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Reaktion auf Zukunftsforum
Kardinal Marx bleibt beim Homosex streng katholisch
- 25. Februar 2012 3 Min.
![Kardinal Marx: Sexualität ist [...] eine personale Verbindung von Mann und Frau."](https://www.queercom.de/publisher/pics/20120225346-Reinhard-Kardinal-Marx-b250.jpg)
Kardinal Marx: Sexualität ist [...] eine personale Verbindung von Mann und Frau." (Bild: Wiki Commons / Botulph / CC-BY-SA-3.0)
In seiner Antwort auf die Empfehlungen des Forums "Dem Glauben Zukunft geben" bewegt sich der Münchner Erzbischof keinen Millimeter.
Von Christian Scheuß
Auch wenn es die "Augsburger Zeitung" am Freitag anders titelte und schrieb: "Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx geht auf Homosexuelle zu"; Man wundert sich beim Lesen der Quellen, wie der zuständige Redakteur das offensichtliche Beharren auf alten katholischen Kamellen, das sich kaum hinter einem rhetorischem Feigenblatt verbirgt, als Zugeständnis interpretieren kann.
Der Münchner Kardinal hatte am Freitag eine lang erwartete Antwort auf einen umfangreichen Empfehlungs- und Forderungskatalogs des Forums "Dem Glauben Zukunft geben" veröffentlicht. Insgesamt 61 Ziele waren im Dezember 2010 von einem Gremium aus kirchlich engagierten Laien und Priestern im Erzbistum München-Freising nach zweijähriger Diskussion formuliert und übergeben worden. Die Arbeit des Kardinals bestand nun darin, zu prüfen, was von diesen Empfehlungen zu Fragen Geschiedener und Wiederverheirateter, zum Zölibat oder der Rolle der Frau in der Kirche umsetzbar sei.
"Vollwertig" in Marxscher Definition: Homosexuelle dürfen in der Kirche mitarbeiten
Unter dem Punkt "Homosexuell veranlagte Menschen als vollwertige Glieder der Gemeinschaft der Glaubenden anerkennen" fanden sich für römisch-katholische Verhältnisse durchaus als revolutionär zu bezeichnende Vorschläge. So heißt es darin: "Die Erzdiözese setzt sich das pastorale Ziel, alle Menschen zu eigenverantwortlichem Handeln zu befähigen und eine ehrliche Verantwortungsethik an die Stelle einer einseitigen Gesetzesethik zu setzen. Gesellschaftliche Entwicklungen und wissenschaftliche Erkenntnisse werden ernst genommen und berücksichtigt. Im Denken und Handeln der Kirche und ihrer Lehre werden sie adäquat umgesetzt. Dabei werden homosexuell veranlagte Menschen als vollwertige Glieder der Gemeinschaft der Glaubenden begriffen. Es findet keine Ausgrenzung aufgrund ihrer Veranlagung statt. Ihr Bedürfnis, in Liebe mit einem anderen gleichgeschlechtlichen Partner verbunden zu sein und diese in entsprechender Weise zu erfahren, wird ernst genommen und zuerkannt."
Wie dieses ernst nehmen aussehen könnte, wird ebenfalls beschrieben: "Spätestens zum Valentinstag 2012 werden in verschiedenen Pfarreien aller Regionen überregionale Segensfeiern für alle Liebenden gefeiert. Dabei werden explizit alle Liebenden eingeladen, also auch homosexuell veranlagte Menschen, unverheiratete Väter und Mütter und wiederverheiratete Geschiedene. Zum September 2011 wird eine Planstelle für die Seelsorge an homosexuell veranlagte Menschen eingerichtet."
Voraussichtlich werden auch zum Valentinstag 2013 Schwule und Lesben vergeblich auf des Kardinals Segen warten. Denn seine Antwort dazu lautet: "Homosexuelle Menschen sind vollwertige Mitglieder der Kirche. [...] Für die Kirche bleibt aber, dass die homosexuelle Beziehung nicht akzeptiert wird. Und das bleibt die Lehre der Kirche: Die gelebte Sexualität gehört in die Beziehung zwischen Mann und Frau in der verbindlichen Gemeinschaft der Ehe. Jeder ist und bleibt natürlich ein sexuelles Wesen, geschlechtlich geprägt, auch der Zölibatäre, jeder bleibt Mann und Frau - das hat auch eine tiefere Bedeutung. [...]Ein homosexueller Mensch wird vollwertig anerkannt, die homosexuelle Beziehung können wir nicht akzeptieren wie eine Ehe."















Kein halbwegs "normal denkender" Mensch kann solch ein abgedroschenes, realitätsfernes Geschwafel auch nur ansatzweise ernst nehmen.
Für mich gehört diese Sippschaft eindeutig in psychiatrische Behandlung - am besten in der geschlossen Abteilung, damit sie keinen Schaden bzw. Unfrieden mehr anrichten können und gleichzeitig die nötige Betreuung erfahren dürfen.
Unglaublich, dass in der heutigen Zeit ein solcher Schwachsinn noch ungestraft verbreitet werden darf.
Mögen die künftigen Generationen vor dem verderblichen Einfluss dieser klerikalfaschistischen Hasssysteme bewahrt bleiben!
Was bitte geht es einen aufgrund der Religion hirngewaschenen bzw. frustrierten Menschen wie Marx an, auf welche Weise Andere einen Weg finden, ein glückliches Leben zu führen, und mit welchem "Recht" maßt er sich an, dieses mit seinen gestörten Ansichten zu vergleichen oder gar zu reglementieren?