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- 03. September 2004 1 Min.
New York Präsident George W. Bush bekräftigte bei seiner Rede auf dem Republikaner-Parteitag, dass er sich gegen die Homo-Ehe einsetzen werde. Er forderte, das Verbot von gleichgeschlechtlichen Hochzeiten in der Verfassung festzuschreiben, da die traditionelle Ehe vor "allzu aktiven Richtern" geschützt werden müsse. "Ich werde weiterhin Richter ernennen, die nicht ihre persönliche Meinung über das Gesetz stellen", so Bush. Hintergrund ist eine Entscheidung des obersten Gerichtshofes von Massachusetts, der die Ehe für Schwule und Lesben öffnete, da die Richter den Gleichheitsgrundsatz der Bürger vor der Verfassung des Staates verletzt sahen. Bush griff seinen demokratischen Gegner John Kerry an, weil er gegen die Verfassungsänderung sei und 1996 im Senat auch nicht das so genannte "Gesetz zur Verteidigung der Ehe" unterstützt habe, das die Anerkennung von Homo-Ehen durch den Bund verbietet.
Nach der Rede riefen Bush und Vize-Präsident Dick Cheney ihre Familien zu sich und ließen sich unter dem Jubel der Parteitagsdelegierten feiern. Nur Mary Cheney, die lesbische Tochter des Vize-Präsidenten, fehlte bei dem Foto-Shooting. Als Walkampfhelferin unterstützte sie ihren Vater, hielt sich aber auf dem Parteitag im Hintergrund und lehnte jede Interview-Anfrage ab. Von konservativen Delegierten wurde sie für ihren Lebenswandel als "Sünderin" bezeichnet. (dk)














