare, lässt sich die Position von Philipp Lahm völlig verstehen. So wie er zum Teil auf´s übelste mit irgendwelchen Beleidigungen versehen wird, so kann man sich vorstellen, wie es einem schwulen Fußballer im Stadion ergeht. Diese Schreiber sind in keinster Weise besser als der heterosexuelle Pöbel auf dem Fußballplatz. Herr Lahm scheint die Situation besser zu verstehen als so mancher "Zwangs-Outer".
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#12 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.01.2012, 18:40h
  • Irgendwie hat diese gebetsmühlenartige Wiederholung etwas, was mich an den Spruch "Qui s' excuse s' accuse !" erinnert, zu deutsch "Wer sich verteidigt, klagt sich an." Wohlgemerkt: ohne dass man ihm überhaupt etwas unterstellt hat.
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#13 finkAnonym
  • 14.01.2012, 20:06h
  • Antwort auf #10 von TadzioScot
  • "mit Geld im hintergrund lässt so manches in dieser Welt sicher ein wenig leichter verarbeiten..."

    ich glaube, da hast du recht. ich verstehe auch jeden, der sich offen schwule profifußballer als vorbilder für jugendliche wünscht - es wäre toll, wenn es das gäbe.

    ich habe ja schon mehrmals gesagt, dass ich weniger den spott der fans als vielmehr den marktwert bei den sponsoren für das problem halte.

    also mal ehrlich: wenn ihr mit mitte zwanzig pro jahr ein paar hunderttausend euro verdienen könntet und gleichzeitig wüsstet, dass das mit dreißig endgültig vorbei sein wird - würdet ihr dieses einkommen riskieren? wir reden hier von jungen menschen, denen nur wenige jahre bleiben, um möglichst ihr lebenseinkommen zusammenzukratzen. gleichzeitig sind diese menschen einer medialen aufmerksamkeit (und einem geradezu grotesken "bewertungstrieb" der öffentlichkeit) ausgeliefert, der sie nicht entrinnen können. beides zusammen erzeugt eine psychologische ausnahmesituation, die die meisten von uns wohl kaum nachvollziehen können.

    offen gesagt: ich wüsste nicht, wie ich entscheiden würde.
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#14 Audi5000Anonym
  • 14.01.2012, 20:18h

  • Ich kann mich nur Kommentar 7 und 11 Anschließen. Lässt den Lahm und die anderen Fußballer mal in Ruhe.
    Mit dieser Zwangsverschwulung Erreicht man nur noch das er seinen Einsatz den er für Homosexualität bisher gezeigt hat nochmal Überdenkt oder ganz Einstellt. Und wem ist dann Geholfen?
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#15 MarcJAnonym
  • 14.01.2012, 21:15h
  • Antwort auf #3 von Geert

  • Es geht wohl eher darum, dass Herr Lahm anderen (oder VIELLEICHT auch sich selbst) von einem Outing abrät. Seine Sexualität steht hier weniger zur Debatte. Aber warum muss er immer wieder betonen, dass er hetero ist? Wenn es so ist (was eigentlich egal ist), dann könnte er die Homo-Gerüchte doch auf einer Backe absitzen.
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#16 MariusAnonym
#17 SurohAnonym
  • 14.01.2012, 21:35h
  • So langsam geht er mir auf den Zeiger. Das, was er da anspricht (Fans), wird bereits durch Aktionen wie "Aktion Libero" und "Fußballfans gegen Homophobie" in der Fanszene thematisiert und feiert z.T. auch schon Erfolge, indem man sich mit der Thematik auseinander setzt, zumindest in gewissen Bereichen der Fanszene.

    www.stern.de/sport/fussball/fans-zeigen-homophobie-die-rote-
    karte-1763130.html


    Scheinbar ist Herrn Lahm das während seiner ganzen Interviewgeberei entgangen.

    Was man mal bräuchte, damit die Aktionen weiter fruchten, wäre eine enge Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinen und Spielern, man bräuchte nicht mal zwingend ein Outing. Der Diskurs ist essentiell wichtig hierfür, nicht das Verschweigen!

