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Homophobes Plakat
Borussia Dortmund muss Strafe zahlen
- 23. März 2012 2 Min.

Das homophobe Transparent direkt hinter dem Tor war am Samstag deutlich zu sehen
Der Bundesligist Borussia Dortmund ist am Donnerstag wegen Fan-Vergehen vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt worden. Der Verein akzeptierte das Urteil, das auch ein homophobes Plakat als "unsportliches Verhalten" geißelt.
Am Samstag war im Südblock von Fans beim Spiel gegen Werder Bremen ein recht großes Plakat gehalten worden, auf dem "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick" zu lesen war. Ein Bild von dem Plakat war bei Twitter hochgeladen worden und sorgte später für Empörung im Internet und eine Erwähnung im "Aktuellen Sportstudio".
Nach Angaben des Blogs "Libero" wurde noch ein zweites Transparent gesichtet, sein Spruch: "Gutmenschen, Schwuchtel, Alerta-Aktivist, wir haben euch im '20 gegen 100' gezeigt, was Fußball ist". Die Spruchbänder sollen jeweils nur für wenige Minuten zu sehen gewesen sein, da viele Fans mit dem Transparent nicht einverstanden gewesen wären. Augenzeugen berichten, dass es auf der Tribüne zu Handgreiflichkeiten gekommen sei.
Borussia Dortmund hatte am Montag in einer Stellungnahme die "homophoben Schmäh-Plakate" scharf kritisiert. "Der BVB wird die Urheber sanktionieren und erwartet darüber hinaus eine öffentliche Entschuldigung der Verantwortlichen", erklärte Hans-Joachim Watzke, Vorsitzender der BVB-Geschäftsführung. Man sei "beschämt und entsetzt" über die Banner und stehe "für einen toleranten, weltoffenen, vielseitigen und respektierenden Umgang."
Die Aktion "Fußballfans gegen Homophobie" hatte zuvor die Vereinsführung von Borussia Dortmund beschuldigt, nicht genug getan zu haben: "Aus unserer Sicht ist es ein absolutes Versäumnis seitens des Vereins, dass solche diffamierenden und diskriminierenden Banner in die Kurve gelangen konnten", erklärte Sprecher Christoph Rudolph.
Mit der Geldstrafe rügte der BVB zudem einen Kanonenschlag, ein Bengalisches Feuer und einen Bierbecherwurf auf das Spielfeld. (nb)















Ich hoffe sehr, dass das nicht nur Gelaber ist, jetzt wo das Thema aktuell ist und um die Strafe möglichst niedrig zu halten.
Sondern dass die das auch durchziehen. Das mindeste ist, dass die Urheber Stadionverbote bekommen, die dann auch konsequent durchgezogen werden.
Und das darf nicht nur jetzt so sein, sondern auch in der Zukunft, wenn die Öffentlichkeit nichts von ähnlichen Vorfällen erfährt.
Und bei allen Vereinen, nicht nur bei dem.