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- 24. März 2012 1 Min.

Was bei Drag Queens geht, ist noch lange nicht offiziell möglich
Wenn es um das Image der Stadt geht, scheint in Düsseldorf der Spaß aufzuhören. Das Verwaltungsgericht der NRW-Landeshauptstadt entschied am Donnerstag laut der WAZ, dass eine Transsexuelle sich neben einem neuen Vornamen nicht den neuen Nachnamen "Kö" zulegen kann. Dieser sei weltweit als der Name von Düsseldorfs Nobelmeile bekannt und könne daher nicht vergeben werden.
Zuvor hatte die Stadtverwaltung einem entsprechenden Antrag von Alicia K. ebenfalls nicht stattgegeben. Zwar bestätigte das Gericht, dass die Transsexuelle aufgrund einer traumatischen Kindheit Anrecht auf einen Wechsel des Familiennamens habe. Aber halt nicht auf diesen. Alicia argumentierte, sie wolle sich keinen Allerweltsnachnamen zulegen, um damit anderen Familien das Leben nicht schwerer zu machen. Die könnten schließlich auf die vermeintliche Verwandtschaft zu einer Transsexuellen angesprochen werden.
So kann man wohl froh sein, dass noch niemand auf den Gedanken gekommen ist, der Drag Queen Freifrau von Kö von der "Glamourhauptstadt Düsseldorf" ihren Künstlernamen zu verbieten.















Aus meiner Sicht hat das Gericht richtig entschieden, einen Transvestiten-Spaßnamen und einen Transsexuellen-Rufnamen zu unterscheiden.
Naja, die deutsche Justiz hat ja sonst nix zu tun!
Die Mädels (zumindest diese eine!) sollten mal aus ihrem Elfenbeinturm kommen und sich mit einem Namen wie z.B. "Sabine Müller" oder "Birgit Schulz" anfreunden - es gibt schließlich -zig echte Frauen, die mit diesen Namen leben müssen und dies i.d.R. gut tun!