Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?16185
  • 24. März 2012 27 2 Min.

Der Berliner NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke steht im Verdacht, Betreiber und Administrator zweier Internetseiten des "Nationalen Widerstands" zu sein

Die Polizei hat am Freitag drei mutmaßliche Betreiber von rechtsradikalen Webseiten gefasst, die Nazigegner detailliert auflisten und gegen Schwule und Lesben hetzen.

In vier Objekten von Tatverdächtigen der rechten Szene vollstreckten das Landeskriminalamt und die Berliner Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Tiergarten. So standen die Beamten u.a. um sechs Uhr morgens vor der Tür des neuen NPD-Landesvorsitzenden Sebastian Schmidtke. Sie durchsuchten sein Geschäft in Niederschöneweide und seine nahe gelegene Wohnung.

Dem 27-Jährigen wird vorgeworfen, Betreiber und Administrator zweier Internetseiten des "Nationalen Widerstands" (NW) zu sein, auf denen rund 200 Namen von ausgewiesenen Nazi-Gegnern aufgelistet sind und in denen unterschwellig zu Gewalt gegen diese aufgerufen wird. Einige auf der "Feindesliste" genannten Personen wurden bereits Opfer von Übergriffen. Die Tatvorwürfe lauten u.a. auf üble Nachrede, Beleidigung, Aufforderung zu Straftaten und Sachbeschädigung. Andere Beiträge auf der Webseite, "wie beispielsweise die Diffamierung von Homo­sexuellen, berühren Tatbestände der Volks­verhetzung", erklärte ein Polizeisprecher.

Propagandamaterial, PCs und Speichermedien sichergestellt

Die beiden anderen jeweils 25 Jahre alten Beschuldigten stehen im Verdacht, als Führungspersonen der rechten Szene in Berlin an mindestens neun Hauswänden großflächige Schriftzüge mit rechtsextremistischen Inhalten aufgesprüht und Fotos davon auf einer Internetseite eingestellt zu haben. Bei den Wohnungsdurchsuchungen stellten die Beamten diverse Beweismittel sicher wie Propagandamaterial, PCs und Speichermedien. Ferner wurden zum Verkauf bereitgehaltene Musik-CDs mit volksverhetzendem Inhalt beschlagnahmt.

Der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) nannte die Durchsuchungen ein "deutliches Zeichen, dass die Ermittler den Druck hochhalten". Nun müsse die Auswertung der Beweismittel abgewartet werden. Zuvor hatten Linkspartei und Grüne dem CDU-Politiker und der Polizei mehrfach vorgeworfen, zu wenig gegen die Betreiber der rechtsextremen Internetseiten zu unternehmen. Da die Server in den USA stehen, stellte die Berliner Staatsanwaltschaft im vergangenen Monat ein Rechtshilfeersuchen, um die Hintermänner zu ermitteln. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Seiten von Berlin aus gepflegt worden sind. (cw)

-w-

#1 footwearAnonym
  • 24.03.2012, 15:24h
  • jede reue beginnt mit dem ersten schritt....
  • Direktlink »
#2 MigoAnonym
  • 24.03.2012, 16:16h
  • "Die Polizei hat am Freitag drei mutmaßliche Betreiber von rechtsradikalen Webseiten gefasst, die Nazigegner detailliert auflisten und gegen Schwule und Lesben hetzen."

    Übrigens nochmal zur Erinnerung:
    die Piratenpartei, die ja gerne ein völlig unzensiertes und unkontrolliertes Netz hätte, würde auch solche Aktionen unmöglich machen.

    Die Piraten sind genau genommen die FDP 2.0: meinen, "der Markt" des Internet würde solche Todeslisten automatisch verhindern. Das ist aber nicht der Fall.

    Und wer auf so einer Liste der Rechten steht, dem ist nicht geholfen, wenn Piraten sagen, dass man in einem freien Netz auch mit sowas leben muss.

    Das führt letztlich dazu, dass sich aus Angst niemand mehr gegen Nazis engagiert und diese dann den Kampf gewinnen.

    Aber das wollen die Piraten partout nicht einsehen. Kein Wunder, wenn ich mir ansehe, wer da so alles Mitglied ist.
  • Direktlink »
#3 SanojAnonym
  • 24.03.2012, 17:48h
  • Die Überschrift ist irgendwie entglitten, aber bemerkenswert oder seit wann gibt es homophile Nazis?
  • Direktlink »