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  • 28. Januar 2012 25 2 Min.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Mit diesen Gedenktafeln soll an das Schicksal der Menschen erinnert werden, die im Nationalsozialismus ermordet wurden (Bild: leyink / flickr / by 2.0)

In der Dortmunder Innenstadt soll ein Stolperstein an den 1942 von den Nationalsozialisten ermordeten homo­sexuellen Feilen-Fabrikanten Otto Meinecke erinnern.

Otto Meinecke wurde am 20. Oktober 1880 als Sohn der Eheleute Lina Meinecke und des Feilenhauermeisters Wilhelm Meinecke geboren. Bis zum Beginn seiner Verfolgung als Homo­sexueller durch die NS-Justiz lebte er in Dortmund. Meinecke wurde am 13. Juli 1942 im KZ Sachsenhausen bei Berlin ermordet. Als Todesursache wurde "Kopfschuss bei Fluchtversuch" angegeben zur Verschleierung des wahren Ablaufs der Tötung.

Die gezielte Erschießung auf der vermeintlichen Flucht war eine "beliebte" Mordmethode der SS. Im Sommer 1942 wurden mehr als 80 Männer Opfer einer gezielten Mordaktion gegen Homo­sexuelle. Meinecke war einer von ihnen. Der vom Künstler Künstler Gunter Demnig gestaltete Stolperstein für den homo­sexuellen Unternehmer soll am Donnerstag, den 9. Februar 2012 vor seinem früheren Dortmunder Wohnhaus in der Kleppingstraße 2 verlegt werden. Die Uhrzeit wurde noch nicht bekannt gegeben.

Weitere Stolpersteine für ermordete Rosa-Winkel-Häftlinge sollen folgen

Weitere Stolpersteine für Opfer der Mordaktion im Sommer 1942 sollen u.a. in Duisburg, Remscheid, Bochum und Wuppertal folgen. Der Bochumer Verein Rosa Strippe hat dafür die Patenschaft übernommen, die Recherchen dazu stammen von dessen Mitarbeiter Jürgen Wenke.

Mit den Stolpersteinen erinnert Gunter Demnig an Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen entsprechende Steine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", so Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern werde die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Für 120 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. (cw/pm)

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