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  • 10. April 2012 14 2 Min.

Red-Bull-Trainer Peter Pacult

Ausraster beim Red-Bull-Fußballteam RB Leipzig: Trainer Peter Pacult hat einen Fan der gegnerischen Mannschaft nach einem Auswärtsspiel in Hamburg als "schwule Sau" beschimpft, berichten mehrere Zeitungen.

RB Leipzig hatte im Hamburger Stadion Hoheluft vor 500 Zuschauern am Sonntagnachmittag mit 2:1 gegen die zweite Mannschaft des FC St. Pauli gewonnen, als sich der Vorfall ereignete. Vorausgegangen waren hämische Zwischenrufe der Hamburger Fans. Laut "Hamburger Morgenpost" soll ein Fan vor der Beleidigung durch den Trainer "Ihr seid aber eine unfaire Truppe" in Richtung von Pacult gerufen haben. Der Trainer behauptete später jedoch, dass ihn der Fan als "du schwuler Österreicher" zuerst beleidigt habe. Mit dieser nach dem Spiel verbreiteten Version steht der Leipziger Coach jedoch derzeit alleine da.

Pacult sieht sich als Opfer

In einer Erklärung am Montag beschrieb sich der Trainer als Opfer der Umstände: "Es haben während des gesamten Spiels Anfeindungen und Provokationen stattgefunden. In der hektischen Endphase der Partie sind allerdings auf beiden Seiten Dinge gesagt und getan worden, die nicht korrekt waren." Ferner habe es persönliche Beleidigungen und sogar körperliche Angriffe auf ihn und seine Spieler gegeben, behauptet der Coach. "Solche Szenen und Worte dürfen von beiden Seiten natürlich dennoch nicht passieren", so Pacault weiter.

RasenBallsport Leipzig ist ein von Red Bull im Jahr 2009 gegründeter Verein, den der Brausehersteller in den nächsten Jahren in die Bundesliga führen will. Derzeit kann der Verein als erster der Regionalliga auf einen Aufstieg in die 3. Liga hoffen. Mit Red Bull Salzburg oder den New York Red Bulls hat die österreichische Firma bereits zwei hochkarätige Fußballteams unter Kontrolle. Wegen der Marktmacht der Firma konnte RB Leipzig auch den früheren österreichischen Nationalspieler Peter Pacault nach Sachsen holen, der 2008 als Trainer das Team Rapid Wien zur österreichischen Meisterschaft geführt hatte. Laut "Morgenpost" ist Pacault in der deutschen Regionalliga bereits im Februar mit einem Fan des gegnerischen Teams aneinandergeraten, sah damals aber von homophoben Beschimpfungen ab. (dk)

#1 Frankyboy
  • 10.04.2012, 12:01h
  • Nichts Neues... Wir wissen genau, was für ein Klima beim Fußball herrscht. Leider...
    Irgendwann kommt die Entschuldigung, war ja nicht so gemeint und bla bla bla...

    Es wird sich in Deutschland nicht viel ändern, solange die Regierung uns als Menschen 2. Klasse behandelt und nichts gegen Diskriminierung unternimmt!
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#2 klaraAnonym
  • 10.04.2012, 12:15h
  • Antwort auf #1 von Frankyboy
  • Zur Ehrenrettung muss man sagen, dass sich die Fans von RB Leipzig (ist ja mit 3 Jahren eine ganz junge Fanszene) in dieser Saison eine Stadion-Choreographie gegen Homophobie organisiert haben. Leider wird nun dieses Engament durch den homophoben Ausraster von Pacult (ist m.E. nicht zu entschuldigen) konterkariert. Pacult hat sich auf seine Art mit den Worten entschuldigt, "es sind Dinge gesagt worden, die nicht korrekt waren". Dies ist für die, die den kauzigen Trainertyp kennen, schon ein kleines Wunder.

    Die RB Spieler wurden wärend des Spiels als Nazis und Millionärs-Schweine beschimpft und die Trainerbank mit Bierbechern beworfen. Ich möchte einen "linken" Verein wie St. Pauli und die Fans auf den Subtext der Millionärskritik und den Feldzug des "Tradionsfußballs" gegen die vermeintliche Amerikanisierung im Fußball hinweisen. Spieler und Mannschaft von RB Leipzig zu personifizierten Sündenböcken für den "Kommerz" im Profifußball zu machen ist strukturell antisemitisch und lässt den Blick auf das Profifußballsystem außen vor. Deshalb finden auch die Nazis von den "Freien Kräften" das Anti-RB-Bashing toll.
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#3 panzernashorn
  • 10.04.2012, 12:54h
  • "Proleten" - was bedarf's der Worte mehr...........

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