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- 02. September 2004 2 Min.
New York Die homophoben Töne auf dem republikanischen Parteitag werden lauter. So greift Senatskandidat Alan Keyes Schwule und Lesben als "egoistische Hedonisten" an und bezeichnet Mary Cheney, die lesbische Tochter des Vizepräsidenten, als "Sünderin".
Nach George W. Bushs Rede heute abend singt der homophobe Gospelstar Donnie McClurkin die Nationalhymne. Er hat Schwule beschuldigt, sie wollten "unsere Kinder töten." Homosexualität sei ein "Fluch". Er selbst bezeichnete sich kürzlich im Christian Broadcasting Network als "geheilten Homosexuellen".
Nach ihm wird Bischof Keith Butler ein Gebet sprechen. Er sagte bei einer Veranstaltung in Juni: "Homosexualität ist kein Bürgerrechts-Thema. Es ist eine Lifestyle-Entscheidung, die nicht natürlich ist. So etwas sollte nicht unseren Kindern als normal präsentiert werden."
Ferner sprachen auf Parteitags-Veranstalungen mehrere Redner von einem "Kulturkrieg" gegen die Dekadenz: "Wir müssen auch diesen Krieg gewinnen", so Senator Sam Brownback. Senatskandidat Tom Coburn nannte seine Wahlkampf gegen einen Demokraten den "Kampf um die Kultur Amerikas" und einen "Kampf von Gut gegen Böse". Präsidentenberater Jim Towey sprach in einer Rede vor Delegierten von einer Anschlagsserie gegen die Ehe: "Wenn Sie auf die Werte in unserem Land schauen, gibt es einen riesigen kulturellen Graben."
Während des Parteitages haben gestern Mitglieder der Aids-Aktivisten um die Gruppe Act-Up die Rede von Stabschef Andrew Card unterbrochen und gerufen: "Bush lügt. Stoppt Aids, erlasst die Schulden." Zwölf Aktivisten wurden festgenommen. (dk)














