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  • 10. März 2012 14 3 Min.

Coffee, tea or me? Lufthansa-Bordservice auf interkontinentalen Strecken in der Economy Class (Bild: Gregor Schlaeger/Lufthansa)

Auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin verlieh das Gay-Lifestyle-Magazin "Mate" seinen diesjährigen Travel Award an die Deutsche Lufthansa AG.

Von Carsten Weidemann

Überraschung auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin: Für das Gay-Lifestyle-Magazin "Mate" ist die Lufthansa das "beste schwule Reiseangebot". Verleger Olaf Alp, der auch das Anzeigenblatt "Blu" herausgibt, zeichnete die größte deutsche Fluggesellschaft mit dem "Mate Travel Award" aus.

"Aus einer Auswahl von mehr als 30 Anbietern aus dem Reise-Sektor, bestehend aus Airlines, Hotelketten, Tourismusbüros und Veranstaltern, hat sich die Lufthansa für 2012 als der beste Anbieter für die schwul-lesbische Zielgruppe herausgestellt", heißt es in einer Pressemitteilung des Verlags. Folgende Kriterien seien dabei berücksichtigt worden: "Sichtbarkeit in der Community, in den relevanten Magazinen oder Events, in der Relevanz des Angebotes für die Reisebedürfnisse der Zielgruppe sowie in der speziellen Ansprache der Zielgruppe".

Unerwähnt blieb, dass die Lufthansa im Gay-Marketing sehr spät aus dem Schrank kam. Während die Fluggesellschaft etwa als Partner der Deutschen Zentrale für Tourismus in den USA schon früher um schwul-lesbische Reisende warb und in europäischen Szenemagazinen Anzeigen schaltete, hielt sie sich auf dem deutschen Markt auffallend zurück. Erst 2011 war Lufthansa erstmals offizieller Partner der CSDs in Berlin, München, Stuttgart, Frankfurt und Hamburg und bot vergünstigte Pride-Tickets an. Im Jahr 2008 sorgte die Kranich-Airline für Negativschlagzeilen, als sie einen schwulen Flugbegleiter entließ, der sich in Japan mit seinem damals 17-jährigen Freund getroffen hatte. Vor dem hessischen Landesarbeitsgericht erstritt er 2010 seine Wiedereinstellung (queer.de berichtete).

Wowereit: Positives Signal für neuen Willy Brandt Airport


Überreichte den Mate Travel Award: Comedian Pam Ann (Bild: Mate)

Die Lufthansa selbst reagierte mit Stolz auf die Auszeichnung: "Dass wir gerade in Berlin einen Preis für unser Produktangebot bekommen, begeistert uns sehr", meinte Christian Tillmans, Leiter des Vertriebs Privatreise bei der Fluggesellschaft: "Natürlich freuen wir uns auch über den Award, weil wir wissen, dass die Community sehr reiseerfahren und qualitätsbewusst ist und gleichzeitig Innovationen gerne und früh aufgreift. Das wird uns auch künftig ein Ansporn sein."

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begrüßte die Auszeichnung als positives Signal für den neuen Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt: "Ich freue mich, dass das internationale Magazin Mate seinen diesjährigen Travel Award an die Lufthansa vergeben hat. Dadurch wird die Bedeutung des neuen Flughafens für die Region und das deutlich erweiterte Angebot der Lufthansa von Berlin zu europäischen Zielen gewürdigt."

Laudatorin des Awards war die australische Comedian Pam Ann, die sich - anders als in ihren Shows - ungewohnt respektvoll ausdrückte: "Ich liebe Lufthansa, die deutsche Präzision, den bestens organisierten Bordservice und das perfekte Styling der Crew - das sind die Besonderheiten die einen Star unter den Airlines ausmachen", sagte die eigens aus New York angereiste Künstlerin.

-w-

#1 Leo20mal6Anonym
  • 10.03.2012, 11:52h
  • Naja, ein Service fehlt da aber noch. Oder habt ihr andere Erfahrungen?
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#2 Frankyboy
  • 10.03.2012, 12:34h
  • Lufthansa als "bestes schwules Reiseangebot" ausgezeichnet

    Da hab ich scheinbar irgendwas nicht mitbekommen... Ich habe noch nie von LH irgendwo auf der Welt irgendeine Kampagne für die schwule Zielgruppe gesehen!
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#3 gatopardo
  • 10.03.2012, 12:46h
  • Dezember2011, LH-Flug nach MUC zur Feier meines 70.Geburtstages mit zwei ehemaligen Liebhabern. Flogen allein in der Business-Klasse, für die ich ein Jahr gespart hatte. Dafür erhielten wir den ganz persönlichen Gay-Service, der meine Jubelparty in München schon fast vorwegnahm. Nachdem wir eine Flasche vom hervorragenden deutschen Weissburgunder zum fein zusammengestellten Essen verzwitschert hatten, wurden wir mit Küsschen auf beide Wangen von der Chefstewardess verabschiedet. Ein unvergessener LH-Flug, den man woanders vergeblich sucht.
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