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  • 15. März 2012 11 3 Min.

Bei Gleichklang erfolgt die Partnervermittlung nach einer Passung der Lebensstile (Bild: Wiki Commons / Carloxito / PD)

Seksan Ammawat erläutert im Interview mit queer.de die Besonderheiten der von ihm geleiteten Dating-Plattform Gleichklang.

Von Carsten Weidemann

Seksan, was ist Gleichklang?

Gleichklang ist eine alternative Kennenlern-Plattform. Bei uns findest du Partner, Freunde oder Reisepartner.

Was unterscheidet Gleichklang von den anderen Partnerbörsen?

Drei Dinge machen uns einzigartig:

1. Wir wenden uns an Menschen, denen ökologische und soziale Fragen wichtig sind. Bei uns ist daher ein anderes Klientel als bei den typischen Singlebörsen.

2. Bei Gleichklang gilt die Regel: "Geringe Gebühren für alle, statt Premium für manche". Es gibt keine kostenlosen Mitgliedschaften, dafür beträgt die Gebühr für ein Jahr nur 40 Euro. Ergebnis ist: Bei uns sind keine Fakes, Mehrfachprofile, Spaßvögel oder Bildersammler.


Gleichklang-Geschäftsführer Seksan Ammawat: Er nutzt sein eigenes Portal, um Freunde zu finden

3. Die Vermittlung erfolgt nach einer Passung der Lebensstile. Es werden nur diejenigen Mitglieder einander vorgeschlagen, deren zentrale individuelle Vorstellungen auch wirklich passen. Statt Massenlisten, wo jeder mit jedem konkurriert, gilt bei uns das Prinzip der geeigneten Vorschläge über die Zeit bis zum Erfolg.

Was macht Gleichklang für schwule Männer attraktiv?

Zu uns kommen vorwiegend diejenigen schwulen Männer, die großen Wert auf die Profilechtheit legen und nun wirklich einen Partner für ihr ganzes Leben oder echte Freunde finden wollen. Viele sehen eine Mitgliedschaft bei uns aber auch als Ergänzung zu den eher typischeren Angeboten.

Kann jeder Mitglied bei Gleichklang werden?

Es ist niemandem verboten. Sinnvoll ist es nur für diejenigen, die sich mit unserem Ansatz identifizieren können. Insgesamt gibt es bei uns derzeit ca. 12.000 Mitglieder. Das ist nichts im Vergleich zu den riesigen Chat-Plattformen oder den Dateien der Mainstream-Anbieter. Aber es ist viel, wenn man bedenkt, dass alle Mitglieder echt und sehr ernsthaft interessiert sind und jeden Tag neue Mitglieder hinzukommen. Wir setzen hier bei Gleichklang konsequent das Motto um "Weniger ist mehr!"


Gleichklang-Logo: Das Soziale steht im Vordergrund der Online-Partnerbörse

Bist du selbst auch dabei?

Ich nehme an der Freundschaftssuche teil. Ich habe festgestellt, dass dies manchen Mitglieder irgendwie unheimlich ist, wenn wir einander vorgeschlagen werden. Aber ich nehme zu den gleichen Bedingungen teil wie jeder andere auch. Warum sollte es mir verwehrt sein, bei Gleichklang Freunde zu finden?

Wie sind die Rückmeldungen der Mitglieder?

Jeden Tag erreichen uns Mitteilungen über neu entstandene Partnerschaften und Freundschaften. Unsere Auswertungen zeigen: Wer zu uns kommt, dabei bleibt und Geduld hat, der wird bei uns, ob früher oder später, die Liebe oder echte Freundschaft finden. Bei manchen geht es sofort, bei anderen dauert es Monate, bei wieder anderen zwei bis drei Jahre. Letztlich ist es jedoch nur eine Frage der Zeit. Dies ist die positive Message für alle, die noch Single sind oder nach weiteren Freunden suchen.

-w-

#1 Tut mir leidAnonym
  • 15.03.2012, 13:28h
  • Das ist ein von der Idee her akzeptables Konzept, ähnlich dem des Anbieters, der ca. 200 euro im Jahr haben will, nämlich "Ich suche keinen One-Night-Stand, sondern eine Partnerschaft" - gibt es zwar auch gratis bei homo.net, aber funktioniert dort nicht.

    Daher komme ich auch nicht mit dem Argument, wieso ihr hier Schleichwerbung für einen gewerblichen Anbieter betreibt - ich halte das hier für legitim und für einen "Service" für die Leser.

    ABER : Der Inhaber / GF sagt, sie hätten INSGESAMT 12.000 Mitglieder. Dabei muss man aber wissen, dass sich die Seite an Heteros, Lesben und Homos richtet. Gehen wir von 95 % Heteros aus, bleiben noch 600 übrig, meinetwegen 800, aufgeteilt halbe-halbe auf Schwule und Lesben, macht 400 schwule Teilnehmer fürs ganze Bundesgebiet, und verteilt auf alle Altersgruppen, meinetwegen 500.

    Und jetzt rechnen wir mal ganz straight aus, wie sich die Gesamtbevölkerung aufs Bundesgebiet verteilt - sagen wir (zum Beispiel, erfundene Zahlen), du wohnst in Saarbrücken, mit Einzugsgebiet (rundum 100 (!) km, dort im Halbkreis - siehe Landkarte -, ändert aber nichts am Grundprinzip) leben dort vielleicht 0,5 % der deutschen Bevölkerung, ok, sagen wir das Vierfache, 2 %.

