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Kommentare zu:
Maredo distanziert sich von homophober Werbung


#1 SteakholderAnonym
#2 Leo20mal6Anonym
#3 JeffAnonym
  • 21.03.2012, 13:19h
  • Erinnert mich an Carol Adams grandioses Buch "The sexual politics of meat" (Deutsch: Zum Verzehr bestimmt). Darin zeigt sie auf, wie (heterosexuelle) Männlichkeit über Fleischkonsum definiert wird, wie Fleisch männlich und Gemüse weiblich konnotiert wird und wie die Unterdrückung von Frauen (und daneben auch von Homosexuellen) mit der Unterdrückung von Tieren in einer patriarchalen Gesellschaft Hand in Hand geht.

    Demnach essen "echte Männer" Fleisch. Lehnt ein Mann Fleisch ab, ist er ein Spinner, Weichling, Früchtchen oder einfach nur eine Schwuchtel. Dabei kommt es dann vor allem in der Darstellung in Werbung zu einem interessanten Phänomen, bei der einerseits Fleisch sexualisiert wird und der Fleischkonsum mit dem sexuellen "Konsum" einer Frau verglichen wird und andererseits zum Objektstatus der Frau als ein Stück konsumierbares Fleisch für den heterosexuellen Mann. Oder eben wie hier: In dem betont wird, dass Fleischkonsum absolut männlich ist und ein Mann nur ein Mann ist, wenn er Fleisch isst und so seine Macht über das Tier unbewusst reproduziert (Wie kann man seine Macht über jemanden besser demonstrieren, indem man seinen Körper verschlingt?) Klingt sehr komplex und gaga, wer aber das Buch liest, dem geht plötzlich ein Licht auf. Oder er schaut sich diesen Vortrag ab Minute 28:39 an:

    www.youtube.com/watch?v=Uwm2bdndlJ4

    Tatsächlich finde ich es schade, dass bei der Untersuchung von Ungleichheit, Diskriminierung und Stigmatisierung, fast nie auf die Parallelen und Verbindungen verschiedener Diskriminierungsstrategien eingegangen wird. Alle Diskriminierungen sind miteinander verbunden, funktionieren nach dem gleichen Muster, und lehnen sich dabei an ein uraltes, seit der Antike wirkendes, durch monotheistische Religionen (Christentum, Judentum, Islam) verstärktes und leider seit der Aufklärung vertieftes Ungleichheitsmuster an: Das Verhältnis des Menschen zu anderen Tieren. Unsere fiktive Vorstellung, was Tiere sind (ja fiktiv, naturwissenschaftlich gesehen gehört der Mensch zum Tierreich, doch wenn wir von Tieren sprechen, meinen wir meist das genaue Gegenteil vom Menschen) und ihre daraus resultierende Abgrenzung zum Menschen und ihre Abklassifizierung als vermeintlich vernunftlose, triebgesteuerte Wesen, dient nicht nur zur Rechtfertigung ihrer Unterdrückung, Tötung und Ausbeutung zugunsten von Fleisch- Milch- und Eierkonsum, zu Tierversuchen und Jagd, sondern bildet sozialwissenschaftlich bewiesen die Basisfolie um Menschengruppen, wie Frauen, Schwarze oder Homosexuelle zu stigmatisieren, zu entmenschlichen und dem Tier nahezuschreiben, um so auch hier eine Rechtfertigung zu haben, um sie zu diskriminieren. Es wird Zeit, dass wir Ungleichheiten in einem Gesamtkontext betrachten, nur so erreichen wir eine möglichst komplette Abschaffung von Diskriminierung.

    Weitere Infos:
    www.mensch-tier.info
    www.vegansociety.lu/unity-of-oppression.html

    www.youtube.com/watch?v=Uwm2bdndlJ4
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#4 biosphärenwartAnonym
  • 21.03.2012, 14:19h
  • Antwort auf #3 von Jeff
  • Das ist interessant. Nun gibt es an der Spitze der Nahrungspyramide der Säugetiere Gruppen, die nur männliche Schamanen mit Zauberformeln Menschenfleisch und Menschenblut verzehren lassen.

    Menschenblut trinken darf in diesen meist überdachten Kultstätten allerdings nur der Schamane. Er muss zwingend männlich sein und darf keine sexuellen Kontakte haben.

    Die Fleischverteilung erfolgt ruhig und geordnet.
    Wobei die Säugetiere aufrecht in einer Schlange stehen und geduldig auf ihre Portion warten.

    Ganz anders als in der Serengeti, wo bekanntlich der Löwe an der Nahrungsspitze der Säugetiere steht. Allerding essen Löwen extrem selten Menschenfleisch.
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#5 TaranAnonym
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 panzernashorn
#8 wartanwärterAnonym
  • 21.03.2012, 17:21h
  • Antwort auf #4 von biosphärenwart
  • Ganz in meiner Nähe lebt auch so ein kleine Population.

    Als eines ihrer Jungtiere erstmals Menschenfleisch aß, machten sie ein großes Treffen, bei dem sie legale Drogen zu sich nahmen. Auch süße Backwaren und den Sud
    einer gerösteten und gemahlenen Bohne.

    Aber ich dachte noch, für was brauchen die große Kerze?

    Wobei es das in der Serengeti aber auch gibt. Das größte Säugetier -allerdings Veganer!- nimmt dort vergorene Früchte zu sich.
    Setzt sich danach aber niemals hinter ein Steuer. Und verursacht torkelnd nie Buschbrände mit überdimensionierten Kerzen.

    Gegen vergorenes Menschenfleisch empfehlen die Schamenen die Erdbestattung.
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#9 SteffenBAnonym
  • 21.03.2012, 20:22h
  • ... und wer war jahrelang Vorstandzvorsitzender und Aufsichtsratsmitglied von Schlz&Friends? Jetzt ist er Berlins Justizsenator - Herr Thomas Heilmann.
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#10 derBastiAnonym
  • 21.03.2012, 23:37h
  • Tofu ist fröhliches Fleisch? Was ist daran homophob. So jetzt geh ich raus und zünd mir ne fag an.
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#11 amtswürdigAnonym
#12 panzernashorn
#13 eMANcipation*Anonym
#14 joerg neubauerAnonym
  • 23.03.2012, 00:36h
  • Antwort auf #10 von derBasti
  • @basti: Das frage ich mich auch. Schließlich hatte Audi oder irgeneine doofe Automarke eine ganzseitige Anzeige in der Siegessäule, wo das Auto als "schwul" angepriesen wurde. Niemand muckte. Schwule Autos sind ok und schwuler Tofu nicht? Ich persönlich finde schwulen Tofu ungeil, aber ein schwules Auto ist doch wirklich extrem aufdringlich...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#15 dingenskirchenProfil

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