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Kommentare zu:
Schweden ist "homofreundlichstes Reiseland der Welt"


#1 CarstenFfm
  • 20.03.2012, 09:37h
  • Hmmm....
    aber ich gebe zu Bedenken: so viel Szene gibt es in Schweden nicht.

    In Stockholm gibt es keine Gay Sauna (!) und nur einen Cruising Club (SLM) der auch nicht täglich geöffnet hat.
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#2 laassanenAnonym
  • 20.03.2012, 09:53h
  • Antwort auf #1 von CarstenFfm
  • Weil befürchtet wird, dass die Männer dort unter sich bleiben und somit nicht kontrolliert werden können. Das geht in einem totalitär-feministischen Land gaaaaar nicht!
    Im übrigen ist das ganze Land so tödlich langweilig, dass man auf die angeblichen Freiheiten gern verzichtet!
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#3 MarekAnonym
  • 20.03.2012, 10:29h
  • Da sieht man wieder mal, dass Homofreundlichkeit auch wirtschaftlich von Vorteil ist...

    Politiker die Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle diskriminieren und ein Hassklima erzeugen, schaden ihrem ganzen Land (und damit auch allen Heteros) volkswirtschaftlich.
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#4 eMANcipation*Anonym
  • 20.03.2012, 10:42h
  • Ein wenig komisch gewichtet ist das Ganze schon. So ist Tunesien und Türkei gleich schlecht bewertet. Wobei man als schwuler Urlauber wesentlich offener Urlaub in der Türkei machen kann, als in Tunesien, dort steht Homosexualität ja noch unter Strafe. Von daher ist die gesamte Tabelle mit Vorsicht zu geniessen.

    Wie kann man den Punkt "Pride banned" mit "Homosexualität illegal" gleichsetzen. In Tunesien ist die HS illegal aber der CSD nicht verboten, klar weil die ganze HS illegal ist. In der Türkei ist HS legal, aber "Pride banned".
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#5 SebiAnonym
#6 SozialforscherAnonym
  • 20.03.2012, 11:08h
  • Gleichheit ist Glück!

    "Je ungleicher eine reiche Gesellschaft, desto größer ihre sozialen Probleme: Der britische Sozialforscher Richard Wilkinson über die Frage, warum der wachsende Abstand zwischen Arm und Reich schlecht für alle ist

    [...]

    Wilkinson: Maßstab sind die Einkommen der reichsten und der ärmsten 20 Prozent in den jeweiligen Staaten. Der Abstand in den Ländern mit großer sozialer Kluft ist dabei rund doppelt so hoch wie in jenen mit geringer Ungleichheit. Was Ungleichheit und soziale Probleme angeht, schneiden die USA, Großbritannien und Portugal am schlechtesten ab. Am besten Japan und die skandinavischen Staaten. Deutschland liegt meist in der Mitte.

    [...]

    ZEIT: Die Mittelklasse wird das nicht stören. Sie glaubt doch, dass Ungleichheit sie kaum betrifft.

    Wilkinson: Da irrt sich die Mittelklasse. Die soziale Lage in ungleicheren Ländern ist doch deshalb so viel schlechter, weil eben nicht nur die Armen betroffen sind.

    In gleicheren Ländern leiden etwa acht Prozent der Bevölkerung an einer psychischen Erkrankung, in den USA sind es dagegen rund 25 Prozent! Natürlich sind soziale Probleme in den unteren Bevölkerungsschichten besonders virulent. Aber in ungleichen Ländern sickern sie zunehmend auch in die mittleren Schichten ein.

    Auf lange Sicht wird es einem durchschnittlichen Mittelklassekind in Skandinavien also in jedem Fall besser gehen als in den USA oder in Großbritannien. Dieses Kind wird eher nicht drogenabhängig, es wird eher nicht Opfer eines Verbrechens, und es hat auch viel bessere Chancen, in der Schule besser abzuschneiden.

    [...]

    ZEIT: Auch in Deutschland wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. Hier geht die Politik davon aus, dass das vor allem am technischen Wandel und an der Globalisierung liegt. Stimmt das etwa nicht?

    Wilkinson: Ich glaube, die deutsche Politik macht es sich mit einer solchen Ansicht viel zu einfach. Der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman jedenfalls ist wie ich der Meinung, dass für die wachsende Ungleichheit die Politik ganz entscheidend verantwortlich ist.