    ALLE beim Anbieter (bei dem wir halbwegs gleichmässige geografische Mitgliederverteilung voraussetzen) verfügbaren möglichen Partner für dich dort wären also (extrem optimistisch gerechnet) 10 Männer, von jung bis alt, von passiv bis aktiv und wasweisich, und jetzt erklärt der Anbieter, dass er nur Leute zusammenführt, die irgendwie zueinander passen, nach Lebenseinstellung, Vorlieben, aufgrund psychologischer Tests, wasweisich.

    Von den optimal 10 bleibt dann maximal einer für dich übrig, und entweder du nimmst den dann, was voraussetzt, dass auch er dich haben will, oder ihr bleibt beide weiter allein.

    Ich sage jetzt nicht, genausogut kannst du dein Geld ins Klo spülen, aber ich darf wohl sagen, dass ich ein solches Angebot, 40 euro auszugeben, unerotisch finde.
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#2 wasweissichAnonym
  • 15.03.2012, 14:20h
  • Antwort auf #1 von Tut mir leid
  • Ich möchte meine Überlegungen noch ein ganz klein wenig ausführen, um keine sinnlosen Pseudoargumente auf den Plan zu rufen.

    Selbstverständlich kann man sich darüber streiten, ob der Homoanteil in der Bevölkerung nun 5, 6 oder 10 % beträgt, wer wie ich aber sieht, dass sich in Mittelstädten nicht mal EIN Homolokal hält, und dass in Grossstädten Homosaunen mangels Besucher zumachen, wird jedenfalls nicht mehr zu 10 % tendieren, sondern je nach Optimismus auf 5 oder 7 % tippen.

    Viele sind bi (und somit kommt man bei den H-Erfahrungen vielleicht auf 10 oder gar 12 %), aber die suchen weitgehend ONS' in der Szene, keine H-Partnerschaften : Es nützt also nichts, hier auf die zu vertrauen.

    Die gleichmässige geografische Verteilung ist angreifbar und wahrscheinlich auch nicht gegeben, aber : Während in den bekannten Ballungsräumen potentiell viel mehr H-Partner (bzw. H's als potentielle Dauer-Partner) zur Verfügung stehen, ist zweifelhaft, ob diese auch proportional Partner suchen, weil gerade da weit mehr Möglichkeiten für (die von vielen präferierten) ONS' bestehen, ausserdem H-Treffmöglichkeiten, Stadtmagazine, etc.

    Ist dem aber dennoch so, benachteiligt das den beim Anbieter Suchenden, in Nordbayern Wohnenden umso mehr, weil sich die paar hundert möglichen Partner dann in seinem 100-km-Umkreis noch rarer machen (Beispiel aus einer anderen Branche : Ein Haus in Nordbayern ist 35.000 euro wert ; eine 20 Quadratmeter-Bude in den bevorzugten Unistädten ist 150 Mille und mehr wert) ; meine ursprüngliche Idee war aber eher, dass sich die schwache Bevölkerung auf dem Land beim Anbieter vergleichsweise wacker schlägt, weil dort so gut wie keine Kennenlernmöglichkeiten bestehen, sodass sich die vielen km zwischen den Dörfern halbwegs relativieren ; andererseits sind auch schon viele von uns von dort weggezogen...

    Ja, Wochenendbeziehungen gibt es, und wenn ich nasty sein wollte, sagte ich, der Anbieter ist ein Strohmann der DB AG, die auf diese Weise Umsatz produzieren will - wobei ich aber weiss, dass ausgerechnet Fr und So abends deren Fernzüge eh voll ausgelastet sind. Klar natürlich, dass ihr beim Anbieter plötzlich sowas wie "Auswahl" geniessen könntet, sobald ihr "ganzes Bundesgebiet" ankreuzt.

    Und zuguterletzt muss noch erwähnt werden, dass der Anbieter (immer noch) selbst bei sich selbst sucht : aus den obengenannten Gründen, und weil er Besseres zu tun hat, als wochenends 800 oder 1500 km zu fahren ?

    Ok, er sucht keine Partnerschaft mehr : die hat er längst, mutmasse ich mal.

    Aber oha, dann müssen wir ja all die Leute von den paar hundert males bei ihm abziehen, die keinen Partner, sondern "Freundschaft neben Partnerschaft" suchen, und die hatte ich in der Tat in meiner Statistik oben völlig ausgeblendet.

    Die alle müssen wir aber einrechnen bzw. von der Zahl der durchschnittlich (!) möglichen beim Anbieter zu findenden Partner abziehen, wenn wir uns dort auf Partnersuche begeben.

    Und welche Zahl bleibt dann realiter übrig ? Lasst mich die Frage mit einem Romantitel beantworten, den viele von uns kennen : wahrscheinlich

    Unter null.

    (= Brett Easton Ellis)
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#3 Was rede ich daAnonym
  • 15.03.2012, 14:29h
  • Antwort auf #1 von Tut mir leid
  • Sorry für meine wilden Behauptungen : Bi's suchen selbstverständlich mehrheitlich keine ONS's in der Szene, sondern schnelle Treffen in zwei Stunden oder weniger - aber ihr wusstet, was gemeint war : Als Homo zusammenleben kann man mit den wenigsten von ihnen, weil das meistens leider schon eine Frau tut, die sich das verbäte, dass da einer von uns käme - dabei machte das alles soviel einfacher.
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