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Einzelkommentar zu:
Tatort: Der Täter ist immer öfter der Schwule?


#15 saltgay
  • 19.04.2012, 18:47h
  • Jede Serie überlebt sich einfach und dann wirkt sie nur noch nostalgisch. Ob das nun "GZSZ" oder andere Soaps sind, interessant ist nur der Zeitgeist, der aus ihnen spricht. Die geistige Flachheit von GZSZ entspricht ziemlich genau dem geistigen Niveau von CDU und FDP-Wählern - also "mitten im Leben". In den Siebziger Jahren wurden im "Tatort" und "Der Komissar" auch sozialkritische Themen angesprochen. Das gibt es jetzt nicht mehr - wegen der gleichgeschalteten Medien. Damit schwindet auch die Auswahl des Stoffes, den man für neue Folgen verwenden kann.

    Als Schriftsteller ist es auch keine besondere literarische Leistung für solche Serien Drehbücher zu schreiben, genauso wie es für einen Musiker keine Auszeichnung darstellt zum Tanztee, bei Hochzeiten und im Altersheim aufzuspielen. Das ist Handwerk und keine Kunst.

    Was will man da erwarten? Wenn hier einige Huschen über die alten Leute schimpfen, die sich den Tatort regelmäßig anschauen, dann sollen sie es tun. Ob dagegen, diese Hysterie derselben Huschen bei "queer as folk" oder DSDS und anderen künstlerischen Umweltverschmutzungen von mehr "Lebensart" zeugt - das dürfte doch höchstens noch den verklemmten Teenie in Niederbayern beeindrucken.
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