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Widerspruch zu "traditionellem Rollenverständnis"
Schützenverband will keine schwulen Paare
- 07. März 2012 2 Min.

Bitte nicht zu intim, Schützenbrüder! (Bild: Wiki Commons / FA2010 / CC-PD-MarkPD-Art (PD-old-70))
Schwule Schützenkönige soll es zukünftig nur geben, wenn dem König eine Frau zur Seite gestellt wird. Das erklärte jetzt der 300.000 Mitglieder zählende Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.
Der katholische Verband reagiert damit auf den Streit um einen schwulen Schützenkönig aus Münster, der vergangenes Jahr gemeinsam mit seinem Lebenspartner als "Königin" auftreten wollte. "Es kann und soll auch zukünftig schwule Schützenkönige geben, aber dann bitte mit einer Königin an der Seite. Wir sind der Auffassung, dass das einfach zum traditionellen Rollenverständnis gehört", erklärte BHDS-Sprecher Ralf Heinrichs nach Angaben der "Westfälischen Zeitung". Am Sonntag will der Verband daher nach einem Antrag des Paderborner Diözesanverbandes beschließen, dass Schützenkönige nur noch "eine Begleitung des jeweils anderen Geschlechts wählen können".
Nur Hetero-Paare sind gute Katholiken
Die Annahme des Antrags gelte als sicher, so der Sprecher. "Ein Homo-Paar kann keine katholische Vereinigung repräsentieren", erklärte er selbstsicher. Man wolle keine Homosexuellen aus dem Dachverband mit insgesamt 1.300 Bruderschaften drängen, sie müssten sich aber den Regeln der katholischen Kirche unterwerfen.
Der Fall des schwulen Schützenkönigs Dirk Winter sorgte im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen. Da Heterosexuelle stets mit ihren jeweiligen Partnerinnen beim Schützenfesten antraten, wollte er mit seinem langjährigen Partner Oliver Hermsdorf bei der Veranstaltung marschieren. Der Kölner Weihbischof Heiner Koch, der auch Chef der Schützen-Dachorganisation ist, untersagte dieses Vorhaben jedoch, weil ein solcher Auftritt das "Sakrament der Ehe" verletzen könne (queer.de berichtete). Schließlich einigten sich die Seiten auf einen Kompromiss: Das schwule Paar musste hintereinander - nicht wie üblich nebeneinander - marschieren, um den Eindruck einer Partnerschaft zu vermeiden. (dk)















Aus diesem Grund ist auch juristisch nichts zu machen, wenn z.B. die Caritas eine lesbische Putzfrau entlässt, nur weil diese mit ihrer Freundin verpartnert ist.