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  • 01. September 2004 9 2 Min.

Donauwörth Eineinhalb Monate nach dem Sexualmord an dem 15-Jährigen Murat Yildiz im bayerischen Donauwörth haben zwei Männer die grausige Tat gestanden, berichtet die Polizei. Es handelt sich dabei um einen 33-jährigen Schweizer aus der Region Thun und einen aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen stammenden 41-Jährigen. Die beiden Schwulen gaben offenbar zu, den 15-jährigen Schüler am Abend des 12. Juli in Donauwörth getroffen und danach mit zahlreichen Messerstichen zur sexuellen Befriedigung getötet zu haben. Seine "schrecklich zugerichtete" (Polizei) Leiche war am 16. Juli in einem Wald gefunden worden. Die Täter hatten offenbar über das Internet Kontakt mit ihrem späteren Opfer aufgenommen. "Wie bereits mehrfach berichtet wurde, verkehrte der 15-Jährige in homosexuellen Kreisen", so die Polizei leicht homophob. "Die Ermittler wissen, dass der Getötete auch im Internet auf einschlägigen Seiten gesurft hat." Unter dem Nick Teenix hatte der Jugendliche zudem einen eigenen Web-Auftritt, der nun für Beileidsbekundungen verwendet wird. Die Polizei scheint wenig Gespür für homosexuelle Verhaltensweisen zu haben: "Aus welchem Grund Murats Kleidungsstücke an einem Parkplatz nahe Garmisch-Partenkirchen abgelegt wurden, ist momentan noch nicht bekannt", so eine Mitteilung der Polizei Dillingen. Der offen schwule Jugendliche habe "eine Art Doppelleben" geführt. Nach einem Bericht in "Aktenzeichen XY", der Aussetzung einer Belohung und einigen "freiwilligen" Speichelproben kam die Polizei den Tätern durch ein Fahndungsplakat auf die Spur, in den Wohnungen eines der Täter fand sie eMail-Ausdrucke mit Bezug zur Tat sowie das Handy des Opfers. Yildiz könnte nicht das einzige Opfer sein: "Bei der Auswertung des angesprochenen E-Mail-Verkehrs zwischen den beiden Festgenommenen wurde bekannt, dass sie bereits in den vergangenen Wochen Gewalttaten bzw. sexuelle Handlungen an bislang nicht bekannten Personen vorgenommen haben", so die Polizei. (nb)

#1 skydiver
  • 01.09.2004, 16:41hStuttgart
  • Ich habe vor ein paar Tagen schon über den Fall in der Presse gelesen, und ich muss sagen, das mich der Fall sehr bewegt hat!!! Etwas pietätslos finde ich allerdings, das Ihr hier einen Link auf die Homepage des Opfers gesetzt habt! Das ist irgenwie so als wenn Ihr gestorben seid, und Jedermann schnüffelt bei Euch Zuhause in Euren Sachen rum...
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#2 OlliAnonym
  • 01.09.2004, 20:00h
  • Erst wird die Polizei verurteilt, "homosexuellen Gebräuchen" gegenüber kein Gespür zu haben ( ich persönlich hasse solches Gejammer ) andererseits existiert ein Link auf die Webpage des Opfers! Dies führt dazu, dass sich viele voyeuristisch die Web-Page aufrufen!
    So etwas empfinde ich als mangelnden Gespür gegenüber den Angehörigen des Toten und eine Pietätlosigkeit des Toten an sich! Auch bei Toten sollte die Würde bewahrt werden!
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#3 ArminAnonym
  • 02.09.2004, 09:43h
  • Ich denke nicht, dass der Ausdruck "homosexuelle Kreise" gleich ein Ausdruck der Homophobie darstellt.
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