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  • 30. März 2012 15 2 Min.

Die Ablehnung der Wahl von Stangl hatte ein großes Medienecho provoziert

Überraschung in Wien: Die Erzdiözese hat kein Problem mit einem schwulen Pfarrgemeinderat. Der Bischofsrat unter Leitung von Kardinal Christoph Schönborn entschied am Freitag einstimmig, dass die Wahl von Florian Stangl durch die Gemeinde im niederösterreichischem Stützenhofen nicht zu beanstanden sei.

Der 26-Jährige war vor rund zwei Wochen durch die Gemeinde in den Pfarrgemeinderat gewählt worden, als bester Kandidat mit über 80 Prozent. Der örtliche Pfarrer, zur Wahl nicht anwesend, wollte die Wahl wegen der Lebenspartnerschaft Stangls nicht anerkennen und forderte ihn zusätzlich auf, nicht mehr zur Kommunion zu gehen (queer.de berichtete).

Daraufhin hatte die Erzdiözese Wien den Fall zu prüfen. Kardinal Christoph Schönborn, alarmiert durch ein großes Medienecho, traf sich später mit Stangl und seinem Partner. Hatte die Diözese vorher noch verlauten lassen, Stangl hätte nach der geltenden Pfarrgemeinderatsordnung für die Wahl gar nicht aufgestellt werden dürfen, weil sein Leben von der Glaubenslehre abweiche, scheint das Gespräch zu einem Umdenken geführt zu haben.

"Bei dem persönlichen Gespräch, das ich mit Herrn Stangl führen konnte, war ich von seiner gläubigen Haltung, seiner Bescheidenheit und seiner gelebten Dienstbereitschaft sehr beeindruckt", so Schönborn am Freitag in einer Pressemitteilung. "Ich verstehe daher, warum die Stützenhofener so eindeutig für seine Präsenz im Pfarrgemeinderat votiert haben."

Trotz Formfehler, die der Priester vor Ort auch gerügt hatte, stehe das Wahlergebnis nicht in Frage. Schönborn bedankte sich bei allen Kandidaten, die die Lebendigkeit der Kirche bezeugten: "In ihrer Vielfalt spiegelt sich die Vielfalt heutiger Lebens- und Glaubenswege. So gibt es auch unter den Pfarrgemeinderäten viele, deren Lebensentwürfe nicht in allem den Idealen der Kirche entsprechen. Im Blick auf ihr jeweiliges Lebenszeugnis in seiner Gesamtheit und auf ihr Bemühen um ein Leben aus dem Glauben, freut sich die Kirche über ihr Engagement."

Damit stelle man die Ideale allerdings nicht in Frage, so Schönborn. Zugleich beschloss der Bischofsrat, "in der Pfarrgemeinderatsordnung die Voraussetzungen für eine Kandidatur im Kontext weitergehender Überlegungen zu Wesen und Aufgabe des Pfarrgemeinderats präziser zu fassen". (nb)

-w-

#1 MariusAnonym
  • 30.03.2012, 16:44h
  • Passender Titel wäre wohl eher "Geouteter Schwuler darf Pfarrgemeinderat bleiben"

    Homosexuelle gibt es in der Kirche doch massenhaft.
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#2 CabialavetaAnonym
#3 glaube ich nichtAnonym
  • 30.03.2012, 17:08h
  • Antwort auf #1 von Marius
  • das glaube ich nicht, es sind nur gerüchte. warum sollte es ausgerechnet bei schwulenfeinden viele schwule geben?

    ich bin ehrlich froh das man endlich mal wieder von missbrauchsfällen liest die "nur" mädchen betreffen.
    nach den letzen jahren mit den aufgebauschten skandalen der katholischen kirchen, schulen und sportvereine wo es vor allem um Jungen ging, gab es in den medien wieder soviele vorurteile und gleichsetung von schwulen mit kinderschändern das ich dachte wir sind wieder im homophoben zeitlater angelangt.
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