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Kommentare zu:
Für ein Coming-out ist´s nie zu spät, Manfred Krug


#41 seb1983
  • 10.02.2012, 17:14h
  • Antwort auf #38 von reginaldo
  • Letztendlich alles ein alter Hut im Arte Film.

    Die Grundbedürfnisse sind gestillt, es geht nur noch um individuelle Luxusbedürfnisse. Dafür kann man werben, was immer geschickter passiert. Ich hab ja selbst Marketing gemacht. Da gehts nur noch um Emotionen, die Produkte unterscheiden sich eh nicht. Das kann funktionieren, muss es aber nicht.
    40%!!! aller neuen Produkte sind nach einem Jahr schon wieder vom Markt verschwunden weil sie nicht angenommen wurden! Da ist nix mit "Kapitalbesitzer entscheidet was wir kaufen"

    Wenn es funktioniert kann das allerdings sehr lohnend sein. So hatten wir mal den Henkel Marketingchef als Gastvortrag.
    Der hat offen gesagt: Ob sie nun Persil nehmen oder Unamat von Aldi, die waschen beide gleich sauber. Bei uns bekommen sie aber die emotionale Komponente mit dabei. Und die macht den Unterschied. Dadurch ist Persil Marktführer in Deutschland.

    Hier mal ein Einstieg ins Thema, der Einfachheit halber aus Wikipedia:

    die Maslowsche Bedürfnispyramide

    de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide

    Eines der bekanntesten Modelle bei Konsumentscheidungen das S-O-R Modell

    de.wikipedia.org/wiki/S-O-R-Paradigma

    (das O war früher mal die "Black Box")

    die Konditionierug:

    de.wikipedia.org/wiki/Konditionierung

    die Kaufentscheidung:

    de.wikipedia.org/wiki/Kaufentscheidung

    Bei Bedarf hab ich hier bestimmt noch 200 Seiten aus der Vorlesung über Käuferverhalten rumliegen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#43 günther jauchAnonym
  • 10.02.2012, 21:54h
  • "Sie ist ausgeschieden - diese Fünf machen sich Hoffnungen.

    [...]

    Und wir verirren uns ins weite Reich der Mode.

    Oh Gott - die Herren...geben jetzt schon auf."

    (Zitat RTL, 10.02.2011, ca. 20:40 Uhr)
  • Antworten » | Direktlink »
#44 Das SeinAnonym
  • 11.02.2012, 00:08h
  • Antwort auf #40 von Sebi2
  • ...bestimmt das Bewusstsein !

    "Dank „Germany's Next Topmodel“, so formulierte es der Feminist Harald Schmidt in seiner Laudatio auf die Börne-Preisträgerin Alice Schwarzer,

    „spart sich Vati den Weg in die Münzkabine am Hauptbahnhof, denn er kann jetzt in aller Ruhe vor dem Fernseher minderjährige Mädchen in Unterwäsche über Zechenhöfe stöckeln sehen“. Aber nicht nur Vati schaut zu, auch die Tochter und sogar der kleine Bruder:

    Das Finale der jüngsten Staffel verfolgten 37,3 Prozent der Zuschauer zwischen drei und 13 - Frauenquälen für die ganze Familie."
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#45 beijing fatimaAnonym
  • 11.02.2012, 11:36h
  • Antwort auf #42 von coming out
  • Der streng vertrauliche Rapport berichtet über den Besuch eines anderen Kardinals, Paolo Romeo, 73, Erzbischof von Palermo, in China. Der katholische Würdenträger muss im kommunistischen "Reich der Mitte" höchst brisanten Stoff ausgepackt haben, wenn das Papier, in dem ein unbekannter Protokollant seinen Vortrag zusammengefasst hat, nicht völliger Blödsinn ist.
    Demnach hat Romeo in Peking von einem erbitterten Machtkampf zwischen mächtigen Gruppierungen im Vatikan gesprochen - die eine für, die andere gegen den amtierenden Papst: Benedikt XVI., werde allerdings spätestens im November 2012 nicht mehr leben, heißt es. Romeo habe das mit solcher Gewissheit gesagt, notiert der Schreiber, dass die entsetzten Gesprächspartner sicher waren, er spreche von einem bevorstehenden Attentat. Auch wenn er das wörtlich nicht gesagt habe.

    www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,814625,00.html
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#46 stromboliProfil
#47 alexander
  • 11.02.2012, 20:42h
  • Antwort auf #45 von beijing fatima
  • na, wir sprechen doch immer vom rollback !
    beim katholiban bis hin zum mittelalter !
    also, sei's drum : WEITERMACHEN (MORDEN) WIE GEWOHNT !

    schließlich sind wir traditionsbewusst und halten "die uns vorgelebten werte" hoch !
    und 2000 jahre mord und totschlag, sind doch immer noch besser als nichts ? nicht wahr !!! [smile

    mei, man überlege, der schöne filmstoff ?
    wir haben genug von den BORGIAS, dann kämen die RATZINGERS, endlich mal was deutsches !!!

    NOCH !!! SIND WIR PAPST !!!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#48 antosProfil
  • 12.02.2012, 12:29hBonn
  • Antwort auf #34 von seb1983
  • „Als Mann und Schwuler sehe ich mich übrigens ganz einfach nicht als Opfer von Sexismus.“

    ***

    Applaus! Applaus! Stück zu Ende, Vorhang zu. Sepp, der sich bereits umgezogen hat, wirft seine Sporttasche über die Schulter und sprintet zum Ausgang, wo sein Freund Sepp schon auf ihn wartet. Das beide denselben männlichen Namen tragen ist nur einer der wunderbar zufälligen Zufälle, die sie zusammengeführt hat.

