https://queer.de/?15888
Forderung von schwul-lesbischen Aktivisten
CNN soll homophoben Mitarbeiter feuern
- 06. Februar 2012 2 Min.

Roland Martin im CNN-Studio (Bild: CNN)
Der CNN-Journalist Roland Martin hat via Twitter über Gewalt gegen Schwule gewitzelt - jetzt fordert die Homo-Gruppe GLAAD seine Entlassung.
Der 43-Jährige hatte am Sonntag über die Premiere eines H&M-Werbespots während der Liveübertragung des Football-Pokalfinalspiels getwittert: "Wenn ein Typ wegen David Beckhams H&M-Unterwäschewerbung aufgeregt ist, sollte man ihm richtig eine reinhauen."
Die Gay & Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) startete als Reaktion auf die Aussage eine Online-Petition, in der CNN zum Handeln aufgefordert wird. Via Twitter beschuldigte Martin daraufhin die Homo-Gruppe, seinen Eintrag nicht verstanden zu haben. Er habe lediglich einen Witz darüber gemacht, dass ein Fußballer während eines Football-Spiels Werbung mache, so Martin.
GLAAD: Martin verbreitet schon länger Homophobie

Die kritisierte
GLAAD erklärte jedoch, dass sich Martin bereits wiederholt homophob geäußert habe und nun das Fass übergelaufen sei. So habe der Kommentator etwa eine homophobe Aussage des Komikers Tracy Morgan noch verteidigt, als dieser sich bereits dafür entschuldigt habe. Auf seiner Website habe er zudem erklärt, dass seine Ehefrau - eine Pfarrerin - "vielen Männern und Frauen geholfen hat, dem homosexuellen Lebensstil zu entrinnen." Martin selbst hat einen Masters-Abschluss in "christlicher Kommunikation", der ihm eine baptistische Universität im US-Bundesstaat Louisiana verliehen hat.
"Martins Twitter-Nachricht, in der er Gewalt gegen Schwule propagiert, kommt nicht von ungefähr. Er propagiert schon länger solche Thesen", begründet die GLAAD ihre Forderung. "Homofeindliche Gewalt ist derzeit in Amerika ein ernstes Problem, gegen das Millionen Amerikaner ankämpfen müssen. Diese Gewalt ist kein Witz. CNN sollte daher Roland Martin feuern."
Insgesamt 95.000 Menschen haben die Twitter-Nachrichten des Journalisten abonniert. Martin tritt auch in Sendungen des internationalen Programms von CNN auf, das in Deutschland zu empfangen ist. (dk)














Bei einem Fernsehsender hat der nichts zu tun. Der kann ja stattdessen zurück auf seine christliche Operettenuniversität und sich da noch mehr dubiose Titel geben lassen.