Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?16296
  • 12. April 2012 51 2 Min.

Auch am Hafen von Dubai können sich Schwule und Lesben nicht sicher fühlen (Bild: Wiki Commons / Jagermesh / CC-BY-SA-3.0)

Ein 28-jähriger Brite und ein 40-Jähriger aus den Seychellen sind in Dubai zu je drei Jahren Haft verurteilt worden, weil sie beim Sex in der Öffentlichkeit erwischt worden waren.

Die beiden Männer sollen einem Bericht der Zeitung "The National" zufolge im Februar nach einer Geburtstagsparty angetrunken gewesen sein und unter einem Baum nahe der Al-Garhoud-Brücke sexuelle Handlungen durchgeführt haben. Ein Zeuge hat die Beiden von seinem Auto aus gesehen und die Polizei alarmiert. Der Palästinenser erklärte vor Gericht: "Ich war müde und habe mich entschieden, mein Auto dort zu parken und ein Nickerchen zu machen. Dann habe ich die beiden Männer gesehen". Sie seien zum Baum gelaufen und hätten sich dann einiger ihrer Kleider entledigt. Als die Polizei ankam, hätten die Männer noch zu fliehen versucht.

Die beiden Angeklagten bekannten sich schuldig, gleich­geschlechtlichen Sex gehabt und Alkohol konsumiert zu haben. Der Richter entschied, dass sie nach dem Absitzen ihrer Strafe in ihre Heimatländer abgeschoben werden.

Todesstrafe für Homosexualität möglich

In den Vereinigten Arabischen Emiraten, zu denen Dubai gehört, steht auf "Vergewaltigung einer Frau oder Unzucht mit einem Mann" im Extremfall die Todesstrafe. Das Land hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit Verurteilungen für Homosexualität für Aufregung gesorgt. 2008 wurde erstmals die Bestrafung für lesbische Zärtlichkeiten bekannt: Zwei ausländische Touristinnen sollen sich an einem öffentlichen Strand geküsst und umarmt haben und wurden deshalb nach Sondergesetzen der Stadt Dubai zu je einer einjährigen Haftstrafe verurteilt (queer.de berichtete). Danach hat die Polizei eine Einheit gegründet, die die Einhaltung der Moralgesetze am Strand überwachen soll.

In diesem Jahr wurden bereits zwei Inder in Dubai zu einer Haftstrafe von je sechs Monaten verurteilt, weil sie auf einer öffentlichen Toilette am Busbahnhof Sex gehabt haben. Auch sie sollen nach ihrer Freilassung abgeschoben werden. (dk)

-w-

#1 FrageAnonym
  • 12.04.2012, 17:23h
  • "In den Vereinigten Arabischen Emiraten, zu denen Dubai gehört, steht auf "Vergewaltigung einer Frau oder Unzucht mit einem Mann" im Extremfall die Todesstrafe."

    Todesstrafe für Vergewaltigung ist natürlich abzulehnen ( weil generell Todesstrafe unmenschlich ist) aber Vergewaltigung mit einvernehmlichem Sex zwischen Männern zu vergleichen ist schon makaber.
    Wie kommt ihr darauf das im Zusammenhang zu schreiben oder lautet der Gesetzestext im Wortlaut so?
  • Direktlink »
#2 BearNLAnonym
  • 12.04.2012, 17:48h

  • Homosexuelle Touristen wissen meistens ziemlich gut bescheid über die Gesetzgebung in Bezug auf Homosexualität, vor allem gerade in islamistisch geprägten Ländern. Informiert wird man(n) regelmässig durch die (homo)medien. Mit drei Jahren Gefängnis sind sie dann noch gut weg gekommen. Weiter finde ich auch, dass homo's sich an die Sitten der Länder anpassen müssen - wir erwarten das schliesslich auch von unseren ausländischen Mitbürgern. Gegenseitigen Respekt muss man sich verdienen.
    Zu guter letzt: Im christlichen Europa ist so ein Betragen genau so unmoralisch und provokant
  • Direktlink »
#3 Soleil