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  • 19. März 2012 18 2 Min.

Setzt sich für Frauenrechte ein, will aber Homo­sexuelle weiter ins Gefängnis schicken: Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf

In einem Interview hat die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die 2011 für ihren Einsatz gegen die Vergewaltigung von Frauen den Friedensnobelpreis erhalten hatte, das Homo-Verbot in ihrem Land gerechtfertigt.

Johnson-Sirleaf erklärte in einem Interview der Tageszeitung "Guardian", dass sie das gegenwärtige Strafmaß von einem Jahr für gleich­geschlechtliche Beziehungen nicht abschaffen will: "Wir finden es gut, wie es jetzt ist", erklärte die 73-Jährige. "Es gibt bestimmte traditionelle Werte in unserer Gesellschaft, die wir gerne erhalten würden." Johnson-Sirleaf ist seit 2006 Staatschefin in Liberia.

Das Interview wurde gemeinsam mit dem früheren britischen Premierminister Tony Blair durchgeführt, der in seiner Amtszeit als homofreundlich galt - so glich seine Labour-Regierung das Schutzalter an und führte eingetragene Partnerschaften ein. Zwar schien ihm die Antwort der Friedensnobelpreisträgerin zu missfallen, allerdings wollte er dazu keinen Kommentar abgeben: "Ich gebe Ihnen darauf keine Antwort", erklärte der 58-Jährige, der vor wenigen Tagen für seine Hilfsorganisation "African Governance Initiative" nach Liberia gereist war. "Eine der Vorteile meines Jobs ist es, dass ich mir jetzt aussuchen kann, über welche Fragen ich rede und welche ich nicht beantworte. Für uns sind die Prioritäten die Stromversorgung, Straßen und Jobs", so Blair.

Direktlink | Die Homo-Frage an Ellen Johnson-Sirleaf und Tony Blair

Liberia debattiert über Verschärfung des Homo-Verbots

Im bitterarmen Liberia, dessen Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt noch niedriger ist als in Äthiopien oder Simbabwe - haben sich mehrere Politiker nach Gründung der ersten Homo-Gruppe im Januar mit homophoben Sprüchen zu profilieren versucht. Im Parlament wurden mehrere Anträge eingereicht, um Homosexuelle härter zu bestrafen.

Gegen diese Praxis will die konservativ-liberale Regierung in Großbritannien vorgehen. Sie hat in den letzten Monaten von afrikanischen Staaten wiederholt ein Ende der Verfolgung von Schwulen und Lesben gefordert und mit der Streichung der Entwicklungshilfe gedroht (queer.de berichtete). Mehrere afrikanische Politiker haben dies als "neuen Kolonialismus" bezeichnet und erklärt, Homosexualität sei "unafrikanisch" und daher zu verbieten (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 dummyAnonym
  • 19.03.2012, 17:04h
  • letzter absatz: klassische lüg-lüg-situation.
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#2 ItchebAnonym
  • 19.03.2012, 17:58h
  • prima .. wieder ein Land dessen Entwicklungshilfe wir uns sparen können ... so lassen sich die EU Finanzen auch sanieren ... Vielen lieben Dank an die Hinterweltler
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#3 der anwaltAnonym
  • 19.03.2012, 19:02h
  • Frauenrechte? Was ist das? Ich kenne nur Menschenrechte!
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