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Jetzt doch kein "Verstoß gegen die Facebook-Werberichtlinien" mehr: zwei Männer, die sich küssen (Bild: Juan Hidalgo)

Schon wieder waren zwei Männer, die sich küssen, einem Facebook-Moderator zu heiß. Erst nach Protesten wurde ein gelöschtes Bild des spanischen Fotografen Juan Hidalgo wieder frei geschaltet.

Hidalgo, ein bekannter Kunst-Fotograf, dessen Werke in zahlreichen Museen und Sammlungen auf der ganzen Welt ausgestellt sind, hatte das Kuss-Foto der Madrider Kulturinitiative Visible Cultura LGTB für ihren geplanten Dokumentarfilm "Gay Arts Looks For A Home" zur Verfügung gestellt. Das Motiv sollte eine bezahlte Anzeige auf Facebook für das Crowdfunding-Projekt illustrieren - wurde jedoch als "Verstoß gegen die Facebook-Werberichtlinien" zurückgewiesen und gelöscht.

Nach Protesten von Visible Cultura LGTB und zahlreichen Usern versprach Facebook eine Untersuchung des Zensurfalls. Nachdem erst von einem "möglichen technischen Problem" die Rede war, heißt es in einer Stellungnahme eines Facebook-Sprechers gegenüber dem amerikanischen Portal Towleroad: "Bei der Untersuchung haben wir festgestellt, dass die Anzeige nicht gegen unsere Richtlinien verstößt und fehlerhaft entfernt wurde. Die Anzeige läuft jetzt, und wir möchten uns für die Unannehmlichkeiten entschuldigen."

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Die Löschung schwul-lesbischer Motive hat Tradition

In der Vergangenheit kam es schon mehrfach vor, dass Facebook Kussfotos von schwulen und lesbischen Paaren als vermeintlich jugendgefährdend gelöscht hat. So wurde etwa im vergangenen Jahr zur Öffnung der Ehe in New York ein vom schwul-lesbischen Magazin "Advocate" hochgeladenes Bild von zwei Matrosen zensiert, die sich am Times Square küssen (queer.de berichtete). Nur wenige Wochen zuvor war eine Kuss-Szene aus der BBC-Seifenoper "Eastenders" einem Facebook-Zensoren zu heiß (queer.de berichtete).

Die Löschung von Bildern läuft nicht automatisiert. Vielmehr muss einer von mehreren hundert Facebook-Moderatoren die Entfernung persönlich veranlassen. Immer gleich ist jedoch die dann automatisch verschickte Begründung: "Der Content, den Sie mit anderen teilen, wurde entfernt, weil er die Nutzungsbedingungen von Facebook verletzt. Es darf nichts auf Facebook geteilt werden, das Nacktheit oder jegliche Art von sexuell anzüglichem Content enthält." Fälle, in denen Kuss-Szenen zwischen einem Mann und einer Frau mit dieser Begründung gelöscht wurden, sind nicht bekannt.

Das Unternehmen Facebook gilt gegenüber seinen Mitarbeitern allerdings als äußerst homofreundlich. So entschädigt es etwa schwule und lesbische Angestellte für Steuernachteile, die ihnen aufgrund diskriminierender Gesetze entstehen (queer.de berichtete). (cw)

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#1 AUFRUFAnonym
  • 24.03.2012, 12:59h
  • facebook mit küssen von heißen, sexy kerlen fluten
    !!!
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#3 MigoAnonym
  • 24.03.2012, 16:04h
  • Ist doch bei Facebook, Google, Apple, Microsoft & Co immer wieder dasselbe.

    Alles was irgendwie mit Homosexualität zu tun hat, wird zensiert. Bis der öffentliche Druck zu groß wird und es an den Gewinn geht. Die Sprache des Geldes ist die einzige, die die verstehen.

    Aber klerikal-faschistische Inhalte bleiben stehen; da wird dann auf freie Rede verwiesen.
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