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- 06. März 2012 1 Min.

Lange haben wir gewartet, nun hat der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) doch noch auf die Tiraden des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu seiner Homosexualität reagiert.
"Lieber Diktator sein als schwul", hatte Lukaschenko am vergangenen Wochenende als Reaktion auf die Verhängung von EU-Sanktionen gegen sein Land gepöbelt (queer.de berichtete) - und dabei eindeutig Westerwelle im Visier gehabt. Der nämlich hatte den weißrussischen Präsidenten nur kurz zuvor ganz undiplomatisch (aber völlig zu Recht) als "letzten Diktator Europas" bezeichnet - bisher war dies nur die Wortwahl von Menschenrechtsgruppen.
Westerwelle blieb nach der Lukaschenko-Attacke erstaunlich cool: "Diese Äußerung richtet sich selbst", kommentierte der FDP-Politiker lapidar am Montagnachmittag in Berlin. "Ich werde auch nach diesen Äußerungen keinen Millimeter von meinem Engagement abrücken für Menschenrechte und Demokratie in Weißrussland."
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellte sich schützend vor ihren Außenminister. Das Verhalten Lukaschenkos zeige "leider sehr deutlich die Haltung, die der weißrussische Präsident zu den Grundrechten einnimmt", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz. (cw)
Foto oben: Wiki Commons / Prolinebot / CC-BY-3.0-DE















Im Gegensatz zur BRD und allen anderen ehemaligen Staaten der UdSSR ist Belarus noch immer eine ausgezeichneter Sozialstaat. Auch ist dieser Staat absolut antifaschistisch eingestellt, was man von anderen ehemaligen Sowjetrepubliken nicht behaupten kann. Ehemalige Nazi Kolloborateure gelten in Belarus nach wie vor als Verbrecher und nicht wie in Litauen z.B. als Helden.
Lukaschenko als "letzten Diktator Europas" zu bezeichnen ist aber schon etwas naja ... Zumindest wurde ihm noch nicht die "Ehre" zuteil, wie ein anderes europäisches Staatsoberhaupt vor dem Bundestag der BRD sprechen zu dürfen.