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Roberto Chiovittis Bildband "Disclosed Desires"

Heiße Fotos von Lust und Schmerz

  • 04. Februar 2012 17 2 Min.

Eigene schwule Bildspache: Chiovitti hat seine Porträts intelligent und ungewöhnlich inszeniert

Wer auf Blümchensex und süße Jungs steht, wird an Roberto Chiovittis Bildband "Disclosed Desires" wenig Freude haben. Wem es dagegen nicht kerlig und tabulos genug sein kann, wird das Erstlingswerk des italienischen Top-Fotografen möglicherweise nicht mehr aus der Hand legen.

Der Titel des jüngsten Neuerscheinung des Berliner Bruno Gmünder Verlags ist nämlich Programm: "Disclosed Desires" widmet sich ausschließlich den oft verschwiegenen, dunklen Seiten der schwulen Begierde. Die Männer-Porträts erzählen von Lust und Schmerz, von Dominanz und Unterwerfung.

Derbe und kerlig geht es hier zu, aber Roberto Chiovitti vergisst dabei nie seinen künstlerischen Anspruch: Seine Bilder sind intelligent inszeniert, herausfordernd und ungewöhnlich. Mit seiner Orientierung an den verschiedenen Spielarten sexueller Fetische greift er einen der entscheidenden Trends der Jahre gekonnt auf. Und mehr noch: Er hat daraus seine ganz eigene Bildsprache entwickelt, die Lust auf mehr macht!

Die hüllenlosen Begierden des Fotografen

"Meine Fantasien sind Wirklichkeit geworden - sie stecken nicht mehr in meinem Kopf fest", sagt der 1972 in Rom geborene Fotograf selbst über sein Erstlingswerk. "Und jetzt fühle ich mich selber nackt. Meine Begierden sind hüllenlos." Das merkt man dem Fotoband an!

Schon seit seiner Kindheit ist Chiovitti von Bildern fasziniert, hatte aber nie geglaubt, dass die Fotografie tatsächlich der Mittelpunkt seines Lebens werden würde. Mittlerweile hat er zahlreiche Prominente für italienische und internationale Magazine wie "Vanity Fair", "SportWeek", "Men's Health" und "DNA" abgelichtet. (cw)

Roberto Chiovitti: Disclosed Desires, Fotoband, 96 Seiten, Farbe, Hardcover mit Schutzumschlag, Format: 17,5 x 24,5 cm, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2012, 24,95 €, ISBN 978‐3‐86787‐238‐6

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-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 PierreAnonym
  • 04.02.2012, 19:03h
  • ... und beim Anschauen nimmt man selbstverständlich an, dass die Jungs auch tatsächlich schwul sind und eventuell auf Sex mit dem Betrachter stehen könnten.
    Es lebe die Foto-, Film- und Pornoindustrie, die einem solche Gedanken vorkaukeln.
    Und einige Schwuppen versuchen, diese männlichen, vor Kraft und Saft strotzenden Kerle zu imitieren und schleppen sich 3-Mal wöchentlich in die Muckibude um dann schließlich nur ein billiger Abklatsch davon zu sein.
    Und wirkliche Männlichkeit lässt sich nicht trainieren.
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#3 Geert
  • 04.02.2012, 19:42h
  • Ausgerechnet von einem Italiener!
    S/M passt nicht in romanische Länder. S/M ist in Amerika, in England und in Deutschland zu Hause. Dort entspricht es der eher verkopften Mentalität dieser Völker.
    Bei romanischen Völker darf S/M nicht weh tun.
    Sie ziehen sich zwar Leder an, weil es chic ist und sie können sich auch, wie man an diesen Bildern sieht, gut in Pose setzen ("bella figura"), aber mit S/M und Schmerz hat das nichts zu tun.
    Dafür fehlen in den katholisch-romanischen Ländern die protestantischen Schuldgefühle, die sich tief in die Psyche der nordischen Völker eingegraben haben und die dann in S/M spielerisch auslebt werden können.
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