    Auf diesen Pimpf gebe ich inzwischen echt gar nix mehr! Wozu hat der eigentlich nochmal den Tolerantia-Preis bekommen?
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#18 mitleidAnonym
  • 14.01.2012, 23:27h
  • Antwort auf #13 von fink
  • eine runde mitleid für die armen, geschundenen profi-fußballer.

    man möge es mir verzeihen, wenn ich mich mehr sorgen um den "durchschnittlichen" jugendlichen mache, der als sohn lohnabhängiger erziehungsberechtigter dank spd und grünen hierzulande so stark armutsgefährdet ist wie nirgendwo sonst in der eu.

    www.focus.de/politik/deutschland/arbeitsmarkt-eu-deutsche-ar
    beitslose-sehr-oft-von-armut-bedroht_aid_701106.html


    und für deren effektive freiheit, ihre homosexualität entdecken und selbstbestimmt ausleben zu können!

    was macht denn lahm mit seiner medienkampagne? er zementiert mit aller macht den status quo und handelt mindestens grob fahrlässig, wenn er schwule dazu auffordert, sich weiterhin zu verstecken!

    leute, die mit ihrem status in der öffentlichkeit millionen verdienen, haben auch eine besondere soziale verantwortung. die ständigen aufrufe zur sexuellen apartheid und unterdrückung der eigenen sexualität sind ein skandal!
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#19 gsaturnos
  • 15.01.2012, 06:36h
  • Also, ich stelle mir das gerade mal vor. Ein Bundesliga Fußballer outet sich.
    Was werden wohl zumindest die Fans der gegnerischen Manschaften machen bei den Spielen ?!!!

    Es wäre für die Herrenmenschen ein willkommenes "Schlachtefest".
    traurig, aber wahr...
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#20 Timm JohannesAnonym
  • 15.01.2012, 08:23h
  • Die Einlassungen von Lahm sind nachvollziehbar. Nur eines dürfte auch klar sein: Lahm kennt zumindest einen ("vielleicht auch mehrere schwule Bundesligaspieler"): nur er will sie nicht zwangsouten; stattdessen versucht er das Thema öffentlich medial zu besprechen, um hierdurch mehr Verständnis für homosexuelle Profifussballer zu erreichen.

    Letztlich aber muss jeder (!) homosexuelle Profifussballer selbst entscheiden, ob er dem Druck in den Stadien gewachsen ist, wo es nunmal wie Lahm richtig schreibt, aufs Übelste von den Hooligans gepöbelt, geschrien und Stimmung erzeugt wird. Es bedarf viel (!) Selbststärke, um diesen Druck Stand zu halten; daher sollte so ein Schritt im Profifussbal gut überlegt sein.

    Ich habe durchaus Verständnis dafür, wenn ein homosexueller Profifussballer sein öffentliches Coming Out nicht macht - es ist zwar schade, aber verstehen kann ich es.
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#21 saidAnonym
  • 15.01.2012, 08:28h
  • ja Hr. Lahm dann bleiben SIE mal im Schrank denn das SIE Schwul sind weiss doch mittler weile jeder
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#22 anonymusAnonym
  • 15.01.2012, 09:05h
  • Da hat er L E I D E R Recht!
    Wenn ich mir die Hooligans und diejenigen die Fußball als Kriegsersatzbefriedigung ansehen und betreiben muß ich ihm voll und ganz recht geben. Die Hinentwicklung oder "Rückentwicklung zum teils bigotten, teils pseudokonservativen Zeitgeist und die Sehnsucht nach "starken moralischen Führern" ist nicht für ein Coming out geeignet. Wenn, dann müsste es ein Massencoming out sein. Die Sportler die ihr Coming out hatten haben es ja immer zum Ende ihrer aktiven Karriere getan, als es ohnehin "egal" war.
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#23 stromboliProfil
  • 15.01.2012, 09:09hberlin
  • Antwort auf #20 von Timm Johannes
  • "Nur eines dürfte auch klar sein: Lahm kennt zumindest einen ("vielleicht auch mehrere schwule Bundesligaspieler"): nur er will sie nicht zwangsouten; stattdessen versucht er das Thema öffentlich medial zu besprechen, um hierdurch mehr Verständnis für homosexuelle Profifussballer zu erreichen."
    da muss ich dir ausnahmsweise mal recht geben!
    Trotzdem, wenn es so ist, ist auch lahms versuch das thema anzugehen, nicht zu ende gedacht.

