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"No Homo Promo" abgeschafft

Bachmanns Heimat wird etwas homofreundlicher

  • 15. Februar 2012 6 2 Min.

Michele Bachmann hat Homosexualität bereits als "Teil Satans" bezeichnet

Nach Berichten über hohe Selbstmordraten unter Jugendlichen in der Heimat der ultrakonservativen Michele Bachmann hat der Schulbezirk eine homophobe Verordnung gekippt.

Am Montag hat die Schulbehörde im Bezirk Anoka-Hennepin (US-Bundesstaat Minnesota) eine umstrittene Regelung abgeschafft, nach der Lehrer im Unterricht keine "Werbung" für Homosexualität machen dürfen. Das einflussreiche Magazin "Rolling Stone" hatte erst vor gut einer Woche über die alte Verordnung aus dem Jahr 2009 berichtet und in Zusammenhang gebracht mit einer Häufung von Selbstmorden unter Jugendlichen, die als homo­sexuell gemobbt worden waren. Das Magazin kritisierte, dass die Abgeordnete des Bezirkes in Washington, die ehemalige "Tea Party"-Präsident­schafts­kandidatin Michele Bachmann, eine extrem homophobe Atmosphäre geschaffen habe (queer.de berichtete).

Nach Kritik aus dem ganzen Land, mehreren Petitionen und zwei gerichtlichen Klagen hat die Schulbehörde nun reagiert: Der neuen Regelung zufolge sollen die Lehrer umstrittene Themen "mit Respekt" behandeln. Dabei wird ausdrücklich erwähnt, dass alle Schüler die Möglichkeit erhalten sollten, ihre Meinung mit Würde kundzutun, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Rasse, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Orientierung. Die Verordnung wurde mit fünf gegen eine Stimme angenommen.

Die alte Regelung war unter dem flapsigen Titel "No Homo Promo" in der amerikanischen Presse besprochen worden. Lehrergewerkschaften und Homo-Aktivisten kritisierten, dass die Pädagogen aus Angst vor ihrer Entlassung keine schwulen oder lesbischen Autoren mehr behandeln würden oder Aids-Prävention als Unterrichtsthema ablehnten. Außerdem würde so Druck auf schwule oder lesbische Schüler ausgeübt, ihre sexuelle Orientierung geheim zu halten.

Die Bürgerrechtsorganisation Southern Poverty Law Center begrüßte die Neuregelung, sieht sie aber erst als ersten Schritt an: "Der Bezirk muss nun etwas dafür tun, dass sich alle Schüler, auch Schwule, Lesben und nicht geschlechtskonforme Jugendliche, in der Schule sicher fühlen können." Amerikanische Studien haben festgestellt, dass die Selbstmordrate von jungen Homosexuellen in konservativen Regionen um 20 Prozent höher liegt (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.02.2012, 15:40h
  • Gut, daß diese unsägliche Verordnung ja endgültig der Vergangenheit angehört!
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#2 Frank N SteinAnonym
#3 KölnerAnonym
  • 15.02.2012, 17:16h
  • Leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein und reine Augenwischerei...
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