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Coming-out
Rugby-Schiedsrichter Matt Cecchin ist schwul
- 14. Februar 2012 2 Min.

Matt Cecchin passt auf, dass es die Rugby-Jungs nicht zu wild treiben
Einer der bekanntesten Rugby-Schiedsrichter, der Australier Matt Cecchin, hat sich als homosexuell geoutet.
Wie die "Herald Sun" meldet, hat sich der 38-Jährige jetzt zu einem Coming-out entschlossen, da sein Sohn die Schule beendet hat. Er habe ihn nicht während seiner Abitur-Vorbereitungen mit hoher Medienaufmerksamkeit belasten wollen. Cecchin gehört in der Rugby-Welt zu den erfolgreichsten Referees und leitete unter anderem das australische Rugby-Pokalfinale und das Finale der "2011 Rugby League Four Nations".
Cecchin wurde sich erst als Mittzwanziger in den 1990er Jahren seiner Homosexualität bewusst, berichtet er nun: "Wie viele Leute dachte ich, dass man sich als Schwuler auch weiblich verhalten muss, in Nachtclubs und in die Szene geht. Aber das alles war nie meine Welt", so Cecchin. "Ich machte statt dessen lieber Sport, besonders Rugby, und ging gerne mit meinen Kumpel ins Pub." Seine eigene Homosexualität entdeckte er, als er das Buch von Ian Roberts las, der 1995 als erster und bislang einziger australischer Rugby-Referee sein Coming-out gewagt hatte. Gegenüber seiner Familie und seinen Freunden outete sich Cecchin bereits vor 13 Jahren, fühlte sich aber nie sicher, das auch öffentlich zu tun. Er habe bislang keine negative Reaktionen gehört, als er seine Sexualität offenbarte.
Weitere Schwule im Rugby-Sport?
Im seiner Sportart könnten auch andere Homosexuelle mitmischen, ist er sich sicher: "Ich wäre überrascht, wenn ich der einzige schwule Mann in der Rugby-Liga wäre. Aber mein Coming-out hat nichts mit anderen Leuten in der Liga zu tun". Vielmehr wolle er mit diesem Schritt jugendlichen Schwulen Mut machen, die Angst vor einem Coming-out haben. "Meiner Erfahrung nach brauchen sie keine Angst zu haben. Die Menschen haben ihren Frieden mit der Sache gemacht", ist er überzeugt.
Anders als im Fußball gab es, wo sich Promis mit einem Coming-out noch schwer tun, gab es bereits zwei hochkarätige Coming-outs im Rugby. Den Anfang machte 2009 der walisische Nationalspieler Gareth Thomas (queer.de berichtete). Er berichtete unlängst in einer BBC-Dokumentation, dass seine Mitspieler sehr gelassen reagiert hatten. Im vergangenen Jahr outete sich außerdem der 22-jährige Spieler Jed Hooper aus Bristol (queer.de berichtete). (dk)