    Was auch immer er dann ist, seine bemühung ist danebengegangen.
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#24 LaurinAnonym
  • 15.01.2012, 09:27h
  • Philipp Lahm ist also der Meinung, dass Homosexualität etwas ist, dessen man sich schämen müsse und womit man sich tunlichst zu verstecken habe um andere nur ja nicht zu belästigen.

    PFUI!

    Das Gegenteil ist der Fall:
    je mehr sich offen zeigen, desto selbstverständlicher wird es und desto besser geht es uns allen.

    Eine bunte, vielfältige Gesellschaft wird langfristig immer überlegen sein!
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#25 TadzioScot
  • 15.01.2012, 09:43h
  • Hi, ich habe ja zu Lahm und Schwule Fussballer schon einiges gesagt, darum möchte ich an dieser Stelle mal ganz kurz was anderes loswerden :

    Wieso habe ich immer wieder das Gefühl
    das einen manche Leute hier reflexartig,
    wenn sie bestimmte User Namen sehen,
    autmoatsich schlecht bewerten, in denen
    sie ihnen negativ Klicks geben ?

    Nur mal so in den Raum gefragt...

    TadzioScot

    -------------------
    "eMANcipation schreibt am 14.01.2012, 13:35:14 Uhr:
    Warum thematisiert er das immer, oder will er nur ausdrücken, warum er sich nicht outen kann/will?"

    Könnte sein...

    "Claudia schreibt am 14.01.2012, 15:02:17 Uhr:
    Philipp Lahm soll sein blödes Maul halten! Sein homophobes Gequatsche ist nicht mehr zum Aushalten und seine Pseudo-"Toleranz" kann er sich irgendwo anders hinstecken."

    Er kann doch sagen was er will...
    Und Homophob scheitn er schon gar
    nicht zu sein. Schon witzig diese Aussage..

    Ist doch gut das er warnt,
    ist ja auch ein gefährliches Plfaster hier...
    Trotzdem wäre ein Schwuler Fussballer
    der sich Outet im gewissen sinne was Revolutionäres....

    "gsaturnos schreibt am 15.01.2012, 06:36:22 Uhr:
    Es wäre für die Herrenmenschen ein willkommenes "Schlachtefest". traurig, aber wahr..."

    Dem muss ich leider zustimmen....
  • Antworten » | Direktlink »
#26 alexMucEhemaliges Profil
  • 15.01.2012, 10:19h
  • Antwort auf #24 von Laurin
  • "Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren". Das hat Lahm gesagt und nicht das man sich schämen müßte. So ein Quatsch. Und der wird es wohl wissen. Immerhin ist das sein Arbeitsplatz und es ist ausserdem seine persönliche Meinung. Und das Beispiel mit den 60.000 Zuschauern kann , die einen schwulen Fußballer "ausbrüllen", besonders wenn er schlecht spielt, ist nachvollziehbar. Ich glaube nicht, daß das ein Problem der eigenen Mitspieler wäre.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#27 SurohAnonym
  • 15.01.2012, 11:21h
  • Sorry, aber ich teile die Meinung mit dem "Schlachtfest des Herrenvolkes" nicht. Ich bin in einigen Fanforen aktiv, wo das Thema auch besprochen wird und die Fans wundern sich da zum Teil, dass sie als Hauptkonstante für ein Nicht-Coming-Out gesehen werden. Den meisten ist das vollkommen egal, was die Spieler zu Hause treiben. Was die Fans in dieser Thematik abnervt, ist die scheinbare "Sensationsgier" auf Seiten der Medien und des LSVD, was aber daher rührt, dass sich eben noch kein Spieler zu seiner Homosexualität bekannt hat und "gewisse Medien" sich äußerst fragwürdig dazu hinstellen. Die Fans wissen einfach nicht, wie sie mit etwas umgehen sollen, womit sie noch nie aktiv konfrontiert wurden, was ich verständlich finde. Ihnen aber direkt abzusprechen, dass sie nicht in der Lage sind sich selbst und die dementsprechenden "Sprechchöre" zu hinterfragen, halte ich für nicht förderlich in der Debatte.

