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  • 26. März 2012 12 2 Min.

Aktivisten aus Albanien warten mit Spannung auf ihren ersten CSD

Zum Internationalen Tag gegen Homophobie wird es 2012 in Albanien den ersten CSD in der Geschichte des Landes geben: "Der 17. Mai wird ein besonderer Tag - die Regenbogen­flagge wird zum ersten Mal in [der Hauptstadt] Tirana gehisst", so Altin Hazizaj von der Homo-Gruppe Pink Embassy.

Laut den Plänen, am Freitag vorgestellt, soll die Flagge auch an einen Regierungsvertreter übergeben werden und dann möglichst offiziell ausgehangen werden. Daraus wird allerdings möglicherweise nichts: Der stellvertretende Verteidigungsminister Ekrem Spahiu sagte gegenüber den Medien, Schwule und Lesben sollten bei einem Gay Pride mit "Schlagstöcken geschlagen" werden.

Pink Embassy will den Minister, der einer monarchistischen Partei angehört und in den Neunzigern wegen Anführerschaft eines Putschversuches und der bewaffneten Beteiligung daran veruteilt wurde, deswegen vor Gericht bringen - in Albanien gilt seit 2010 ein Anti­diskriminierungs­gesetz, das auch Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung verbietet.

Protest kommt auch von den Glaubensgemeinschaften. Ein Vertreter der Katholischen Kirche sagte etwa, Homosexualität sei "gegen die Naturgesetze und die Moral der Gesellschaft". "Solche öffentlichen Demonstrationen sind ein Missbrauch der Menschenrechte und Freiheiten und stellen eine Gefahr für die Moral und Tradition der albanischen Familie dar", äußerte ein Sprecher der muslimischen Gemeinde.

КиевПрайд2012


Schallwellen in Regenbogenfarben: Wir man in der Ukraine die Signale hören?

Derweil haben Homo-Aktivisten in Kiew bei der Stadt ihren ersten CSD beantragt, der am 20. Mai stattfinden soll. Die Demonstration von erhofften bis zu 500 Teilnehmern soll unter dem Motto "Würde, Gleichheit, Vielfalt" stehen. Ein Rahmenprogramm aus Kulturveranstaltungen und Diskussionen rundet das Programm ab.

Die Organisatoren hoffen, dass sich die Behörden kurz vor der Fußballeuropameisterschaft liberal zeigen und die Veranstaltung direkt erlauben. Zugleich warnen sie Besucher, nach der Erfahrung in anderen Ostblock-Staaten müsse man sich auf eventuell gewalttätige Gegenproteste einstellen.

Virtueller Hass gegen CSD in Split


CSD 2011 in Split: Die Polizei tut sich schwer, die Teilnehmer zu schützen

Über gewalttätige Gegenproteste sind auch die Organisatoren des CSD in Split besorgt. Bereits im letzten Jahr standen in der kroatischen Hafenstadt 300 Teilnehmer über 1.000 Gegendemonstranten gegenüber, die Sprüche wie "Tötet die Schwulen" skandierten und den CSD-Zug mit Flaschen, Steinen und anderen Gegenständen bewarfen. Mindestens fünf Personen wurden verletz, mehr als 100 Hooligans vorläufig festgenommen (queer.de berichtete).

Nun geht die Sorge um, die Gewalt könnte sich wiederholen. Am 17. Mai war eine Facebookgruppe gegründet worden, ihr Titel: "Blut wird in den Straßen von Split fließen, es wird keine Gay-Parade geben". Bis zu ihrer Schließung in der letzten Woche waren über 400 Personen der Gruppe beigetreten, berichtet B92.

Der für den 9. Juni geplante CSD sei eine Manifestation, mit der Kinder vergiftet würden, hieß es demnach auf der Seite. Kommentatoren versprachen ein "Gay Bashing" und nutzten andere Gewaltandrohungen. Nun ermittelt die Polizei. (nb)

-w-

#1 alexander
  • 26.03.2012, 17:43h
  • nach den vorkommnissen der letzten jahre, in den ehemaligen ostblockstaaten, kann man sich des eindruckes nicht erwehren, dass in den betroffenen ländern diese homophobe randale erwünscht ist und auch noch gefördert wird !!!

    die politiker brauchen die unterstützung der kirchen, also tanzen sie nach deren pfeife ! der kirche kommt das gerade recht, um ihre schäfchen dahingehend zu manipulieren, dass der "homoteufel" ausgetrieben werden muss, (haben wir, die kirche, doch immer so gemacht!!!).
    also ist die suppe schon mal angekocht, dazu der grosse anteil von jugendlichen, die auf randale aus sind (ist ja sonst nix los!) und da man auch noch rückendeckung hat ist das gemeinsame feindbild fertig und der hemmungslosen gewalt tür und tor geöffnet !!!

    dnach kommen dann als erstes die kirchenvertreter die behaupten, man hätte es ja vorausgesagt, dass das volk sich nicht für homos "missbrauchen lasse und diese rigoros ablehne" !!!
    und der mob klopft sich auf die schultern, in der gewissheit, mal wieder für die gerechtigkeit "gekämpft zu haben"!!!
    siehe da es funktioniert und alle sind zufrieden !!!
    solange den regierungsveratwortlichen nicht klargemacht wird, dass sie gefälligst in der lage sein müssen, in ihren, mehr als überschaubaren
    "operettenstaaten", "ihre bürger" zu schützen, auch wenn es nur schwule sind, wird sich nichts ändern, denn das feindbild wird für den, von den kirchen unterstützten machterhalt benötigt !

    rettung kann erst kommen, wenn wir das feindbild umdrehen und die pfaffen und popen, als säue, durch die dörfer getrieben werden !
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#2 SebiAnonym
  • 26.03.2012, 19:21h
  • "ein Vertreter der Katholischen Kirche sagte etwa, Homosexualität sei "gegen die Naturgesetze und die Moral der Gesellschaft" "

    Die katholische Kirche hat ja auch so viel Ahnung von Naturgesetzen und Moral. Wenn es nach denen ging, würden die Menschen immer noch glauben, wie Welt sei eine Scheibe.

    Und hätte die Presse das nicht enthüllt, würden immer noch munter Kinder missbraucht. (nicht, dass das aufgehört hätte)

    Immer wieder die Kirche, die Hass und Schrecken verbreitet und sich über demokratische Prinzipien wie den Gleichheitsgrundsatz hinwegsetzt.

    Wann wird diese totalitäre, menschenverachtende Hass-Sekte endlich verboten?!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.03.2012, 20:03h
  • Daß die Katholiche Kirche gegen den CSD in Tirana etwas zu stänkern hat, ist allgemein bekannt, aber "Pink Embassy" sollte sich nicht davon abbringen lassen! Die Aussage des Verteidigungsministers ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit und hoffentlich wird er dafür hart bestraft!
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