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  • 12. März 2012 15 2 Min.

Michael Ebling will Chef der Mainzelmännchen werden

Bei der Mainzer Wahl zum Oberbürgermeister am Sonntag hat der schwule Kandidat Michael Ebling (SPD) im ersten Wahlgang seine Konkurrenz klar abgehängt.

Nach Auszählung aller 166 Stimmbezirke liegt Ebling mit 40,5 Prozentpunkten klar vor den Kandidaten der anderen Parteien. Der 45-Jährige wird nun in der Stichwahl am 25. März gegen den grünen Kandidaten Günter Beck antreten, der mit 26,6 Prozent den zweiten Platz erreichte. Beck ist seit Januar kommissarisches Stadtoberhaupt, weil sich sein Vorgänger nach Korruptionsvorwürfen in den vorzeitigen Ruhestand versetzen ließ.

Aus dem Rennen ist der CDU-Kandidat Lukas Augustin, der nur 20,4 Prozent erhielt. Er war nur wenige Tage vor der Wahl in einen Skandal verwickelt: Sein alter Arbeitgeber, die Stadtentwicklungsgesellschaft Ingelheim, hatte Augustin kurz vor den Wahlen entlassen, weil er ein Leasingauto und ein Mobiltelefon ohne Einverständnis auf Kosten der Firma genutzt haben soll. Der Mainzer CDU-Kreisvorsitzende Wolfgang Reichel erklärte am Sonntag, dass eine "dreckige Intrige" Augustin die Wahl gekostet habe.

Ebling seit seiner Jugend für die SPD aktiv

Wahlsieger Ebling ist als Politiker stets offen mit seiner sexuellen Orientierung umgegangen. So erklärt er auf seiner Homepage, er wohne "zusammen mit meinem Partner Andreas Schulz" in seinem Geburtsort Mainz-Mombach. Er ist 1983 als 16-Jähriger in die SPD eingetreten und war für die Partei in verschiedenen Funktionen aktiv. Seit 2006 arbeitete er als Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium. Er ist er seit 2008 auch Vorsitzender der SPD in Mainz. Zudem ist er beim Deutschen Roten Kreuz und in einem Karnevalsverein aktiv.

Ebling gilt nun als klarer Favorit bei den Stichwahlen in zwei Wochen. Er kann auch auf die Statistik vertrauen: Seit 1949 hat bei Oberbürgermeisterwahlen in Mainz kein SPD-Kandidat mehr verloren. (dk)

-w-

#1 LaurinAnonym
  • 12.03.2012, 18:53h
  • Hoffentlich klappt das!

    Je mehr offen Schwule Erfolg haben, desto besser.

    Und alleine schon der verbiesterte Blick der Homohasser ist es wert.
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#2 goddamn liberalAnonym
#3 alexander
  • 12.03.2012, 20:07h
  • das beste an dieser nachricht ist die tatsache, dass selbst im katholischen mainz die uhren "zeitgemäss" gehen ! soll heissen, auch katholen können denken ! (z.b. in spanien !)
    für mich unverständlich, aber mehr als positiv zu bewerten !
    (vielleicht erleben wir dieses phänomen auch noch im ehemaligen ostblock bei den orthodoxen ???)

    auf jeden fall "nährt" es meine hoffnung auf "restverstand" und das ist gut so !
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