    Wozu machen die Fangruppierungen sonst einen Fankongress, wo sich mit Gewalt und Fußball auseinander gesetzt wird und auch die eigene Position kritisch hinter leuchtet wird, wenn es sie eh nicht interessiert und sie nur brüllen wollen?

    fankongress-2012.blogspot.com/

    Wozu diskutieren Ultragruppierungen mit den schwul-lesbischen Fanclubs (bspw. die Schickeria in Bayern, die auch nie gut in den Medien wegkommt), wenn es sie nicht interessiert und sie nur brüllen wollen?

    www.romeoliebtjulian.com/rlj/magazin-2324.html

    Wozu wollen Ultragruppierungen (!) die Anti-Homophobie-Fahne in den Stadien aushängen, wenn es sie nicht interessiert und sie nur brüllen wollen?

    www.mittelbayerische.de/sport/regionale-sportnachrichten/art
    ikel/fans_zeigen_homophobie_die_rot/737849/fans_zeigen_homop
    hobie_die_rot.html


    Der "gemeine" Fan wird hier manchmal derart als der Anti-Christ höchstpersönlich hingestellt, dass mir echt die Worte fehlen. Das Problem liegt hier, denke ich, auf beiden Seiten, und zwar im Kopf: die eine Seite misstraut sofort der anderen und so setzen sich Vorurteile bei beiden Lagern fest.

    Es wird hier immer über die Pauschalisierung von Homosexuellen im Sport seitens der Heteros geschimpft, obwohl hier einige im Bezug auf die Pauschalisierung von Fans oft nicht besser sind.

    Vielleicht sollte man mal damit langsam aufhören, damit es endlich besser wird.
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#28 finkAnonym
  • 15.01.2012, 11:32h
  • Antwort auf #18 von mitleid
  • "leute, die mit ihrem status in der öffentlichkeit millionen verdienen, haben auch eine besondere soziale verantwortung."

    da stimme ich zu. trotzdem bleibt nun mal eine differenz zwischen der forderung, dass sie diese verantwortung bitte wahrnehmen sollten und ihrer eigenen egoistischen perspektive. es ist schön und wichtig, über ideale zu reden, aber genauso wichtig finde ich es, darüber zu reden, warum diese ideale oft NICHT verwirklicht werden. wer die hindernisse nicht diskutiert, wird sie auch nicht beseitigen. da geht es nicht um mitleid, sondern um realismus.

    "die ständigen aufrufe zur sexuellen apartheid und unterdrückung der eigenen sexualität sind ein skandal!"

    auch da stimme ich zu. selbst wenn es richtig ist, darüber zu reden, was fußballprofis vom comig-out abhält, sollte man in der öffentlichkeit auch ermunternde und nicht nur warnende worte finden. die ideale mischung wäre für mich eine ehrliche analyse der probleme UND GLEICHZEITIG eine ermunterung, diese probleme zu überwinden. was lahm betreibt, ist natürlich einseitig negativ und damit kontraproduktiv.

    um es konkret zu machen: der satz "Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren, so wie es in anderen Bereichen bereits möglich ist" ist zweifellos richtig, aber einseitig. man hätte auch sagen können: "die deutsche gesellschaft ist bereit, einen offen schwulen profifußballer für seinen mut zu bewundern. in anderen bereichen ist es möglich, und im fußball wird es auch möglich werden."
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#29 estefanAnonym
  • 15.01.2012, 11:56h

