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Mr. Gay World
"Auf sich zu achten, ist Zeichen des Respekts"
- 10. April 2012 2 Min.

Mr. Gay World im Badehöschen links, rechts Interviewer Briand Bedford (Bild: Briand Bedford)
Mr. Gay World Andreas Derleth (32) reist nun als Botschafter für die Community um die Welt. Im Interview verrät er, wo er herkommt und wo er hin will.
Von Briand Bedford
Wenn er in eine schwule Bar geht, schaut er den Männern zuerst ins Gesicht. Am meisten machen ihn Männer an, die ein freundliches offenes Wesen und eine positive Haltung haben. Innere Werte zählen für den Mann, der sich nun als schönster Schwuler der Welt sehen darf. Was Andreas Derleth sonst noch drauf hat, haben wir ihn kurz nach dem Wettbewerb (queer.de berichtete) gefragt.
Wo und wie hat Deine Mr. Gay World-Story angefangen?
Es begann genau am 12. Januar 2012 mit einem Anruf des Organisators des "Mr. Gay New Zealand" Wettbewerbs, ob ich nicht teilnehmen möchte. Nachdem ich dort gewonnen hatte, war dies mein Ticket für "Mr. Gay World" in Johannesburg.
Was meinst du, warum du überzeugender warst als deine Mitbewerber?
Ich liebe Sport und das half mir beim sportlichen Teil des Wettbewerbs. Da war ich auch am erfolgreichsten. Und beim Interview mit der Jury half mir mein Wissen über die Belange von Schwulen und Lesben.
Eine der Regeln im Wettbewerb lautet: Der Delegierte behandelt seinen Körper als seinen Tempel. Was tust du, um deinen "Tempel" in Schuss zu halten?
Keine Drogen, wenig Alkohol, eine Menge Sport und eine verantwortungsvolle gesunde Diät.
Neben der Persönlichkeit und der Individualität geht es in diesem Wettbewerb natürlich auch um die männliche Schönheit. Denkst du, dass es hilft, schön zu sein, um die Welt freundlicher und toleranter zu machen?
Auf sich selbst zu achten, ist ein Zeichen des Selbstrespekts. Gutaussehenden Menschen wird mehr Aufmerksamkeit und Respekt geschenkt. Aber selbstverständlich reicht das alles nicht, wenn einem das offene freundliche Wesen fehlt.
Die Organisatoren von Mr. Gay World wollen das "Image schwuler Männer" in der Welt verbessern. Jetzt liegt es an dir: Wie willst du dieses Ziel umsetzen?
Ich bin jetzt mit meinem Partner vier Jahre zusammen, am 11. November 2011 haben wir unsere Lebenspartnerschaft eintragen lassen. Damit sind wir Rollenmodelle, das können wir zeigen und promoten mit Hilfe des Internets und internationaler Medien. In Neuseeland ist sehr weit bei der Respektierung von Menschenrechten, man ist freundlich und akzeptierend. Es gibt allerdings noch zwei Punkte, für die wir kämpfen: Die Adoption durch Homopaare und die Öffnung der Ehe.
Links zum Thema:
» Website Mr. Gay World














