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- 13. März 2012 2 Min.

Jeremaine Jones im Schalke-Trikot (Bild: Wiki Commons / DerHans04 / CC-BY-SA)
Fußballprofi Jermaine Jones von Schalke 04 hat sich in einem Interview mit "Sport Bild" für die Entabuisierung von Homosexualität in der Bundesliga eingesetzt.
"Ich habe viele schwule Freunde hier in Deutschland und in Los Angeles. Damit habe ich gar kein Problem", erklärte der Deutsch-Amerikaner. "Ich war mit meiner Frau zuletzt in einem Laden mit vielen Homosexuellen. Ich denke: Man muss Menschen so leben lassen, wie sie es wollen", so der 30-Jährige weiter. Ein Coming-out von einem Profi wäre für den Mittelfeldspieler eine Selbstverständlichkeit: "Ich bin dafür, dass sich auch hier die Türen öffnen und hätte kein Problem damit auf und neben dem Platz."
Bislang hat sich noch nie ein aktiver Fußballspieler in den deutschen Profi-Ligen geoutet. Es hat auch immer wieder Diskussionen gegeben, ob eine derartige Offenbarung empfehlenswert ist. Bayern-Spieler Philipp Lahm, der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, hat immer wieder davor gewarnt: "Ich glaube nicht, dass die Gesellschaft schon so weit ist, schwule Profi-Fußballer als etwas Selbstverständliches zu akzeptieren, so wie es in anderen Bereichen bereits möglich ist", sagte er im Januar der "Frankfurter Rundschau" (queer.de berichtete). Für seine Äußerungen wurde er unter anderem von der Chefin der Antidiskriminierungsstelle kritisiert (queer.de berichtete).
Andere Profifußballer glauben dagegen, dass sich die Fans schnell an einen offen schwulen Profi gewöhnen würden: Ja, wer schwul ist, sollte sich outen. Da fällt doch eine Last ab", erklärte etwa im vergangenen Jahr Nationaltorwart Manuel Neuer (queer.de berichtete). In Europa hat es in den vergangenen Monaten allerdings immer wieder homophobe Ausbrüche im Profifußball gegeben. So hatte José Mourinho, der Trainer des spanischen Spitzenclubs Real Madrid, beim Training Spieler als "Schwuchteln" beschimpft (queer.de berichtete). In England sind dieses Jahr bereits fünf Profispieler vom Fußballverband zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie sich auf Twitter zum homophoben Beschimpfungen haben hinreißen lassen (queer.de berichtete). (dk)