  • Von einem Kapitän der Nationalelf hätte ich mehr Solidarität erwartet. “und wenne schwul bist, du spielst am Samstag!“ Lahms Meinung ist das, was auf dem rasen wohl als schwuchtelig bezeichnet wird. Da hat mancher schwule mehr biss.
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#30 wir kriegen euchAnonym
  • 15.01.2012, 14:45h
  • Antwort auf #28 von fink
  • jetzt mal klartext:

    wer als kapitän einer fußball-"nationalmannschaft" weiterhin alle paar wochen sexuelle apartheid im fußball fordert,

    ist wesentlich mitverantwortlich für gewalt und diskriminierung, die gerade junge schwule tag für tag am eigenen leib zu erfahren haben.

    er ist auch mitverantwortlich für suizide schwuler jugendlicher, die es bei uns genauso gibt wie in den usa (nur dass das hierzulande noch nicht einmal gegenüber der breiten öffentlichkeit thematisiert wird.)

    und schwule, die aus vorauseilendem gehorsam und/oder um ihr häppchen von den herrschenden geschäftsmodellen nicht zu gefährden, diesem verlogenen, menschenverachtenden treiben weiterhin tatenlos zusehen, machen sich ebenso zu mittätern.

    es gibt nur eine möglichkeit, die diktatur der konzerne und profiteure, die im namen ihres heterosexistischen geschäftsmodells und übergeordneter gesellschaftlicher interessen den volkssport nr. 1 weiterhin zur schwulenfreien zone erklären wollen, zu brechen:

    kollektives outing jetzt!

    die verlogene journaille, die sonst über jeden one-night-stand eines promis berichtet, weiß schon lange bescheid und ist in der pflicht, den herrschenden sexualrassismus endlich zu beenden!

    wenn in allen ländern europas kollektiv schwule profis geoutet werden, zieht das pseudo-argument des "armen", an den rand gedrängten einzelnen schwulen nicht mehr.
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#31 finkAnonym
#32 antosProfil
  • 15.01.2012, 15:33hBonn
  • Antwort auf #31 von fink
  • Wenn ich den Weckruf richtig verstehe, ist's die 'verlogene Journaille', die 'in der Pflicht' sei, unsere Orientierungsgenossen im Bereich der Liebe [in dem User 'wir kriegen euch' offensichtlich Bereichsleiter ist], die schwulen 'Profis' 'in allen Ländern Europas' zu outen. Tja, und wenn man in der Pflicht ist, ergibt sich alles weitere ja von selbst, wozu also noch fragen? Sicher wird der ein oder andere User hier auf den unaufhaltsamen revolutionären Zug aufspringen und auf seine Art Flagge zeigen [z. B. außerhäusig, ganz in Rosa mit einem Vogel Strauß?].
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#33 alexander
  • 15.01.2012, 19:42h
  • wer sich für diesen sport hergibt, weiss was ihn erwartet !
    langsam ist es unerträglich diesen fussballfanatismus zu ertragen, hätte der liebe philipp was gescheites gelernt usw...........!
    so wie sich dieser sport darstellt, ist er immer noch das absolute prollvergnügen, mit dem sich unvorstellbare summen verdienen lassen !
    dann sollen sie doch auf ihr "leben" verzichten !
    wer kohle mehr schätzt als sich selbst, hat es genauso verdient !
    den bodensatz der sogenannten gesellschaft wird es immer geben, also sei es drum !
    man schaue sich nur das hooligans-problem an !
    wollen wir von solchen "menschen" akzeptiert werden ???
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#34 finkAnonym
#35 alexMucEhemaliges Profil
#36 jochenProfil
  • 16.01.2012, 12:55hmünchen
  • Lahm`s Engagement in Ehren. Aber nur zu warten und erst dann zu agieren bis die "Gesellschaft so weit" ist, bringt eine Gesellschaft nicht voran.

    Jeder ist sicher gut beraten sich vor seinem Outing mal zu überlegen welche Konsequenzen das für einen haben KÖNNTE und demnach abzuwägen. Und ist von Person zu Person verschieden , und sollte immer individuell gestaltet werden.
    So könnte ich mir ein Outing für einen schon kurz vor der "Rente" stehenden Fussballer als eher machbarer vorstellen , als für einen der gerade erst frisch anfängt. .. zum Beispiel.

    Die Einstellung Lahms ist teilweise sicher nachvollziehbar, aber unterm Strich zu pessimistisch und zu ängstlich.
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