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Einzelkommentar zu:
US-Professor zieht umstrittene Ex-Gay-Studie zurück


#2 finkAnonym
  • 12.04.2012, 19:38h
  • das ist meines wissens nicht ganz so neu. spitzer beklagt sich schon seit vielen jahren darüber, dass die ergebnisse seiner studie von homo-"heiler"-organisationen verzerrt wiedergegeben werden.

    das ist denen aber egal. und sie werden auch den rückzug der studie (wie kann man eigentlich eine studie "zurückziehen"?) nur als erfolg der "homo-lobby" werten, die sich nicht schämt, wissenschaftler einzuschüchtern, bis sie ihre eigenen ergebnisse leugnen und so die wahrheit verdrehen.

    besser wäre es meines erachtens, die schwachpunkte der studie weiterhin deutlich zu benennen, aber auch die ergebnisse kritisch zu würdigen. wenn man sich die studie genauer ansieht, spricht sie nämlich alles in allem sehr viel eher GEGEN die möglichkeit, die sexuelle orientierung willentlich zu verändern als dafür:

    - die studie zeigte die schwierigkeit, überhaupt menschen zu finden, die über eine konversions-"therapie" aussagen wollten. sehr viele glückliche "konvertiten" kann es also wohl nicht geben.
    - sie zeigt außerdem, dass selbst aus dieser kleinen gruppe nur ein winziger teil von einer veränderung berichtet.
    - sie zeigt schließlich, dass der größte teil auch hochmotivierter (also extrem diskriminierter) menschen KEINE änderung der sexuellen orientierung erlebt.
    - und vor allem sagt sie, dass bei der verschwindend kleinen gruppe, die von einer veränderung berichtet, keine LANGFRISTIGE veränderung überprüft wurde, und dass die berichte subjektive veränderung nicht OBJEKTIV bestätigt, sondern nur abgefragt wurde. jemand, der sich mit schweren schuldgefühlen wegen homosexueller wünsche plagt und noch professionell in dieser haltung bestärkt wurde, der wird aber nicht unbedingt objektiv über seinen zustand berichten.

    die angeblich "bewiesenen" veränderungen sind also gar nicht wirklich valide. BEWIESEN ist lediglich, dass der größte teil der "probanden" KEINE veränderung erlebt - denn von dieser hätten sie ja sonst berichtet.

    was, soweit ich weiß, in der studie nicht untersucht wurde, waren die möglichen schädlichen auswirkungen solcher therapien. für mich bleibt das immer noch das hauptargument gegen solche angebote: wer therapien anbietet, hat die verantwortung, zu überprüfen, dass seine methode niemandem schadet. selbst wenn 1% der menschen berichten würde, das ihm subjektiv "geholfen" werde, wäre das nicht zu rechtfertigen, wenn sich dafür 5% objektiv umbringen. und in wahrheit sind die verhältnisse sicher nicht einmal so "rosig".
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