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Zerstückelte Leichen
Zusammenhang zwischen Morden in Berlin und Leipzig?
- 26. Januar 2012 2 Min.

Noch ist unklar, wer Jonathan H. umgebracht hat (Bild: Polizei Leipzig)
Die Leipziger Polizei nimmt im Mordfall Jonathan H. Verbindung mit den Berliner Behörden auf, da es Parallelen mit dem Tötungsdelikt an dem Mitarbeiter einer Schwulensauna in der Hauptstadt gebe.
Der Leipziger Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz erklärte gegenüber der "Leipziger Volkszeitung", dass es "vom Äußeren her bestehende scheinbare Übereinstimmungen" in beiden Fällen gebe. So sollen bei beiden Leichen Gliedmaßen abgetrennt worden sein. Nun müsse ausgelotet werden, ob es sich möglicherweise um den selben Täter handele. Selbst wenn dem nicht so sei, könne eine Zusammenarbeit den Ermittlungen helfen: "Uns interessiert, wie ein Täter gestrickt ist, der sein Opfer zerlegt", erklärte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Leipziger Polizei-Psychologen, sogenannte Profiler, versuchen gerade, den möglichen Täterkreis einzuschränken.
Die zerstückelte Leiche des 23-jährigen Jonathan M. war im November 2011 im Leipziger Elsterflutbecken von einem Pilzsammler entdeckt worden (queer.de berichtete). Es wird vermutet, dass der aus einer streng religiösen vietnamesischen Familie stammende Mann schwul gewesen ist und von einem Sex-Partner ermordet wurde. Die Polizei tappt bei der Tätersuche derzeit noch im Dunkeln.
In Berlin fanden Beamte am Montag - zwei Monate nach dem Leipziger Fall - die Leiche des 37-jährigen Carsten S., der seit dem Neujahrstag verschwunden war (queer.de berichtete). Auch S. wurden Medienberichten zufolge Gliedmaßen abgetrennt, ein eher fragwürdiger Bericht behauptet, der Kopf soll sogar gekocht worden sein. Die Staatsanwaltschaft erklärte jedoch, für einen kannibalistischen Hintergrund lägen keine Anzeichen vor. Der mutmaßliche Täter, ein 43-Jähriger, habe sein Opfer jedoch "im Zuge von sadomasochistischen Sexualpraktiken" ermordet. Der Mann soll vor seiner Verhaftung versucht haben, sich die Pulsadern aufzuschneiden.
Berliner Boulevardzeitungen berichten reißerisch über den Fall: So beschrieb die B.Z. am Donnerstag "die kranken Sex-Spiele" des mutmaßlichen Täters. Die "Bild" berichtet vom "Sadomaso-Massaker von Berlin, so gruselig wie der Kino-Schocker 'Hannibal' mit Anthony Hopkins". (dk)















Da hat dann eben ein Wahnsinniger eine solche Sex-Fantasie im Kopf und genau deshalb läuft es immer gleich ab.