    Schließlich waren die ersten Nachkriegsjahrzehnte in allen westlichen Industrienationen von wachsender Gleichheit geprägt. Die Wende kam erst mit der Liberalisierungspolitik von Ronald Reagan und Margaret Thatcher in den achtziger Jahren. Und nach der Wiedervereinigung ist Deutschland mehr oder weniger demselben Modell gefolgt."

    www.zeit.de/2010/13/Wohlstand-Interview-Richard-Wilkinson
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#7 alder schwedeAnonym
#8 ISTAN PRIDEAnonym
#9 -hw-Anonym
#10 daVinci6667
#11 seb1983
  • 20.03.2012, 14:33h
  • Antwort auf #8 von ISTAN PRIDE
  • Istanbul ist nicht gleichzusetzen mit der ganzen Türkei.
    War vor einigen Jahren mit der Uni einige tausend km unterwegs dort, unter anderem auch in zentraleren Gebieten wie Kapadokien. Kulturell und landschaftlich zwar ein Traum, doch in vielem anderen Jahrzehnte und Jahrhunderte zurück.
    Da laufen die Jungs händchenhaltend durch die Straßen. Warum? Es gibt keine Schwulen, und keiner weiß überhaupt was das ist da es völlig undenkbar ist offen schwul zu sein.
    Auf diesen "peinlichen Anachronismus" hat uns unser türkischer Reiseführer aber vorher hingewiesen, nicht dass wir denken würden da laufen nur Schwulis rum. So ein Reiseführer ist übrigens Pflicht bei größeren Reisegruppen, schließlich hat er das Bild über Kurden und Armenier auch ins "richtige" Licht gerückt...
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#12 puckAnonym
#13 nikülü alöksöyüAnonym
#14 seb1983
  • 20.03.2012, 15:41h
  • Antwort auf #12 von puck
  • Die Unterschiede sind bei uns um mehrere Maßstäbe geringer.
    Selbst Kleinstädte haben in Deutschland heute einen CSD und zwei Männer die Hand in Hand durch die Straßen laufen werden als das erkannt was sie sind: Zwei glückliche Schwule.

    Nennt man auch Disparitäten. Die sind in Entwicklungs- und Schwellenländern meist auf allen Ebenen massiv stärker ausgeprägt als in Industrieländern.
    So wirst du etwa in Nairobi ein Leben nach europäischen Maßstäben führen können. Nur 100 km weiter weg auf dem Land aber weder über Infrastruktur, Rechtssicherheit und staatliche Behörden verfügen.
    Das Kuhdorf in Bayern mag zwar spießig sein, die Lebensweise unterscheidet sich aber grundsätzlich kaum vom großen Berlin.
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#15 lassanenAnonym
#16 daVinci6667
  • 20.03.2012, 16:52h
  • Antwort auf #15 von lassanen

  • Abwertung und Unterdrückung von allem Männlichen? Wo? Wann? Beispiele bitte!

    Oder meinst du etwa weil in Schweden Prostitution verboten ist, dabei jedoch der Freier bestraft wird statt die Prostituierte/der Stricher? Was für ein Verlust an "männlicher Kultur", LOL

    Oder weil sich in Schweden nach den tatsächlich bedauerlichen Schließungen in den 80ern aus Angst vor HIV, die "schwule Bäderlandschaft" nicht wieder erholt hat?

    Bitte sei etwas konkreter!
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#17 höfingenAnonym
  • 20.03.2012, 17:25h
  • Antwort auf #14 von seb1983
  • und warum dürfen zwei jungs oder männer nicht hand in hand glücklich durch die straßen gehen, ohne notwendigerweise schwul zu sein?

    vielleicht finden sie's auch so kuschelig oder funny?

    oder sie entdecken sich gerade oder später?

    wer schreibt ihnen das vor?

    der bildungsbürgerlich exkursierende mittelschichtsjunge aus der pfalz, der sich so gern einen auf seine vermeintliche überlegenheit abwichst?

    die entwicklungen in istanbul, antalya und vielen anderen orten zeigen ja, dass die türkischen jungs in abwesenheit deines immergleichen white-supremacy-getöses ihre eigenen wege finden und gehen.
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#19 muchomachoAnonym
#22 -hw-Anonym
#23 rauchmelderAnonym
#24 BrassicaAnonym
#25 daVinci6667
  • 20.03.2012, 18:46h
  • Antwort auf #21 von laassanen

  • So was in der Art habe ich vermutet, danke für die Links. Ich bleibe dabei, ich liebe das fortschrittliche Schweden!

