https://queer.de/?16219
- 29. März 2012 2 Min.

Screenshot von "kreuz.net": Überschriften und Wortwahl wirken oft so, als ob die Autoren einen Joint zu viel geraucht haben
Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft die fundamentalistische Glaubens-Internetseite "kreuz.net" als grundgesetzwidrig ein. Dies erklärte Behördenchef Heinz Fromm in einem Brief an den Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag, Volker Beck.
Fromm schreibt, die Seite zeichne sich "durch homophobe, muslimfeindliche und antisemitische Äußerungen" aus. Etliche Beiträge seien nicht vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt und überschritten "die Grenzen zur Strafbarkeit". Ein Problem für die Ermittler sieht Fromm aber darin, dass die Domain "kreuz.net" auf den Bahamas registriert wurde. Der Verfassungsschutz stößt nach eigenen Angaben bei im Ausland befindlichen Servern an seine Grenzen.
Das Portal "kreuz.net" bezeichnet sich selbst als "Initiative einer internationalen Gruppe von Katholiken in Deutschland und Übersee, die hauptamtlich im kirchlichen Dienst tätig sind". Die offizielle katholische Kirche hat sich allerdings wiederholt von "kreuz.net" distanziert. Schwule und Lesben werden von dem Portal durchweg als "Homo-Verbrecher", "Homo-Perverse", "Homo-Gestörte", "Homo-Terroristen" oder "Homo-Onanisten" bezeichnet.
Im großen und ganzen wird bei "kreuz.net" nicht nur Volksverhetzung betrieben, sondern dies auf eine derart trotzige und erfreute Weise, dass die Seite neutral als widerlich beschrieben werden kann.
Volker Beck: "Beleidigung für jeden gläubigen Katholiken"
Volker Beck lobte gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger", es sei "gut, dass der Verfassungsschutz die Hetzer von kreuz.net im Auge hat. Der Unflat dieser Seite aus dem Sympathisantenumfeld der Pius-Bruderschaft ist eine Beleidigung für jeden gläubigen Katholiken". Dass auch ein Vorstandsmitglied der rechtsextremen Wählervereinigung "Pro Köln" bei "kreuz.net" veröffentliche, zeige, "dass Pro Köln nicht etwa proisraelisch ist, sondern Hetze gegen Minderheiten zum Programm hat". (cw/ots)
Links zum Thema:
» Das Blog watch-kreuz-net beobachtet die Hass-Seite















Im Prinzip ist die Piratenpartei die FDP Netzes: die behaupten, sowas würde "das Netz" selbst regeln.
Aber in den letzten Jahren haben kreuz.net und Co munter gehetzt ohne dass das Netz irgendwann selbst geregelt hätte.
Ich weiß, jetzt werden wieder einige Piratenfans rote Punkte vergeben. Denn einige Leute sind so ideologisiert, dass nicht wahr sein darf, was nicht ins Bild passt.
Aber die Fakten ändert das nicht.