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Teddybär-Augen für Baku
Roman Lob verzaubert Deutschland. Auch Europa?
- 17. Februar 2012 2 Min.

Roman Lob gestern bei "Unser Star für Baku"
Seit gestern ist es entschieden: Roman Lob vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest in Baku. Der 21-jährige Industriemechaniker aus Neustadt (Wied) in Rheinland-Pfalz setzte sich wie erwartet gegen Ornella de Santis durch.
Sein gestern ebenfalls ausgewählter Beitragssong, "Standing Still", hat trotz einer leichten Schwäche am Anfang des Vortrags durchaus Ohrwurmpotential - kein Wunder, schließlich hatte das britische Jazz-Genie Jamie Cullam daran mitgeschrieben. Doch für 12 Punkte aus England, wie von der Jury gestern bereits vollmundig erwartet, wird das kaum reichen - Großbritannien dürfte die volle Punktzahl wieder an Jedward vergeben, deren zweite Teilnahme in Folge nur noch eine Formalsache ist.
Wie wird Roman international abschneiden? Man kann es nicht recht abschätzen, was kein schlechtes Zeichen sein muss. Die internationalen Reaktionen der Fans auf der Facebook-Seite des Song Contests sind recht durchwachsen, eher wenige sind völlig begeistert; das kann sich durch mehrmaliges Hören durchaus noch ändern.
Erster Chart-Erfolg
In Deutschland schaffte es Roman mit "Standing Still" jedenfalls bereits am Freitag an die Spitze der iTunes-Charts, ist anders als Lena allerdings nur mit einem Song in den Top Ten vertreten, nicht mit dreien. Was auch mit den schwachen Quoten der TV-Show zu tun haben könnte, die ein wenig langwierig wie -weilig ausfiel.
"Was immer passieren mag mit Roman Lob und 'Standing Still', Deutschland hat mal wieder ein gutes Händchen und Aktualität bewiesen und zeigt erneut, dass wir keinem alten Cancan hinterher trauern, sondern den Zahn der Zeit erfasst haben und ganz oben in Europa mitspielen können", findet Grand-Prix-Fan Michael Götz-Pijl, der für Queer.de aus Baku berichten wird.
Und Europa wird so nebenbei gezeigt, dass Deutschland nicht nur hübsche Mädels zu bieten hat; einen sympathischen Cutie fürs schwule Auge wie fürs Herz hat das Land schon länger nicht mehr in den Wettbewerb geschickt (Sorry, Oscar Loya). Auch wenn diese Redaktion meint, dass Roman Brusthaare besser stünden als ein Tattoo.
Könnte Roman noch in anderer Hinsicht ein guter Botschafter für Deutschland werden? Auf der Pressekonferenz nach der Show sagte er, er werde beim Auftritt kein T-Shirt mit einer politischen Botschaft tragen (was er wohl auch verboten bekäme). Aber er "hoffe, dass die Augen geöffnet werden". Mit dem ein oder anderen Statement zur Menschenrechtssituation in Aserbaidschan könnte Deutschland einen Gewinner ins Finale am 26. Mai schicken, egal, auf welchen Platz er abschneidet. (nb)
Brainpool lässt Videos von Romans gestrigen Auftritt bei Youtube sperren, was für eine europaweite Promotion vielleicht nicht die beste Idee ist. Er kann aber hier angesehen werden.















der song klingt wahnsinnig schmierig und hat son "american touch".
ich find man sollte beim eurovision mal wieder kuturelltypische musik spielen.
und nicht diesen allamerican tünnes!
ein deutscher song für deutschland, ein französischer für frankreich... etc.