https://queer.de/?16259
- 05. April 2012 2 Min.

Derzeit werden mehrere Organisationen, die Homosexuelle "heilen" wollen, als gemeinnützige Gruppen staatlich subventioniert – dagegen regt sich nun Widerstand.
Das LSVD-Netzwerk "Mission Aufklärung" hat auf der Seite "Dialog über Deutschland", einer Internetplattform von Bundeskanzlerin Angela Merkel, eine Aktion zur Abschaffung der steuerlichen Vorteile für die Homo-Heiler gestartet. Jeder Bürger kann Vorschläge auf dieser Seite mit einem Klick unterstützen – der Vorschlag "Homophoben Umpolungstherapien die staatliche Förderung streichen!" bringt es bislang auf über 800 Anhänger. Der LSVD ruft dazu auf, den Vorschlag zu unterstützen (Direktlink zur Seite).
In der Kritik stehen vor allem einige christliche Homo-Heiler innerhalb der evangelischen Kirche, wie die "Offensive Junge Christen e.V." oder das "Weiße Kreuz e.V.". Hier hat es bereits innerhalb der Kirche Diskussionen gegeben, ob diese Gruppen ausgeschlossen werden sollten (queer.de berichtete). "Es gibt eine lautstarke Minderheit von christlich-evangelikalen selbsternannten Therapeuten und Beratern, die Lesben und Schwule zur Heterosexualität 'missionieren' wollen", beklagt Hartmut Rus von der "Mission Aufklärung". "Wir fordern daher ein Ende der staatlichen Förderung derartiger Organisationen und den Entzug der Gemeinnützigkeit. Stattdessen sollte die Bundesregierung das Symptom "Homophobie" stärker bekämpfen. "Denn Lesben und Schwule leiden nicht an ihrer Homosexualität, sondern unter Vorurteilen und Hassgewalt!", so Rus.
1.500 Menschen fordern "Homo-Heilung"
Grund für die Aktion: Auf der Seite "Dialog über Deutschland" wird unter anderem gefordert, eine "Therapie für unerwünschte Homosexualität" zu ermöglichen. In dem Vorschlag, den rund 1.500 Menschen unterstützen, wird argumentiert, dass eine "stille Minderheit" der Schwulen und Lesben unter ihrer Homosexualität leide und sich gerne beim Therapeuten zum gesunden Heterosexuellen umpolen lassen wolle.
Psychologenverbände lehnen entsprechende "Heilungs"-Versuche jedoch ab, da sich die sexuelle Ausrichtung so nicht verändern lasse und die betroffenen Menschen oft in die Verzweiflung oder gar in den Selbstmord getrieben würden. Außerdem lieferten die Homo-Heiler repressiven Ländern Argumente, um Homosexuelle mit einer Gefängnis- oder gar der Todesstrafe zu bedrohen. (dk)
Links zum Thema:
» Homophoben Umpolungstherapien die staatliche Förderung streichen!















"Dieser Vorschlag ist nicht oder nicht mehr vorhanden".
Schade!