    Heimwärts dann! Wolken ziehen mit ihnen einen Himmel entlang, der sich exakt in der Verlängerung von Sepps und Sepps Körperachsen befindet. Unter ihnen ein Boden aus Tatsachen und Marketingtheorien für Erstsemester, lechts und rinks der Kleinstadtdschungel von Trier, einem beschaulichen Nachfragermarkt in der Nähe von Oberbillig. Von einer Plakatwand grüßt ein Konzern mit einem unbekannten Sportler, die Figur perfekt nachgezeichnet von den geübten Händen künstlicher Moleküle und diverser Grafiker - seine immense Leistungsfähigkeit ist als fettiger Glanz auf seiner Oberfläche abgebildet. Dort, wo die extra engen Lycrahosen in Haut übergehen, verdecken drei weiße Seitenstreifen die Schweißnaht. Verbraucher aus Trier wünschen sich das so. Das Bild scheint zu schwitzen, so wie Gipsmadonnen bluten. Like a Virgin, hey! Auch Sepp schwitzt jetzt, denn vor ihm, in Sichtweite, nähern sich grölend drei junge Männer. Metrosexuelle Heterosexuelle, man sieht es gleich an ihren gezupften Brauen, den scharf getrimmten Spaßbärten und den grellroten Markensportschuhen. Weg mit dem Mikro, an einer spontanen Verbraucherbefragung könnte Sepp zur Zeit eh nicht teilnehmen, wird er doch gerade gegen einen parkenden Sportwagen geschubst, der stumm in der Dämmerung glänzt. Dessen immense Leistungsfähigkeit blitzt als Glanz auf seiner Oberfläche, zu schwitzen scheint er aber nicht, weil Autohauskunden es sich hart, glatt und trocken wünschen, die sind doch nicht schwul. Aua, das tut weh.

    "Aua!" Ein allgemein verständlicher Schmerzenslaut von Sepp. „Aua, aua“, äffen ihn die drei mit auf weibisch gestellter Stimme nach und treten ihn abwechselnd. Ein unromantischer Feetfuck. Sepps Freund Sepp erstarrt vor Angst, er wird ganz steif, nein, nicht sein kleiner Freund wird steif, haha, wir Schwulen, es gibt uns kaum, aber kommen wollen wir doch immer, ne? Nein, den Homo gibt es ja schon seit dem Altertum, wo er in Aufzeichnungen erwähnt wird. Er geistert durch die eine Überlieferung. Gell, das schaust Du, vingtans, vor dir waren welche, schock! Sie waren aber nichts Halbes und nichts Ganzes. Wann kommt endlich die furchtlose Retterin Lapushka? Sepp windet sich neben dem PKW. „Du Schwuchtel!“ ruft einer, „heute schon die Beine gespreizt, blöde Tuntenschlampe?“ sekundiert der Zweite. Der Dritte: „Hey, du Detlef mit weichem D, wenn ich dich hier rumschwuchteln seh, muss ich kotzen, echt!“

    Während sie so untereinander sind, einer unter den anderen, deklamiert ein Passant, der das Ganze schon seit Minuten beobachtet hat mit Blick auf sein Iphone:

    „Das Verb schwuchteln ist ein altes deutsches Wort für schwenken, ausgelassen herumspringen, in den Hüften wiegen, tänzeln. Im Sprachgebrauch der männlichen Homosexualität ist damit gekünsteltes weibliches Benehmen, und trippelnder, wiegender Gang des damit schwuchtelnden femininen homosexuellen Mannes gemeint. Im Rotwelschen und in mitteldeutschen Mundarten bedeutet schwuchten oder schwuchteln links herum tanzen oder beim Gehen in den Hüften wiegen. Nach Bleibtreu-Ehrenberg stammt der Ausdruck vom Theater im Mittelalter, als Frauen noch nicht auf der Bühne stehen durften und Männer en travestie spielten. Es sollen dort jene Schauspieler so bezeichnet worden sein, die die Rolle der Schlampe, des liederlichen Frauenzimmers zu verkörpern hatten.“

    Gleißende Helligkeit, als wollte das Ganze einen Augenblick lang explodieren. Dann abrupt Dunkel.
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#49 antosProfil
#50 seb1983
  • 12.02.2012, 12:53h
  • Antwort auf #48 von antos
  • Grade beim Brunchen im beschaulichen Trier.

    Dein kleines Bühnenstück hat leider nen ganz entscheidenden Fehler:
    Wie bereits erwähnt, ich sehe mich nicht als Sexismusopfer, ich bin ansonsten aber auch keins, dabei hilft notfalls dass ich schon seit einigen Jährchen boxe. Bei Weitem nicht nicht als Bester im Studio, aber für von dir beschriebene Metros dürfte es reichen.

    Wenn der erste dann nen Hacken eingesteckt kann sich der Rest überlegen ob er nen Nachschlag will oder in Zukunft Schwule nicht mehr als Berufsopfer ansieht. Obs dabei genug Funken sprüht für die gleißende Helligkeit will ich dann aber doch bezweifeln.
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