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  • 05. März 2012 54 3 Min.

Kardinal Keith O´Brien will das "Menschenrecht" auf eine exklusiv heterosexuelle Ehe verteidigen

Der katholische Kardinal Keith O'Brien hat die Homo-Ehe als "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts" bezeichnet und mit der Legalisierung von Sklaverei verglichen.

In der konservativen Sonntagszeitung "Sunday Telegraph" kritisierte der ranghöchste katholische Geistliche Schottlands die Forderung nach einer Öffnung der Ehe scharf. Die britische Regierung hatte angekündigt, Homo-Paare bis 2015 gleichzustellen (queer.de berichtete), der Teilstaat Schottland will bereits bis 2013 die Ehe öffnen (queer.de berichtete).

O'Brien erklärte, die Ehe-Öffnung habe nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern solle die Gesellschaft verändern: "Da schon alle Rechte der Ehe Homo­sexuellen [in eingetragenen Partnerschaften] offen stehen, ist es klar, dass es bei diesem Vorhaben um etwas anderes geht: Es ist der Versuch, die Ehe für die gesamte Gesellschaft auf Geheiß einer kleinen Minderheit von Aktivisten neu zu definieren". Das habe aber große Auswirkungen, beispielsweise auf Schulen. Dort dürften Lehrer dann nicht mehr sagen, dass die Ehe eine Verbindung zwischen Mann und Frau sei.

"Keine Regierung hat die moralische Autorität, die universelle Bedeutung der Ehe zu demontieren", erklärte O'Brien weiter und ließ sich zu einem gewagten Vergleich hinreißen: "Stellen Sie sich vor, die Regierung würde Sklaverei legalisieren, aber uns versichern, dass niemand dazu gezwungen wird, einen Sklaven zu halten. Würde uns diese wertlose Zusicherung beruhigen? Würde sie rechtfertigen, ein grundlegendes Menschenrecht zu demontieren? Oder würde die schwammige Formulierung lediglich ein großes Unrecht verbergen?"


Der "Telegraph" bebilderte den Kommentar des Kardinals mit einen Foto von Elton John und dessen Lebenspartner

Weiter argumentierte O'Brien, dass die Menschenrechtserklärung das Recht von Heterosexuellen auf eine exklusive Ehe garantiere: "In Artikel 16 ist die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert", so O'Brien. Tatsächlich heißt es dort: "Heiratsfähige Männer und Frauen haben ohne jede Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, zu heiraten und eine Familie zu gründen."

Homo-Befürworter "wahnsinnig"

Mit harten Worten kritisierte er auch Befürworter der Homo-Ehe in der Politik: "Ihr Versuch, die Realität neu zu definieren, erhält eine höfliche Anhörung, ihrem Wahnsinn wird gefrönt. Ihr Vorschlag ist die groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts."

Am Montag verteidigte der Kardinal seine Äußerungen. Gegenüber BBC-Radio 4 erklärte er, es sei "an der Zeit gewesen, das zu stoppen, was man allgemein als Fortschritt in der Gesellschaft" bezeichnet. Dieser Fortschritt werde die Gesellschaft "degenerieren" und in die Sittenlosigkeit führen.

Die konservativ-liberale Regierungskoalition wies die Kritik des Kirchenführers empört zurück. So erklärte der konservative Abgeordnete Daniel Byles via Twitter, O'Briens Ausführungen seien "bizarr und zusammenhangslos". Der Liberaldemokrat Stephen Gilbert sagte: "Gott hat Männer und Frauen gleich erschaffen - O'Brien hat sich aber dafür entschieden, dass manche gleicher sind als andere." (dk)

-w-

#1 Linu86
  • 05.03.2012, 17:15h Aachen

  • "Eine konservativ-liberale Regierung" ... man stelle sich das mal in Deutschland vor: Merkel befürwortet die Homo-Ehe und reagiert empört auf Kritik von Kardinal Meissner... "zusammenhangloser Schwachsinn" ..."beim Herrn Kardinal sind wohl manche Menschen gleicher als andere" ... ich würds so feiern! xD

    Leider ist dem nicht so! :(
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#2 PanneAnonym
  • 05.03.2012, 17:16h
  • Wo ist der denn nun wieder ausgebrochen?

    ""Keine Regierung hat die moralische Autorität, die universelle Bedeutung der Ehe zu demontieren",

    Und keine Religion hat das Recht, sich in staatliche Angelegenheiten einzumischen.

    Meinetwegen kann die kirchliche Ehedefinition ja bestehen bleiben, aber was haben die mitzureden was auf Standesämtern geschieht?

    ""Stellen Sie sich vor, die Regierung würde Sklaverei legalisieren, aber uns versichern, dass niemand dazu gezwungen wird, einen Sklaven zu halten. Würde uns diese wertlose Zusicherung beruhigen? Würde sie rechtfertigen, ein grundlegendes Menschenrecht zu demontieren?".

    Für diesen grotesk dämlichen Vergleich würde ich ihm am liebsten seine dämliche rote Kappe vom Kopp hauen.

    Sklavenhaltung ist ein krasser Verstoß gegen die Menschenrechte "Freiheit" und "Selbstbestimmung" insofern kann es einem nicht egal sein dass es das gibt, auch wenn man selber keinen Sklaven halten muss.
    Und wo passt da jetzt bitte die Homo-Ehe rein?

    "Ihr Versuch, die Realität neu zu definieren, erhält eine höfliche Anhörung, ihrem Wahnsinn wird gefrönt. Ihr Vorschlag ist eine groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts."

    Die definieren die Realität nicht neu, sie erkennen die Realität an, statt sie zu negieren. So wie Sie, Herr O'Brien.
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#3 knatzgil
  • 05.03.2012, 17:19hettelbruck
  • Geht es auch noch ein bisschen dümmer.Wo haben sie den diese Knalltüte ausgegraben.und in Sklaverei hat ja wohl die Kirche auch grosse Erfahrungen weiterzugeben.Das berühmte Glashaus.
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