    Zum Theaterstück: Find ich gut. Frauen können genauso kriminelle Bestien sein wie Männer, Tatsache ist aber nunmal gemäß Statistiken in allen Ländern, Männer begehen viel mehr Verbrechen als Frauen. Also muss man doch darüber reden was da falsch läuft! Ich bekomme dabei als Mann gar keine Probleme mit meiner Männlichkeit. (Als Schwuler vermute ich ohnehin, dass Heten-Männer krimineller sind als wir. Nur l so ne Vermutung, ohne dass ich das statistisch belegen könnte)

    "Ab 1. Juli 2005 tritt in Schweden eine Regelung in Kraft, nach welcher "schwedische Armeeangehörige, Politiker und sonstige Staatsbedienstete... künftig nicht mehr in Hotels übernachten" dürfen, "in denen über das Hausfernsehen Pornofilme empfangbar sind."

    Na hoffentlich auch! Oder willst du etwa deren Pornokonsum mit deinen Steuergeldern finanzieren?
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#26 xvulkanxAnonym
#27 utoyaAnonym
  • 20.03.2012, 19:18h
  • Antwort auf #23 von rauchmelder
  • zählen, messen, wiegen, schätzen..

    in breiviks osloer manifest mit 1473 seiten taucht der begriff europe (occident) 4256 mal auf.
    breit läßt sich breivik über "totalitarian feminists" über sein ganzes geschreibe hinweg aus. "Norwegian feminists are also passionate anti-racists", "Western feminists fail to confront Muslim immigration for ideological reasons."," These feminists, radical in their time, supported women’s rights, egalitarianism, anticolonialism, pacifism..",

    "usw. usf."
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#28 grenzerAnonym
#29 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.03.2012, 19:48h
  • Ich hatte gedacht, daß die Niederlande im Ranking den ersten Platz belegt, trotzdem hat Schweden diesen Platz mehr als verdient. Belgien ist für mich die größte Überraschung und hätte es gar nicht so weit vorne vermutet.
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#30 seb1983
  • 20.03.2012, 20:53h
  • Antwort auf #17 von höfingen
  • Natürlich dürfen sie das.
    Mädchen etwa können es in Deutschland ja auch.
    Nur leider hast du das perfide an der Situation nicht verstanden. Sie können es dort eben nicht auf Grund der großen Freiheit sondern im Gegenteil der Unfreiheit. Um es zu verdeutlichen: Dem türkischen Reiseführer war die Situation sichtlich peinlich. Zudem wirst du in Istanbul und Antalya keine Jungs Hand in Hand sehen, zumindest keine Heterosexuellen, dort gibt es eine schwule Szene und man weiß dass es Schwule gibt.

    Ein Trainingskollege ist übrigens Iraner, auch dort können Jungs völlig unbedenklich Händchen halten.
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#31 beobachter-2Anonym
#32 TreegProfil
  • 21.03.2012, 07:04hDoetinchem
  • Na, ich weiss nicht nach welchen Kriterien die da gegangen sind aber Schweden ist nicht unbedingt das Gayfriendly Land überhaupt. Vielleicht ganz gut für schwule Touristen, denn der Spartacus ist ja ein Reiseführer, damit man weiss wo man ficken kann.

    Ansonsten ist schweden sehr Konservativ und extrem teuer. Zumindest an unseren Ländern, also Bondsrepubliek Duitsland und Nederland gemessen.

    Andererseits wenn man dort lebt und nicht ausgerechnet Transgender ist - dann ist es nämlich aus mit der Toleranz - hat man einen sehr hohen Lebensstandard.
    www.youtube.com/watch?v=N5BItMiWM60&feature=player_embedded

    Ein Freund von mir ist vor zwei Jahren nach schweden ausgewandert. Gelernter Zimmermann. Verdient sich da dumm und albern. Hat jetzt schon den dritten neuen! Volvo, der mit E95 fährt. Und er fühlt sich da sehr wohl, wird wohl niewieder nach Duitsland zurückkommen. Allerhöchstens als Touri.

    www.allout.org/stop_forced_sterilization
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#33 CarstenFfm
  • 22.03.2012, 16:23h
  • Antwort auf #31 von beobachter-2
  • Es ist doch erstaunlich, dass eine so liberale Gesellschft wie Schweden ein etwas unentspanntes Verhältnis zu Sex hat - eben doch nicht so liberal.

    Homoehe, Antidiskriminierung, Adoption - alles sehr wichtige Punkte. Aber auch nicht alles, was die Lebensqualität von Schwulen ausmacht. Ein lockerer Umgang mit solchen Einrichtungen, halt das Vorhandensein einer funktionierenden Szene ist auch wichtig. Sowas hat die vorliegende Studie nicht abgefragt, und damit greift sie sicher zu kurz.

    Und wenn es - wie hier in der Überschrift angedeutet - um Reiseländer geht, ist die Szene sogar noch wichtiger als die grundsätzlichen Rechte. Man reist ja nicht in ein anderes Land um zu heiraten, sondern um Spaß zu haben.
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