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Bounty Killer
Hasssänger-Konzert in Hamburg abgesagt
- 25. April 2012 2 Min.

Bounty Killer macht Geld mit Homohass - aber nicht in Hamburg
Bounty Killer, der in Songs zur Ermordung von Schwulen aufruft, wird nicht Anfang Mai in Hamburg auftreten. Der Veranstalter "Inna Di Dance" sieht sich als Opfer einer Kampagne.
Auf ihrer Facebook-Seite haben die Organisatoren mitgeteilt, dass der Auftritt des 39-Jährigen aufgrund "einer massiven Protestwelle diverser Verbände, Parteien, Presseorganen und Privatpersonen" nicht möglich sei. Die Aktionen hatten bereits dazu geführt, dass die beiden geplanten Austragungsorte "Trafalgar Lounge" und "Festplatz Nord" den Auftritt des homophoben Sängers ablehnten. Hamburg wäre sein einziger geplanter Auftritt in Deutschland gewesen, es sind aber noch Konzerte in anderen europäischen Städten, etwa im schweizerischen Lausanne, geplant.
Bounty Killer hat in mehreren Liedern die Ermordung von Schwulen gefordert: So rief er im Song "Another Level" dazu auf, Schwule zu verbrennen und zu ertränken, in "Look Good" hieß es: "Lösche die Schwuchtel mit einem Laser-Beam aus". Anders als andere umstrittene Sänger aus Jamaika hat Bounty Killer bis heute nicht den "Reggae Compassionate Act" unterzeichnet, mit denen sich die Künstler von früheren Werken distanzieren und versprechen, diese nicht mehr aufzuführen. Bereits im vergangenen Jahr wurde deshalb ein Auftritt Bounty Killers in Berlin nach Protesten verhindert (queer.de berichtete).
Veranstalter sauer über Proteste
Trotz der schwulenfeindlichen Texte von Bounty Killer kritisieren die Veranstalter, dass der jamaikanische Sänger in Deutschland nicht auftreten dürfe. Sie erklären, dass er versprochen habe, zumindest in Hamburg keine homophoben Lieder aufzuführen. "Leider ist eine breite Öffentlichkeit in Deutschland nicht bereit, dem Künstler die Möglichkeit zu geben, ein anderes Bild von sich zu präsentieren", schreiben sie auf Facebook. Obwohl sich die Veranstalter "ausdrücklich von Gewalt und Unterdrückung gegenüber Minderheiten" distanzierten, äußerten sie keine Kritik an den Mordaufrufen des Künstlers.
In einer ersten Reaktion begrüßte der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck die Absage. "Wer solche Auffassungen vertritt, sollte in Deutschland keine Bühne bekommen". Schließlich habe Bounty Killer sich nie von seinen schwulenfeindlichen Texten distanziert und sich auch geweigert, auf die Aufführung diser Songs weltweit zu verzichten. "Es ist sehr zu begrüßen, dass auch in Hamburg der zivilgesellschaftliche Protest erfolgreich war", so Beck. (dk)
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Er ruft in Songs offen zu Gewalt und Vernichtung einer Menschengruppe auf und sollte nirgendwo auftreten dürfen. Hoffentlich ziehen die anderen städte nach.