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Flugbegleiter Maxim Kuprejew musste Berichten zufolge eine Frau heiraten, um in seinem Job weiter arbeiten zu dürfen (Bild: Gay Russia)

Homo-Aktivisten in Russland protestieren gegen die Fluglinie Aeroflot, weil sie einen 25 Jahre alten schwulen Steward gezwungen haben soll, eine Frau zu heiraten.

Wie "Gay Russia" berichtet, hat Maxim Kuprejew vor einem halben Jahr versucht, eine schwul-lesbische Gruppe innerhalb der Airline zu organisieren. Daraufhin soll ihm Aeroflot die Anweisung zur Hochzeit gegeben und mit seiner Entlassung gedroht haben, um eine Berichterstattung über Kuprejews geplante Gruppe zu verhindern. Der 25-Jährige heiratete dann im Dezember eine Schulfreundin, um seinen Job behalten zu können.

Für den 9. Februar ist daher eine Protestaktion in Moskau geplant, die vom schwulen Aktivisten Nikolai Aleksejew mitorganisiert wird. An diesem Tag feiert Aeroflot seinen 89. Gründungstag. Die Demonstranten wollen unter anderem den Ausschluss Aeroflots aus der Luftfahrallianz "Sky Team" fordern, der auch KLM, Air France und Delta angehören.

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Wird Demo verboten?

Noch ist unklar, ob die schwul-lesbischen Aktivisten überhaupt eine Demonstrationserlaubnis erhalten - ein erster Protest gegen die Fluglinie im letzten Jahr war verboten worden (queer.de berichtete). Erst vor gut einer Woche löste die Polizei eine Demonstration für Homo-Rechte auf, die nicht genehmigt worden war (queer.de berichtete).

Außerdem wollen mehrere Regionen "Werbung" für Homosexualität in der Öffentlichkeit verbieten, wodurch jegliche Demonstration für die Gleichbehandlung von sexuellen Minderheiten illegal wäre. Die Verwaltungsbezirke Archangelsk und Rjasan haben bereits derartige Gesetze beschlossen und verbieten jegliche öffentliche Diskussion über Homosexualität. Im letzten Jahr debattierte auch das Stadtparlament von St. Petersburg über einen ähnlichen Gesetzentwurf. Angesicht dessen zeigte sich die deutsche Bundesregierung im Dezember 2011 "besorgt" über die Situation von Schwulen und Lesben im Russland (queer.de berichtete). (dk)

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#1 LaurinAnonym
  • 31.01.2012, 08:58h
  • Die moderne Form der Zwangsheirat...
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#2 dingsAnonym
  • 31.01.2012, 09:03h
  • schwule stewards? wo gibts denn sowas

    er sollte die airline verklagen und geld kassieren!
    noch stärker an die medien wenden, das die airline einen imageverlust im toleranteren ausland hat und sich fügen muss.
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#3 Steffen BAnonym
  • 31.01.2012, 09:21h
  • Kranke Welt.
    Stimmt, moderne Zwangsheirat ist die richtige Bezeichnung.

    Aber auch die klassische Zwangsheirat betrifft bei weitem nicht nur Frauen und Mädchen, auch Männer und Jungs kennen die zukünftige Gemahlin häufig nicht.
    In Köln kenne ich einen vor seiner Familie ungeouteten Jungen der in sein Heimatland muss um seine Cousine zu heiraten. Wenn er es nicht tut oder sich gar outet muss er Angst um sein Leben haben.
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